Melvin Twellaar (* 23. Dezember 1996 in Den Horn, Zuidhorn) ist ein niederländischer Ruderer.
Karriere Twellar gewann die Silbermedaille im Achter bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2014 in Hamburg. Bei den U23-Weltmeisterschaften 2017 belegte er zusammen mit Luuk Adema den vierten Platz im Doppelzweier. Ein Jahr später starteten die beiden beim dritten Ruder-Weltcup der Saison in Luzern als zweites niederländisches Boot. Sie belegten den zweiten Platz im B-Finale und schlossen so den Wettbewerb auf dem achten Platz ab. Im Juli gewannen die beiden die Silbermedaille in dieser Bootsklasse bei den U23-Weltmeisterschaften 2018.
2019 startete er beim Weltcup im heimischen Rotterdam zusammen mit dem Einerfahrer Stef Broenink im Doppelzweier. Die beiden konnten sich für das A-Finale qualifizieren, in dem sie am Ende den vierten Platz belegten. Im folgenden Jahr 2020 gewannen die beiden den Titel im Doppelzweier bei den Europameisterschaften in Posen. Auch ins Olympiajahr 2021 startete er gemeinsam mit Stef Broenink im Doppelzweier. Bei der Europameisterschaft mussten die beiden sich dieses Mal den Franzosen geschlagen geben, konnten sich aber im Fotofinish gegen Großbritannien durchsetzen und die Silbermedaille gewinnen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio gewannen erneut die Franzosen vor den Niederländern, im Ziel betrug der Rückstand 0,2 Sekunden.
2022 stieg Twellaar in den Einer um. Bei der ersten Weltcup-Regatta belegte er den zweiten Platz hinter dem Deutschen Oliver Zeidler, die zweite Weltcup-Regatta gewann er. Bei den Europameisterschaften in München siegte Twellaar vor dem Olympiasieger Stefanos Douskos aus Griechenland. Einen Monat später bei den Weltmeisterschaften in Račice u Štětí gewann Zeidler vor Twellaar. 2023 traten Broenink und Twellaaar wieder im Doppelzweier an. Sie wurden Dritte bei den Europameisterschaften in Bled und gewannen bei den Weltmeisterschaften in Belgrad. 2024 siegten Broenink und Twellaar in beiden Weltcup-Regatten, in denen sie antraten. Bei den Olympischen Spielen in Paris siegten die Niederländer im Vorlauf und im Halbfinale. Im Doppelzweier-Finale siegte der rumänische Doppelzweier mit fast anderthalb Sekunden Vorsprung vor Melvin Twellaar und Stef Broenink.Doppelzweier 2024 bei olympics.com
2025 startete Twellaar bei den Weltmeisterschaften in Shanghai im Vierer ohne Steuermann, der in der Besetzung Lennart van Lierop, Melvin Twellaar, Guillaume Krommenhoek und Gert-Jan van Doorn die Bronzemedaille hinter den Briten und den Rumänen erkämpfte. Twellaar trat dann zusammen mit Roos de Jong im erstmals bei Weltmeisterschaften ausgetragenen Mixed-Doppelzweier an und erhielt die Silbermedaille hinter der irischen Crew Fintan McCarthy und Margaret Cremen. Im Jahr darauf bei den Weltmeisterschaften in Amstelveen erruderten Simon van Dorp und Melvin Twellaar Gold im Doppelzweier mit drei Sekunden Vorsprung vor den Serben.
Internationale Erfolge 2014: Silbermedaille Junioren-Weltmeisterschaften im Achter 2017: 4. Platz U23-Weltmeisterschaften im Doppelzweier 2018: Silbermedaille U23-Weltmeisterschaften im Doppelzweier 2020: Goldmedaille Europameisterschaften im Doppelzweier 2021: Silbermedaille Europameisterschaften im Doppelzweier 2021: Silbermedaille Olympische Spiele 2020 im Doppelzweier 2022: Goldmedaille Europameisterschaften im Einer 2022: Silbermedaille Weltmeisterschaften im Einer 2023: Bronzemedaille Europameisterschaften im Doppelzweier 2023: Goldmedaille Weltmeisterschaften im Doppelzweier 2024: Silbermedaille Olympische Spiele im Doppelzweier 2025: Bronzemedaille Weltmeisterschaften im Vierer ohne Steuermann 2025: Silbermedaille Weltmeisterschaften im Mixed-Doppelzweier 2026: Goldmedaille Weltmeisterschaften im Doppelzweier
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ruderer (Niederlande) Kategorie:Olympiateilnehmer (Niederlande) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Weltmeister (Rudern) Kategorie:Europameister (Rudern) Kategorie:Niederländer Kategorie:Geboren 1996 Kategorie:Mann