mini|Ehemaliges Wohnstallhaus
Muckenreuth (oberfränkisch: Muggä-rahd)E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „muggärād“. ist ein Dorf in der Gemeinde Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Muckenreuth hat eine Fläche von 2,697 km². Sie ist in 468 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 5762,09 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hirschgründlein, Hörethshof, Jöslein, Mermettenreuth, Oberzinkenflur, Rudolphsberg, Schlappach, Tauberhof und Unterobsang.
Geographie Das Dorf liegt am Rottelbach, einem linken Zufluss des Roten Mains. Die Staatsstraße 2189 führt zur Bundesstraße 85 bei Aichen (0,6 km südöstlich) bzw. nach Unterobsang (1,7 km nordwestlich). Die Kreisstraße KU 18 führt die B 85 kreuzend nach Altdrossenfeld (0,7 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Tauberhof (1,4 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1307 als „Mvkkenrewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Muato, der Personenname des Siedlungsgründers. Das Grundwort -reuth gibt zu erkennen, dass die Siedlungsfläche durch Rodung gewonnen wurde.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 91f.
Muckenreuth bildete mit Oberzinkenflur eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Muckenreuth aus 5 Anwesen (2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Achtelhof, 1 unbebauter Achtelhof, 1 Wohnhaus). Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Bayreuth aus. Dieses hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Das Hofkastenamt Bayreuth war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 620f.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Muckenreuth dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Altenplos und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde Muckenreuth gebildet, zu der Hirschgründlein, Hörethshof, Jöslein, Mermettenreuth, Oberzinkenflur, Rudolphsberg, Schlappach, Tauberhof und Unterobsang gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. 1852 wurde Muckenreuth dem Landgericht Thurnau und dem Rentamt Thurnau (1919 in Finanzamt Thurnau umbenannt) überwiesen. Ab 1862 gehörte Muckenreuth zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Thurnau (1879 in das Amtsgericht Thurnau umgewandelt), von 1929 bis 1972 war das Amtsgericht Bayreuth zuständig, seit 1972 ist es das Amtsgericht Kulmbach. Die Finanzverwaltung übernahm 1929 das Finanzamt Bayreuth, seit 1972 ist das Finanzamt Kulmbach zuständig.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 766f. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 2,695 km².
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Muckenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neudrossenfeld eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 3: Ehemaliges Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung Gemeinde Muckenreuth Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 166 200 218 205 209 218 217 200 189 206 204 206 214 195 214 202 192 174 173 250 239 250 218 204HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 36 34 34 34 36 40 41 Quelle
Ort Muckenreuth Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 116 39 37 26 49 35 60 57 33 44Häuser 18 6 6 7 10 11 16Quelle
Religion Muckenreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach Neudrossenfeld gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Neudrossenfeld) Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1307 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kulmbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Kulmbach