Frosch ist der Name einer Orgelbauerfamilie in München.Hermann Fischer, Theodor Wohnhaas: Lexikon süddeutscher Orgelbauer. Noetzel, Wilhelmshaven 1994, S. 102 ff.
Stammliste Zur Familie gehörten Franz Joseph Frosch (* 1747 in Mutterstadt – 1829 München), der die Orgelbauerdynastie in München begründete. Seine Aufträge gingen bereits weit über die Münchener Grenzen hinaus. sein Sohn Joseph (1785–1868), der in der Münchener Vorstadt Au (Lilienstraße) den Betrieb führte. Joseph Frosch firmierte auch als Franz Frosch & Sohn. dessen Söhne Joseph Philipp Jun. (ca. 1810–1871). Joseph Frosch war mit Creszentia Allram verheiratet, einer Tochter des Bierbrauers Mathias Allram aus Isen. Sie starb am 4. Mai 1857 im Alter von 42 Jahren. und Ludwig (1835–1896) und Franz Xaver (1838–1909), Ludwig und Franz Xaver nannten sich um 1875 Gebrüder Frosch und trennten sich nach kurzer Zeit wieder. Anschließend führte Franz Xaver seine Werkstätte in der Kanalstraße in Lehel und Ludwig seine in der Karlsstraße fort. Franz Josephs Neffe Karl Frosch (* 19. April 1794 in Mutterstadt; † 28. Oktober 1845 in München) war ebenso Orgelbauer. Nach seinem Tode übernahm Franz Zimmermann (* 15. Mai 1821 in Wertingen; † 6. April 1861 in München) dessen Konzession und Werkstätte in der Bayerstraße 17.
Werke Die Tabellen führen nur einige nachgewiesene Neubauten und Renovierungen auf. Franz Joseph Frosch Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen1801Münchenvorm. HofkircheII/P281815St. GallenStiftskirchezentriert|160x160pxIII/P60nur Gehäuse erhalten1818MünchenBürgersaal1820MünchenFrauenkircheII/P30
Joseph Philipp Frosch Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen1854BurghausenSt. JakobII/P20Am Mittwoch, den 10. September 1856, spielte Anton Bruckner auf der fast neuen Orgel der Jakobskirche.Digitalisat Bruckner war als Leiter der Liedertafel Frohsinn per Schiff von Salzburg nach Linz unterwegs, das zu Mittag in Burghausen gelandet war.Digitalisat1863MünchenGlaspalast1865MünchenOdeonzentriert|160x160pxII/P18Das Gehäuse entwarf der Baubeamte Beyschlag. Die Orgel wurde 1886 verändert und in die Pfarrkirche St. Martin zu Halsbach (Lkr. Altötting) übertragen. In das leere Gehäuse baute Franz Borgias Maerz ein neues Instrument ein.
Gebrüder Frosch Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen1866GroßdinghartingSt. Laurentiuszentriert|160x160pxI/P9original erhalten.1871PartenkirchenMaria HimmelfahrtII/P181927 ausgebaut→ Orgel1872UnterhachingSt. Korbinianzentriert|160x160pxI/P101973 Neubau durch die Firma Sandtner unter Verwendung des Gehäuses und des Pfeifenwerks von Ludwig Frosch, heute hat die Orgel 12 Register → Orgel1874UnsernherrnSt. SalvatorI/P10nicht erhalten; Nachfolgeinstrument 1912 Joseph Franz Bittner → Orgel
Karl Frosch Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen1831MünchenHeiliggeistkirche (Spitalkirche)I/P101886 durch einen Neubau ersetzt1833MünchenTheatinerkirchezentriert|160x160pxII/P16weitgreifender Umbau und Erweiterung, Nachfolgeorgel von Franz Borgias Maerz1837MünchenAllerheiligen-HofkircheII/P281840SpeyerDomIII/P30
Literatur Michael Bernhard, Orgeldatenbank Bayern. Version 5, 2009.
Weblinks Orgeldatenbank Bayern online
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Einzelnachweise
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