Der Schwarzscheitel-Blattspäher (Philydor atricapillus, Syn.: Anabates atricapillus) zählt innerhalb der Familie der Töpfervögel (Furnariidae) zur Gattung Philydor.
Die Art kommt in Nordostargentinien, Ostbrasilien und Ostparaguay vor.
Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen immergrünen Tief- und Sekundärwald bis 1050 m Höhe.J. V. Remsen, Jr.: Black-capped Foliage-gleaner (Philydor atricapillus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Black-capped Foliage-gleaner
mini|Verbreitungsgebiet des Schwarzscheitel-Blattspähers Merkmale Die Art ist 16 bis 17 cm groß und wiegt zwischen 17 und 27 g und ist einer der auffälligsten Blattspäher mit tiegerartig gestreiftem Kopfmuster, kräftiger rotbrauner Färbung und charakteristischem blassgelbem, nach hinten in orange bis rötlich übergehendem Überaugenstreif, breitem blass gelbbraunem Augenring, schwärzlich braunem Hinteraugenstreif mit gelbbrauner Begrenzung und weiterem schwärzlich braunem, bis an die Schnabelbasis reichendem Band. Der Bartstreif ist dunkel rotbraun und wird von einem schwärzlich braunen, vom Scheitel kommenden Streifen unterbrochen. Der Scheitel ist gleichfalls schwärzlich braun mit angedeuteter Pünktelung der Stirn mit mittigen Streifen. Die Oberseite ist rotbraun, der Rumpf etwas blasser, die Oberschwanzdecken sind hell orange bis rotbraun, die Flügel kräftig braun, die Handschwingen etwas dunkler, die Steuerfedern tragen dunkle Spitzen. Der hell rotbraune Schwanz ist leicht abgerundet mit steiferen Federkielen, Kinn, Kehle und Bartregion sind hell orange, zur Kehle hin dunkler werdend. Die Unterseite ist gleichförmig dunkel orange bis rotbraun, die Flanken noch etwas dunkler. Die Iris ist braun, der Schnabel auf der Oberseite schwarz, auf der Unterseite grau bis grünlich grau. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Beim Jungtier haben die Federn der Unterseite dunkelbraune Ränder.
Die Art ist monotypisch.
Stimme Der Gesang wird als melodisches, schnelles, rasch abfallendes Pfeifen und als Folge von „pit-wit“ Lauten beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht aus verschiedenen Gliederfüßern, die meist jedoch in gemischten Jagdgemeinschaften mit Myrmotherula, anderen Blattspähern wie dem Weißaugen-Baumspäher (Automolus leucophthalmus) und Kardinäle wie dem Karmesinkardinal (Habia rubica) gejagt werden.
Die Brutzeit ist nicht bekannt.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Schwarzscheitel-Blattspähers erfolgte 1821 durch Maximilian zu Wied-Neuwied unter dem wissenschaftlichen Namen Anabates atricapillus. Als Verbreitungsgebiet nannte er den Rio Catolé im Bundesstaat Bahia.Maximilian zu Wied-Neuwied (1821), S. 147 1824 führte Johann Baptist von Spix die für die Wissenschaft neue Gattung Philydor u. a. für den Schwarzscheitel-Blattspäher ein.Johann Baptist von Spix (1824), S. 73–74 Dieser Begriff ist ein Wortgebilde aus und .Philydor in The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname atricapillus hat seinen Ursprung in und .atricapillus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling In der Literatur betrachtete er SapucaiCharles Chubb (1910), S. 530 durch Charles Chubb und im Departamento Alto Paraná durch Arnaldo de Winkelried BertoniArnaldo de Winkelried Bertoni (1907), S. 6. als Nachweise für das Land.Alfred Laubmann (1939), S. 47. Philydor atricapillus pallidior , 1919Charles Chubb (1919), S. 61 wird heute als Synonym zur Nominatform betracht. Pallidior leitet sich von ab.pallidior The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Philydor atricapillus IUCN Redlist Abgerufen am .
Literatur
Weblinks
Wikiaves Macaulay Library
Einzelnachweise
Kategorie:Töpfervögel