The Kendalls waren in den 1970er und 1980er Jahren eines der erfolgreichsten Duos der US-amerikanischen Country-Musik. Es bestand aus Vater Royce Kendall (* 25. September 1927 als Royce Kuykendall in St. Louis, Missouri; † 22. Mai 1998 in Marquette, Iowa) und Tochter Jeannie Kendall (* 30. Oktober 1954 als Jeannie Kuykendall in St. Louis, Missouri). Obwohl ihre Werke radiofreundlich waren, gelang es ihnen, in einer Zeit, als viele Country-Künstler Pop- und Softrock-Elemente in ihre Musik mischten, ihren Wurzeln treu zu bleiben. Stattdessen arbeiteten sie Elemente von Bluegrass, Honky Tonk und Country-Gospel in ihre Musik ein.

Karriere Royce Kendall trat ab 1969 mit seiner Tochter Jeannie, die noch ein Teenager war, auf. Bereits 1970 veröffentlichte das Vater-Tochter-Duo seine ersten Platten und hatte über die Jahre erste kleinere Hits. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gewannen sie für ihren erfolgreichsten und bekanntesten Song Heaven’s Just a Sin Away im Februar 1978 den Grammy für die beste Country-Gesangsdarbietung eines Duos oder einer Gruppe. Das gleichnamige Album, das innerhalb eines Tages eingespielt wurde, erhielt 1982 eine Gold-Auszeichnung für 500.000 verkaufte Einheiten. Heaven’s Just a Sin Away war der erste wirklich große Hit der Kendalls in den Country-Charts, der vier Wochen die Spitzenposition halten konnte. Sie erhielten hierfür auch den CMA Award für die Single des Jahres. Nach 1978 waren The Kendalls fest im Country-Geschäft etabliert und platzierten zwischen 1970 und 1989 insgesamt 37 Hits in den Country-Charts des Billboard-Magazins. Sweet Desire (1978) und Thank God for the Radio (1984) waren weitere Spitzenreiter. Sweet Desire war der einzige ihrer vielen Hits, den Jeannie Kendall selbst geschrieben hatte.

Die Kendalls setzten ihre Tourneen und Auftritte auch nach ihrem kommerziellen Zenit fort und veröffentlichten mehrere CDs, bis Royce Kendall am 22. Mai 1998 während einer Tournee an einem Schlaganfall starb. Er hinterließ seine Frau Melba. Seine Tochter Jeannie setzte ihre Karriere solo fort und veröffentlichte 2003 ein selbstbetiteltes Album für Rounder. Zahlreiche Gäste wie Alan Jackson, Ricky Skaggs, Alison Krauss oder Rhonda Vincent waren hier zu hören. Die drei letztgenannten Künstler sorgten für eine deutlichere Bluegrass-Betonung in Kendalls’ Musik. Ein Jahr später folgte mit All the Girls I Am ein deutlich konventionelleres Country-Pop-Album. Beiden Alben war kein größerer Erfolg vergönnt und so wurde es in den folgenden Jahren wieder ruhig um Kendall.

Seit 2013 arbeitet sie mit Carl Acuff Jr. zusammen, mit dem sie in einer Show ihre alten Kendalls-Songs neu präsentiert.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1971: Meet the Kendalls (Stop) 1972: Two Divided by Love (Dot) 1973: Leavin’ on a Jet Plane (Power Pak) 1978: Old Fashioned Love (Ovation) 1987: Break the Routine (Step One) 1989: 20 Favorites (Quality Special Products) 1995: Make a Dance (Lonesome Dove)

Singles

Weitere Singles 1970: Please Tell Me Why 1971: Love Love Love 1973: You and Me 1973: I Wanna Live Here in Your Love 1975: Love Do or Die 1975: Diesel Gypsy 1976: Imaginary Harmony 1995: Make a Dance

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

1980: für das Album Old Fashioned Love

Platin-Schallplatte

1979: für das Album Heaven’s Just a Sin Away

Weblinks Offizielle Website von Jeannie Kendall

Einzelnachweise

Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Countryband Kategorie:Duo (Musik) Kategorie:Grammy-Preisträger