Gößmannsreuth (oberfränkisch: Gessmäasch-raidE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gessmäʳschraid“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Gößmannsreuth liegt in der Gemarkung Leuchau.

Geografie Das Dorf liegt im linken Ufer des Roten Mains und ist von Acker- und Grünland umgeben. Die Kreisstraße KU 16 führt nach Donnersreuth (1 km nordöstlich) bzw. nach Dreschen (0,8 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Rothenhügl zur Bundesstraße 85 (1,5 km östlich) und nach Oberzettlitz (1,5 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort wurde 1398 als „Gosmansrewt“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort ist Goʒmar, der Personenname des Siedlungsgründers. Das Grundwort Reuth zeigt an, dass das Land durch Rodung gewonnen wurde.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 47.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gößmannsreuth aus 6 Anwesen. Das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach übte das Hochgericht aus und hatte zugleich die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Hof mit Zapfenschankgerechtigkeit, 1 Tropfgütlein, 1 Tropfhaus), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (1 Hof) und das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Hof, 1 Söldengut).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 596.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 761f. Mit dem Gemeindeedikt wurde 1811 der Steuerdistrikt Gößmannsreuth gebildet, zu dem Berghaus, Buch am Sand, Donnersreuth, Dreschen, Forstlahm, Gelbe Weiden, Herlas, Leuchau, Oberlettenrangen, Rohr, Rothenhügl, Steinhaus, Tiefenbach, Unterlettenrangen, Wehelitz und Wickenreuth gehörten. 1812 wurde der Steuerdistrikt neu strukturiert. Zu diesem gehörten nun Berghaus, Buch am Sand, Donnersreuth, Dreschen, Frischenmühle, Leuchau, Oberlettenrangen, Oberzettlitz, Rohr, Rothenhügl, Steinhaus, Unterlettenrangen, Unterzettlitz und Wehelitz. Gleichzeitig entstand die Ruralgemeinde Gößmannsreuth, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde die Ruralgemeinde nach Leuchau umbenannt.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 781. Am 1. Juli 1976 wurde Gößmannsreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kulmbach eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 5: Bauernhaus

Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 33 38 39 37 45 45 42 63 37 31 32HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 6 7 7 7 7 10 10Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 725.

Religion Gößmannsreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes der Täufer (Hutschdorf) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1398