Der Bahnhof Wilferdingen-Singen an der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker ist die einzige Bahnstation der Gemeinde Remchingen in Baden-Württemberg. Benannt ist er nach deren beiden Ortsteilen Wilferdingen und Singen, zwischen denen er liegt. Tariflich liegt die Station in der Zone 41 des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE). Zusätzlich gilt der Übergangstarif des benachbarten Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV), in dem Wilferdingen-Singen die Grenze zwischen den Zonen 238 und 641 darstellt.
Geschichte links|mini|Bahnhofsgebäude 1950 Der Bahnhof wurde 1861 eröffnet. Eigentlich sollte die Bahnstrecke über Nöttingen führen, allerdings wehrten sich deren Bewohner gegen den Anschluss an die Eisenbahn. So erfolgte der Bau an heutiger Stelle. Die Station, die früher nur Wilferdingen hieß,Kursbuch des Jahres 1944 wird von der Deutschen Bahn heute als Wilferdingen-Singen bezeichnet. Der Karlsruher Verkehrsverbund nannte sie hingegen bis Juni 2019 kvv.de Remchingen. Zuvor versuchte die Gemeinde zu erwirken, dass die Deutsche Bahn den Bahnhof aus Gründen der Einheitlichkeit ebenfalls in Remchingen umbenennt, was diese aus Kostengründen ablehnte.
Der Bahnhof ist Stand 2024 nicht barrierefrei. Die Gemeinde steht im Streit mit der Deutschen Bahn bezüglich des Ausbaus.
Umbau 2029 Im Februar 2022 schrieb die Deutsche Bahn die Planung für den Umbau der Verkehrsstation für eine Bahnsteiglänge von 212 m und einer Bahnsteighöhe von 76 cm über Schienenoberkante aus. Im April 2025 begannen die Arbeiten zur Bahnsteigverlängerung. Ab dem Jahr 2029 soll der Bahnhof barrierefrei umgebaut werden.
Der Hausbahnsteig (Gleis 1) wird von 38 auf 76 cm Höhe angehoben. Es sollen 144 m Bahnsteigdächer gebaut werden. Der Mittelbahnsteig (Gleise 2/3) erhält als Kombibahnsteig Höhen von 55 und 76 cm, eine Breite von ca. 6 m und eine erweiterte Treppe (2,3 m). Ein 9 m Übergang verbindet die Abschnitte. Das Kioskgebäude wird abgerissen, das denkmalgeschützte Empfangsgebäude bleibt unberührt. Auf Gleis 1 und Gleis 2/3 werden Aufzüge installiert, am Ausgang an der Dajastraße in Singen soll eine Rampe errichtet werden. Auf Gleis 1 Richtung Pforzheim soll eine Lärmschutzwand und drei neue Wartehäuschen entstehen.
Gleis 2 wird zum 740-m-Überholgleis umgebaut. Gleis 3 wird an das Streckengleis angebunden. Alle Gleise (inkl. Abstellgleise 4–6) verschieben sich etwas nach Norden für größere Abstände. Die Oberleitungsanlage wird vollständig erneuert. Elf Weichen und das Stellwerk werden ebenfalls komplett erneuert. Die Maßnahmen sind Teil des bundesweiten „740-m-Netz“-Programms zur Förderung langer Güterzüge.
Der Umbau soll Anfang 2029 beginnen und bis Ende 2030 abgeschlossen sein.
Bedienung Linie Strecke Takt BetreiberRE 1Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart – (Aalen)stündlichArverio Baden-WürttembergMEX 17aStuttgart – Pforzheim – Wilferdingen-Singen – Karlsruhe Durlach – Karlsruhe6 Zugpaare (3 morgens und 3 abends)DB Regio Stuttgart Wörth am Rhein – Maxau – Knielingen – Lameyplatz – Entenfang – Yorckstraße – Marktplatz – Durlacher Tor – Tullastraße / VBK – Durlach – Grötzingen Oberausstraße – Pfinztal – Pforzheim (– S6 weiter nach Bad Wildbad)20/40-Minuten-TaktAVGStand: 15. Dezember 2024 Nur der stündlich pro Richtung verkehrende RE 1 von und bis Stuttgart Hauptbahnhof hält in Wilferdingen-Singen. Züge bis Aalen durchfahren den Bahnhof seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2022 ohne Halt.
Ausstattung und Lage Der Remchinger Bahnhof besitzt einen Hausbahnsteig am Gleis 1 und einen Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3. Drei weitere Gleise werden als Überhol- und Abstellgleise genutzt. Das Empfangsgebäude wird heute durch Gastronomie und einen Modellbauverein genutzt. Auf dem Bahnhofsvorplatz existieren ein Busbahnhof, mehrere hundert Parkplätze sowie ein Taxistand. Der Bahnhof verfügt außerdem über beidseitige Fahrradabstellanlagen, die über eine Unterführung miteinander verbunden sind, sowie Schließfächer.
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