Der Kita-dake () ist ein Berg im Akaishi-Gebirge im Westen der Präfektur Yamanashi innerhalb des Minami-Alpen-Nationalparks. Die höchste Erhebung des Berges ist mit nach dem Fuji () der zweithöchste Gipfel Japans und der höchste unter den nicht-Vulkanen. Der dritthöchste Berg ist mit einer nur 3 Meter niedrigeren Höhe von der Hotaka-dake.

Der Kita-dake wird in dem bekannten Buch 100 berühmte japanische Berge () aufgelistet.

Geschichte Im Jahr 1871 bestieg Naoe Natori den Kita-dake von Hirokawara. Am 23. August 1902 bestieg der britische Missionar Walter Weston den Gipfel, und erneut 1904. Im Jahr 1905 stiegen Kuro Date und andere von Shirane Oike auf die Kammlinie. Karasumizu Kojima, der erste Vorsitzende des Japanischen Alpenvereins JAC, stieg im Juli 1908 auf den Gipfel und bestätigte das Vorhandensein eines Steinschreins mit dem eingravierten Jahr Kansei 7 (1795). 1962 wurde die Norogawa Forststraße (später Teil der Minami-Alpen-Super-Forststraße) eröffnet, um den Zugang zum Hirokawara am Fuße des Berges zu verbessern. Am 1. Juni 1964 wurde der Minami-Alpen-Nationalpark eingerichtet, welcher das Gebiet um den Kita-dake und große Teile des Akaishi-Gebirges einschließt. Kaiser Naruhito, ein Hobbykletterer, bestieg den Kita-dake am 11. August 1987.

Charakteristika Der Kita-dake besteht aus Sedimentgesteinen des Paläozän. Am Osthang des Gebirgskörpers befindet sich eine berühmte Felswand namens Kitadake Buttress. Buttress ist ein Anglizismus aus der Architektur und bedeutet übersetzt Strebewerk. Mit einer Höhe von etwa 600 Metern ist Kitadake Buttress die höchste Felswand Japans. Sie wurde seit der Shōwa-Zeit für Kletterwettbewerbe verwendet. Der Kita-dake ist das Quellgebiet des Noro-Flusses, einem Nebenfluss des Haya.

Flora und Fauna Aufgrund der starken Regenfälle im Sommer sind die Akaishi-Berge, einschließlich des Kita-dake, bis zur oberen Wald- und Baumgrenze mit Nadelwäldern aus Bäumen wie Nordjapanischen Hemlocktannen (Kometsuga) und Veitchs Tannen (Shirabiso) bedeckt. Am Ende der Waldgrenze wachsen Ermans Birken und Japanische Lärchen und darüber Zwerg-Kiefern und Preiselbeeren. Zahlreiche alpine Pflanzen wachsen insbesondere auf dem südöstlichen Hang des Kita-dake. Die Blumenart Callianthemum hondoense (キタダケソウ, kitadakesō), die 1934 entdeckt wurde, ist endemisch. Darüber hinaus wachsen weitere endemische alpine Pflanzenarten wie Kitadaketorikabuto (Kita-dake-Eisenhut), Kitadakekinpouge, Kitadakenazuna (Kita-dake-Hirtentäschel) und Kitadakeyomogi. Insgesamt finden sich zehn Arten mit dem japanischen Namen Kitadake. Viele dieser und weiterer Arten sind auf der Roten Liste gefährdeter Arten der Präfektur Yamanashi oder des japanischen Umweltministeriums aufgeführt. So werden beispielsweise Kitadakesou und stärker noch Takanemantema als gefährdet eingestuft.

Gefährdete Arten mit dem japanischen Namen Kitadake: Gefährdete Arten IA (CR) Umweltministerium: Kitadake Ichigo Tsunagi, Kitadake Kinpouge, Kitadake Denda, Kitadake Torikabuto Yamanashi Präfektur: Kitadake Ichigo Tsunagi, Kitadake Kinpouge, Kitadake Denda, Kitadake Toranoo, Kitadake Torikabuto, Kitadake Yomogi Gefährdete Arten IB (EN) Umweltministerium: Kitadake Kanitsuri, Kitadakenazuna, Kitadakeyomogi Yamanashi Präfektur: Kitadake Kanitsuri, Kitadakesou, Kitadakenazuna Gefährdete Arten II Umweltministerium: Kitadakesou, Kitadaketranoo Halbgefährdete Arten (NT) Umweltministerium: Kitadakeodorikosou

Der Hochkieferngürtel auf dem Kamm wird von Alpenschneehühnern, Tannenhähern und Alpenbraunellen bewohnt, welche in der Präfektur Yamanashi als gefährdet eingestuft werden. Der Bereich von etwa 1000 bis 2600 m Hanghöhe ist Lebensraum für den Japanischen Serau (Nihon-kamoshika, 日本羚羊), eine in Japan endemische ziegenartige Säugetierart. Zudem leben Hondookojo, eine Hermelin-Art, in den Felslücken. Zusätzlich zu den Serau sind auch Japanmakaken in die alpine Zone vorgedrungen und haben Fraßschäden verursacht. Die Makaken essen die alpinen Pflanzen, während sie die heißen Sommermonate in der Nähe der Kammlinie verbringen, bevor sie mit sinkenden Temperaturen Ende August von der Kammlinie absteigen. Auch Sikahirsche verursachen erhöhte Fraßschäden auf den Bergwiesen.

Bergsteigen Es gibt zwei Berghütten mit einer Kapazität von jeweils 150 Personen direkt unterhalb des Gipfels, die Kitadakekata-Berghütte (北岳肩の小屋, Kitadakekata no koya) und die Kitadake-Berghütte (北岳山荘, Kitdakesansou). Die Kitadakekata-Berghütte befindet sich auf einer Höhe von 3000 Metern auf der Kammlinie nördlich des Gipfels und überblickt Ogabazawa im Osten und den Noro-Fluss im Westen.

BildNameLageHöhe(m)Richtung und Entfernungvon Kitadake (km)KapazitätCampingReferenz70pxKitadakekata-Berghütte (北岳肩ノ小屋)unterhalb des Gipfels des Nordhangs3010 0,5 Norden 15050 Zeltplätze70pxKitadake-Berghütte (北岳山荘)Kitadake, Nakashiraneyama-Sattel2900 1,2 Südsüdwesten 15080 Zeltplätze70pxShiraneoike-Berghütte (白根御池小屋)Shiraneoike (白根御池)2238 1,8 Nordosten 12040 Zeltplätze70pxNoutori-Berghütte (農鳥小屋)Ainodake, Nishinoutoridake-Sattel2800 4,9 Süden 12050 Zeltplätze70pxHorogawarasansou (広河原山荘)Sou-Fluss (早川) / Noro-Fluss stromaufwärts1530 3,7 Nordosten 80100 ZeltplätzeRyoumata-Berghütte (両俣小屋)Norogawa-Samatazawa-Zusammenfluss2020 3,2 Westen 3040 ZeltplätzeIkayamaoike-Berghütte (池山御池小屋)Ikayama-Tsurionenooike-Grat (池山吊尾根の御池畔)2900 4,1 Osten 30Hinan-Berghütte (避難小屋)

Galerie

Siehe auch Liste der Berge oder Erhebungen in Japan 100 berühmte japanische Berge Akaishi-Gebirge Minami-Alpen-Nationalpark

Weblinks

Topografische Karte (1:25,000) Übersichtskarte zu Wanderrouten um Kita-dake (japanisch) Übersicht zu alpinen Pflanzenarten am Kita-dake (japanisch)

Einzelnachweise

"日本の山1000", 山と溪谷社 Yamatokeikoku (10/1992), S. 450–451, ISBN 4-635-09025-6 Walter Weston "日本アルプス再訪" 水野勉訳、平凡社 Heibonsha (09/1996), S. 453–454, ISBN 4-58-276161-5 中西俊明"北岳を歩く"山と溪谷社〈山小屋の主人がガイドする〉, (07/1993), ISBN 4-635-17066-7 "歩いてみたい日本の名山", 西東 Saitou (2004), S. 202, ISBN 4-791-61227-2 "コンサイス日本山名辞典", 三省堂 Sanseidou (12/1992), S. 154, ISBN 4-385-15403-1 "南アルプス国立公園管理計画書 (PDF)" (japanisch). 環境省自然環境局南関東地区自然保護事務所 (12/2001). 2010年11月2日閲覧 日本山岳会 "新日本山岳誌" ナカニシヤ出版 (2005), S. 1018–1020, ISBN 4-779-50000-1 "絶滅寸前の現状理解を 高山植物タカネマンテマ 園芸高・笛吹高研究部生徒が分析、訴え" (japanisch). 山梨日日新聞. (2010年12月18日) 2010年12月20日閲覧 南アルプス総合学術検討委員会(2010), S. 35–37 山梨県 Red Data Book(平成17年6月公開)(japanisch). 山梨県. 2011年3月1日閲覧。

"日本の高山植物(山溪カラー名鑑)"山と溪谷社, (09/1988), S. 715, ISBN 4-635-09019-1

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