Oberndorf (, oberfränkisch: Owean-doafE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ōwɘʳndoʳf“.) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Kulmbach im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Oberndorf liegt in der Gemarkung Blaich.

Geografie Die Einöde liegt am Gemeindehügel. Im Osten fällt das Gelände ins Tal des Kesselbachs ab. Im Westen befindet sich der Flugplatz Kulmbach. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Ramscheid vorbei nach Baumgarten (1,3 km nördlich) bzw. nach Oberpurbach (1 km südlich).

Geschichte Oberndorf wurde 1398 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bezieht sich auf dessen Lage auf einem Höhenrücken.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 119.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberndorf aus 2 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Hof) und die Kaplanei Weidenberg (1 Hof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 626.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Oberndorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Kauerndorf und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen. 1818 erfolgte die Überweisung an die neu gebildete Ruralgemeinde Blaich. Am 1. Januar 1902 wurde Oberndorf nach Kulmbach eingegliedert.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 745.

Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 1: Zweigeschossiger Hausteinbau, mit zweimal drei Obergeschossfenstern, Gurtgesims, Ecklisenen; östlich erdgeschossiger Stallbau; Türschlussstein bezeichnet „1823“ (=Baujahr). – Südlich gegenüber eingeschossiger Wohn- und Stallbau aus Holz; vermutlich noch 17./18. Jahrhundert. Mit geschnitzter Fensterrahmung und -brüstung; stark baufällig.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach, S. 43f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 2: Im Hof zweigeschossiger Kastenbau, mit zwei zu vier Obergeschossfenstern. Riegelfachwerk an Obergeschoss und Giebel, mit neuer Ziegelfüllung. Türschlussstein bezeichnet „1796“ (=Bauzeit).

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 17 24 24 31 20 13 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 3 3 2Quelle

Religion Oberndorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Untersteinach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Kulmbach) Kategorie:Ersterwähnung 1398