Ernst Albert Schaah (gelegentlich falsche Schreibweise Schaach; * 12. Oktober 1900 als Albert Bernhard Hermann Ernst Schaaf in Halle an der Saale, Provinz Sachsen, Preußen;Stadtarchiv Halle, Geburtsregister Standesamt Halle-Nord, Nr. 1027/1900 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig) † 23. Juli 1975 in BerlinLandesarchiv Berlin, Sterberegister Standesamt Tiergarten von Berlin, Nr. 1301/1975) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Der Sohn des Kaufmanns Albert Schaaf und seiner Frau Eva Maria, geb. Koch, begann seine Bühnentätigkeit unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, blieb aber viele Jahre lang ohne festes Engagement. Erst ab Ende der 1930er Jahre, als Schaah in Berlin bereits zu filmen begonnen hatte, wurde er in der Reichshauptstadt auch mit Theaterverpflichtungen bedacht, und man sah ihn bis 1945 unter anderem am Theater im Admiralspalast, am Theater am Schiffbauerdamm und im Komödienhaus. Nach dem Krieg blieb der auch weiterhin in Berlin ansässige Künstler erneut weitgehend ohne festes Engagement, konnte aber trotz seiner Regimenähe bis 1945 recht früh wieder Theaterrollen ergattern (etwa 1946 als Le Goelec in der Pagnol-Adaption Zum Goldenen Anker unter der Regie von Boleslaw Barlog am Berliner Schlosspark-Theater)Hildegard Knefs Bühnenrollen. Der West-Berliner Barlog Bühne blieb Schaah auch weiterhin verbunden (Der Bürger von Calais, Spielzeit 1954/55Programmheft 34). 1966 nahm Schaah auch am Berliner Karl-May-Festival teil.

Seine Rollen vor der Kamera beschränkten sich weitgehend auf Chargen aller Arten: Schaah verkörperte einen Ober in dem Lustspiel Ein Mädel vom Ballett, einen Hoteldirektor in dem Krimi Der Hund von Baskerville, einen Lehrer in Rheinische Brautfahrt und einen Polizeikommissar in Peter Voss, der Millionendieb sowie eine beträchtliche Anzahl von Dienern, etwa in Der Fall Deruga, Die barmherzige Lüge, Herz geht vor Anker und in Tanz auf dem Vulkan. Außerdem trat der regimetreue Darsteller in dem einen oder anderen propagandistischen Streifen auf, mal mit antisemitischen (Nur nicht weich werden, Susanne!) und mal mit antikommunistischen (GPU) Untertönen. Dies hinderte ihn nicht daran, nach 1945 auch für die kommunistisch gelenkte DEFA zu arbeiten (Synchrontätigkeit bei der deutschsprachigen Version des sowjetischen Films Mitschurin – Die Welt soll blühen). Schaah starb 1975 in Berlin.

Filmografie

Weblinks

Ernst Albert Schaah in den Akten der Reichsfilmkammer

Einzelnachweise

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