mini|Lee Isaac Chung, 2021 Lee Isaac Chung (kurz auch nur Isaac, * 19. Oktober 1978 in Denver) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor.
Leben Lee Isaac Chung wurde in Denver in Colorado geboren und wuchs in Lincoln auf, einer kleinen Stadt in den Ozark Mountains in Arkansas, wo seine Familie eine Farm besaß.Lee Isaac Chung. In: imagejournal.org. Abgerufen am 16. November 2020. In: sundance.org. Abgerufen am 16. November 2020. Seine Eltern immigrierten aus Korea in die USA.
Chung hatte ursprünglich an der Yale University Biologie studiert.Howard Feinstein: A Matter of Life and Death: Lee Isaac Chung and 'Abigail Harm'. In: filmmakermagazine.com, 28. August 2013. Während seines Studiums musste er einen ergänzenden Kunstkurs belegen und erlernte so die Praxis des Filmemachens. Daraufhin überdachte Chung seine beruflichen Pläne und begann stattdessen ein Filmstudium an der University of Utah, das er 2004 mit einem Master of Fine Arts abschloss.Lee Isaac Chung. In: festival-deauville.com. Abgerufen am 18. November 2020.Artist of the Week: Lee Isaac Chung. In: The Daily Utah Chronicle, 17. März 2020.
Nach einigen Kurzfilmen, unter anderem auf SpanischRowena Aquino: Ready for his Close-up: An Interview with Lee Isaac Chung. In: ucla.edu, abgerufen am 16. November 2020., stellte er 2007 sein Spielfilmdebüt Munyurangabo bei den Filmfestspielen von Cannes vor, in dem ein Hutu und ein Tutsi, die gemeinsam in Ruandas Hauptstadt Kigali arbeiten, allen Hindernissen zum Trotz eine Freundschaft beginnen. Seinen zweiten Film Lucky Life entwickelte er gemeinsam mit der Cinefondation der Filmfestspiele von Cannes und stellte ihn bei 2010 beim Tribeca Film Festival und den Filmfestspielen in Turin vor. Für diesen Film verlegte Chung die gezeigte Freundschaft an die Südostküste der USA. Sein dritter Film Abigail Harm gewann den Preis der Jury beim LA Asian Pacific Film Festival, wo Chung zudem als bester Regisseur ausgezeichnet wurde.
Bei seinem vierten Film Minari – Wo wir Wurzeln schlagen, mit Han Ye-ri und Steven Yeun in den Hauptrollen, der im Januar 2020 beim Sundance Film Festival seine Premiere feierte, stellte er koreanische Immigranten ins Zentrum.Joey Nolfi: Steven Yeun leads moving immigrant story in new 'Minari' trailer. In: Entertainment Weekly, 30. September 2020. Mit der Arbeit am Drehbuch für Minari begann Chung im Februar 2018, nachdem er schon eine ganze Weile mit dem Gedanken an einen semi-autobiografischen Film gespielt hatte. Chung wuchs in ähnlicher Weise auf, wie die Figur des 7-jährigen David Yi, gleichzeitig konnte er sich während des Schreibprozesses aber auch mit der Figur des Vaters identifizieren, da er im selben Alter wie Jacob Yi war. Es sei auch eine Möglichkeit für ihn gewesen, über das Leben seines eigenen Vaters in dieser Zeit nachzudenken, so Chung. Minari gewann bis März 2021 über 80 Film- und Festivalpreise, darunter der Golden Globe Award für den besten fremdsprachigen FilmWinners & Nominees 2021. In: goldenglobes.com (abgerufen am 1. März 2021). und wurde für mehr als 200 weitere nominiert.Minari (2020) – Awards. In: imdb.com (abgerufen am 16. März 2021). Bei der Oscarverleihung 2021 folgten sechs Nominierungen, darunter für Chung selbst in den Kategorien Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch. Im Sommer 2021 wurde er Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.Clayton Davis: Academy Invites 395 New Members for 2021, Including Robert Pattinson, Andra Day, Steven Yeun. In: Variety, 1. Juli 2021. Seine folgender Spielfilm, Twisters, wurde im Sommer 2024 veröffentlicht, zuvor inszenierte er eine Folge der Serie The Mandalorian.
Chung lebt mit seiner Frau Valerie Chu in Boerum Hill, Brooklyn. Sie arbeitet als Kunsttherapeutin und war bereits an der Entstehung von Munyurangabo beteiligt. Ihre Freiwilligenarbeit in Ruanda mit überlebenden Jugendlichen des Völkermords hatte Chung veranlasst, diesen Film in Ruanda zu drehen. Valerie Chu war zudem bei seinem Film Abigail Harm für das Szenenbild verantwortlich. Die beiden haben eine Tochter mit dem Namen Livia.
Filmografie (Auswahl) 2007: Munyurangabo 2010: Lucky Life 2012: Abigail Harm 2015: I Have Seen My Last Born (Dokumentarfilm) 2020: Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (Minari) 2023: The Mandalorian (Fernsehserie, 1 Folge) 2024: Twisters 2024: Star Wars: Skeleton Crew (Fernsehserie, 1 Folge) 2026: The Mandalorian and Grogu (Gastrolle als Dok Shuri)
Auszeichnungen (Auswahl) British Academy Film Award 2021: Nominierung für die Beste Regie (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)Manori Ravindran: BAFTA Unveils Film Nominations in Historic Year After Diversity Review: 'Nomadland', 'Rocks' Lead Nominees. In: Variety, 9. März 2021.
Chicago Film Critics Association Award 2020: Nominierung als Vielversprechendster Filmemacher (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)Chloé Zhao’s Nomadland leads Chicago Film Critics Association 2020 Award Nominations. In: chicagofilmcritics.org. Abgerufen am 18. Dezember 2020.
Critics’ Choice Movie Award 2021: Nominierung für die Beste Regie (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen) 2021: Nominierung für das Beste Originaldrehbuch (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)
Festival des amerikanischen Films 2020: Nominierung für den Grand Special Prize (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen) 2020: Nominierung für den Publikumspreis (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)Constance Jamet: 'The Nest' avec Jude Law triomphe au Festival américain de Deauville. In: Le Figaro, 12. September 2020.
Independent Spirit Award 2021: Nominierung für die Beste Regie (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)Zack Sharf: 2021 Independent Spirit Award Nominations List. In: indiewire.com, 26. Januar 2021.
Internationale Filmfestspiele von Cannes 2007: Nominierung für den Un Certain Regard Award (Munyurangabo) 2007: Nominierung für die Caméra d’Or (Munyurangabo)
Oscar 2021: Nominierung für das Beste Originaldrehbuch (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen) 2021: Nominierung für die Beste Regie (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)
Sundance Film Festival 2020: Auszeichnung mit dem Großen Preis der Jury – Dramatic (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen) 2020: Auszeichnung mit dem Publikumspreis – Dramatic (Minari – Wo wir Wurzeln schlagen)
Tribeca Film Festival 2010: Nominierung für den Jury Award – Best Narrative Feature (Lucky Life)Lee Chung. In: tfiny.org. Abgerufen am 16. November 2020.
Weblinks
Lee Isaac Chung bei Rotten Tomatoes (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann