Hainbühl (oberfränkisch: HahbielE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hāⁿbīl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Hainbühl liegt in der Gemarkung Lindau.
Geographie Die Einöde liegt am Fuße der bewaldeten Anhöhe Hohenberg (, 0,6 km südlich). Die Kreisstraße KU 29 führt nach Lindau (1,3 km nordwestlich) bzw. nach Fohlenhof (0,9 km südöstlich).
Geschichte Ein Tropfhaus, das mit Hainbühl gleichzusetzen ist, wurde 1784 erwähnt. 1800 wurde dieses erstmals als „Hainbühl“ bezeichnet. Der Ortsname bedeutet „auf dem Hügel gelegener Wald“.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 52.
Hainbühl gehörte zur Realgemeinde Waldau. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hainbühl aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Kastenamt Kulmbach war Grundherr des Tropfhauses.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 650.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hainbühl dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Lindau und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 762f. Am 1. Januar 1972 wurde Hainbühl im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 8 4 9 19 16 14 17 8 7 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 3 3 3 2 2 2Quelle
Religion Hainbühl ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt. Zeitweise waren die Protestanten nach St. Johannes (Trebgast) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Neudrossenfeld) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1784