Gerhard Sälter (* 1962) ist ein deutscher Historiker, Autor und seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Berliner Mauer, der sich mit den Opfern und Tätern der DDR-Grenztruppen und der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) beschäftigt.

Leben Sälter studierte von 1984 bis 1992 Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und promovierte im Jahr 2000. Von 1999 bis 2001 war Sälter freier wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Bautzen und des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Sachsen und ist seit 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte Berliner Mauer. Von 2009 bis 2012 leitete er eine Arbeitsgruppe zur Erforschung der Todesopfer in Berlin, die im Zeitraum 1948 bis 1961 im Zusammenhang des DDR-Grenzregimes zu Tode kamen. Als Ergebnis erschien 2016 die Veröffentlichung Die vergessenen Toten. Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Berlin von der Teilung bis zum Mauerbau (1948–1961).Rezension von: Die vergessenen Toten bei Sehepunkte, Ausgabe 17 (2017), Nr. 3, abgerufen am 25. Mai 2021. Von 2012 bis 2015 war er Mitarbeiter der „Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND) 1945 bis 1968“ an der Philipps-Universität Marburg. Am 1. Januar 2025 begann er die Arbeit als Projektleiter „Diensteinheiten des MfS“ im Bundesarchiv / Stasiunterlagenarchiv.Gerhard Sälter-Porträt beim Bundesarchiv.

Schriften (Auswahl)

mit Johanna Dietrich und Fabian Kuhn: Die vergessenen Toten. Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Berlin von der Teilung bis zum Mauerbau (1948–1961). Ch. Links, Berlin 2016, ISBN 978-3-86153-933-9.

Weblinks

Mit zahlreichen Erläuterungen Sälters zu seiner Forschungsarbeit.

Einzelnachweise

Kategorie:Zeithistoriker Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann