Das Hong Kong Museum of Coastal Defence (, Jyutping: Hoeng1 gong2 hoi2 fong4 bok3 mat6 gun2, Yale: Hēung góng hói fòhng bok maht gún) ist ein Kriegsmuseum in Hongkong. Es befindet sich in einem ehemaligen Küsten-Fort oberhalb des Lei-Yue-Mun-Kanals, bei Shau Kei Wan auf Hong Kong Island. Das Fort wurde von den Briten 1887 errichtet, um den östlichen Zugang zu Victoria Harbour verteidigen zu können.

Das Museum hat eine Fläche von 34.200 m². Eine Ausstellung mit dem Titel „600 years of Coastal Defence“ („600 Jahre Küstenverteidigung“) wird im Museum dauerhaft gezeigt. Darin wird die Geschichte der Verteidigungsanlagen entlang der Küste von Hong Kong seit der Zeit der Ming-Dynastie, über Ersten und Zweiten Opiumkrieg bis zur Schlacht um Hongkong bis heute gezeigt.

Am 3. September 2024 wurde das Museum in „Hong Kong Museum of the War of Resistance and Coastal Defense“ umbenannt. Das Datum markierte den Jahrestag der japanischen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg, wie er in China gefeiert wird. Das umbenannte Museum umfasst eine Galerie mit regelmäßigen Ausstellungen zum Widerstandskrieg, die in Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen auf dem chinesischen Festland gezeigt werden.

Geschichte mini|Denkmal für mehrere britische Soldaten Am 8. Dezember 1941 starteten die Japaner ihren Angriff auf Hong Kong Island. Nach dem Fall der New Territories und Kowloons verstärkten die britischen Streitkräfte umgehend die Verteidigungsanlagen bei Lei Yue Mun, um die Japaner daran zu hindern, den Lei Yue Mun-Kanal vom Devil’s Peak aus zu überqueren. Den Verteidigungstruppen gelang es, mehrere Angriffe der Japaner abzuwehren, sie wurden jedoch schließlich überwältigt, und das Fort fiel am 19. Dezember in die Hände des Feindes. In der Nachkriegszeit hatte das Fort keine defensive Bedeutung mehr und diente bis 1987 als Übungsgelände für die britischen Streitkräfte, bevor es endgültig geräumt wurde.

Museumsgründung 1993 beschloss das Urban Council (市政局, Shì zhèngjú), das Fort in ein Museum umzuwandeln. Es wurde am 25. Juli 2000 eröffnet. Im September 2018 wurde das Museum nach dem Supertaifun Mangkhut für vier Jahre wegen Reparatur- und Renovierungsarbeiten geschlossen. Es wurde am 24. November 2022 wiedereröffnet.

Ausstellung Das Museum besteht aus drei Hauptbereichen: dem Empfangsbereich, der Redoute und dem historischen Pfad. Die hundertjährige Festung Lei Yue Mun wurde dazu umgestaltet. Die historische Struktur verfügt über einen weitläufigen Außenbereich mit einzigartiger architektonischer Gestaltung, starken Befestigungsanlagen und traditionellen Baumelementen.

Die Kasematten im Inneren des Redoutengebäudes wurden in Ausstellungsgalerien für Dauerausstellungen zur Geschichte der Küstenverteidigung Hongkongs umgewandelt, welche die Ming- und Qing-Zeit, die britische Zeit, die japanische Invasion und die Zeit nach der Übertragung der Souveränität an China umfasst.

Verteidigungsanlagen mini|Innenraum des Museums Redoute (Redoubt): Sie wurde 1887 erbaut und war einst das militärische Kerngebäude der Festung Lei Yue Mun. Zentralbatterie: Diese Batterie wurde im März 1887 fertiggestellt. Bei dem ausgestellten Geschützrohr handelt es sich um ein 7 in (17,8 cm) großes Rifled muzzle loader (RML) Mark 1-Geschütz mit 4,5 t Gewicht aus den 1870er Jahren. Westliche Batterie: Zwei 9 in (23 cm) Vorderladergeschütze, die im März 1887 in dieser Batterie montiert wurden. Allein das hier ausgestellte Rohr, das 1990 im Admiralty Garden gefunden wurde, wog 12 Tonnen. Die Torpedostation: Die Brennan-Torpedostation in Lei Yue Mun wurde zwischen 1892 und 1894 erbaut. Sie wurde aus dem Fels der Landzunge gehauen. Sie war die letzte, die in Großbritannien oder seinen überseeischen Besitzungen errichtet wurde. Lei Yue Mun Pass-Batterie: Diese Batterie wurde zum Schutz des Hafens vor Zerstörern mit kleinen Hochgeschwindigkeitstorpedos gebaut und im März 1892 fertiggestellt.

Zugang Das Museum ist von der Shau Kei Wan Station der MTR nach kurzem Fußweg nach Nordosten zu erreichen.

Einzelnachweise

Weblinks

hk.coastaldefence.museum/

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