Unterkodach (oberfränkisch: UndernkoringE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „undəʳnkoʳing“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Unterkodach liegt in der Gemarkung Melkendorf.
Geografie Der Weiler liegt in der Talebene des Roten Mains. Im Ort gibt es zwei Bäume, die als Naturdenkmäler geschützt sind. Ein Anliegerweg führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km nordöstlich), die nach Melkendorf (0,6 km südwestlich) bzw. über einen Kreisverkehr nach Kulmbach zur Bundesstraße 85 verläuft (1,7 km nordöstlich).
Geschichte 1321 wurden zwei Höfe zu „Kadan“ erstmals urkundlich erwähnt. 1382 wurde der Ort „Niederkadach“ genannt. Kadan ist der Dativ Plural von kât (mhd. für Kot, Schmutz und im übertragenen Sinn Morast). Es wurde damit eine schlammige Gegend bezeichnet. Hinzugekommen ist das Kollektivsuffix –ach, das hier als Steigerung zu verstehen ist, d. h. außerordentlich schlammige Gegend.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 81.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterkodach aus 4 Anwesen. Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Halbhof, 1 Tropfgütlein, 1 Tropfhäuslein) und der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Gütlein).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 646.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Unterkodach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Melkendorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 765f. Am 1. Juli 1976 wurde Unterkodach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.
Baudenkmäler Haus Nr. 3: Wohnhaus Quelleinfassung
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 23 20 15 19 17 22 26 19 13 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 3 3 3 3 3 Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 726.
Religion Unterkodach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Aegidius (Melkendorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1321