mini|hochkant|Melanie (2009) Melanie Anne Safka-Schekeryk (* 3. Februar 1947 in New York City als Melanie Anne Safka; † 23. Januar 2024 in Nashville) war eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin. Sie wurde 1969 durch ihren Auftritt beim Woodstock-Festival bekannt und „etablierte sich nachdrücklich mit genial-schlichten Songs und unverwechselbarem Timbre im Folk-Pop-Genre“.

In Deutschland hatte sie 1970 einen Top-10-Hit mit einer Coverversion des Rolling-Stones-Songs Ruby Tuesday. Einer ihrer weltweit erfolgreichsten Hits war What Have They Done to My Song Ma aus demselben Jahr. Mit Brand New Key gelang ihr Anfang 1971 ein Nummer-eins-Hit in den USA.

Leben mini| Melanie wurde im Februar 1947 im New Yorker Stadtteil Astoria in Queens als Tochter eines ukrainischen Vaters und der italienischstämmigen Blues- und Jazzsängerin Polly Safka-Bertolo (1926–2003) geboren. Als sie fünf Jahre alt war, entstand ihre erste Tonaufnahme, Gimme a Little Kiss, ein Lied, das sie im Stil von Shirley Temple vortrug.

Als Sechsjährige begann Melanie Ukulele zu spielen. Ursprünglich wollte sie Schauspielerin werden. Als sie im Jahr 1967 für eine Theaterrolle vorsprechen sollte, irrte sie sich, so erzählt sie, in der Anschrift, geriet mit ihrer Gitarre in das Büro des Plattenproduzenten Peter Schekeryk (1942–2010) und wurde von ihm als Sängerin unter Vertrag genommen und fortan gemanagt. 1968 heirateten sie.Wieland Harms: The Unplugged Guitar Book. 20 der schönsten Songs für Akustikgitarre. Gerig Music, ISBN 3-87252-249-3, S. 20. Zunächst wurde Melanie in Europa bekannt. Ihr Song Bobo’s Party stand 1969 mehrere Wochen auf Spitzenplätzen in den französischen Verkaufscharts, und sie hatte mit Beautiful People einen Hit in den Niederlanden.

Im August desselben Jahres sang sie beim Woodstock-Festival in den USA, wo sie am ersten Abend nach Ravi Shankar statt der Incredible String Band auftrat, die es ablehnte, im strömenden Regen auf die Bühne zu gehen. Die damals 22-jährige Melanie hatte nach eigener Aussage den Eindruck, dass sie in Woodstock die Einzige war, die nicht unter Drogeneinfluss stand. Sie spielte sieben Songs. Das Publikum schwenkte in der Dunkelheit im Takt der Musik Kerzen, die zuvor ausgeteilt worden waren. Diese Stimmung hielt sie später in ihrem Lied Lay Down (Candles in the Rain) („Kerzen im Regen“) fest, mit dem sie im folgenden Jahr (mit Chorbegleitung der Edwin Hawkins Singers) Platz 6 der US-Charts erreichte und auch in Europa erfolgreich war.

Einer ihrer weltweit erfolgreichsten Songs wurde 1970 What Have They Done to My Song Ma, das in Deutschland auch in der deutschen Fassung von Daliah Lavi, Wer hat mein Lied so zerstört, Ma? bekannt wurde. In Deutschland und Großbritannien war sie im selben Jahr außerdem mit einem Cover des Rolling-Stones-Songs Ruby Tuesday erfolgreich. Ihr größter Hit in den USA wurde 1971 Brand New Key, der auch unter dem Titel The Roller Skate Song bekannt ist und die Spitze der US-Charts erreichte.Fred Bronson: The Billboard Book of Number One Hits. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Billboard Publications, New York 1992, S. 304.

Weitere Erfolgstitel waren Peace Will Come, Nickel Song, Ring the Living Bell und 1973/74 die Coverversion des Shirelles-Titels Will You Love Me Tomorrow. Melanie wurde mit drei goldenen Schallplatten ausgezeichnet. 1972 erhielt sie als Ergebnis einer Leserwahl der Jugendzeitschrift Bravo den silbernen Bravo Otto. Politisch engagierte sich Melanie als UNICEF-Botschafterin.http://melanie-music.org/special_e.htm

Seit ihrem Auftritt in Woodstock hat Melanie fast jedes Jahr ein Album veröffentlicht, bis zu seinem Tod im Jahr 2010 überwiegend von Peter Schekeryk produziert. Sie bekam drei Kinder, die ebenfalls im Musikgeschäft tätig sind. Sie lebte eine Zeitlang in München, danach zog sie nach Florida. Ein erstes Comeback hatte sie 1978 mit dem Album Phonogenetic. Not Just Another Pretty Face mit den Jazzrock-Musikern Dave Sanborn, Michael Brecker, Randy Brecker, Richard Tee und Will Lee. Eher dem Pop-Mainstream verbunden war ihr 1985 erschienenes Album Am I Real or What.

mini|Melanie (2005) Im Jahr 2003 verwendete die australische Hip-Hop-Formation The Hilltop Hoods ein Sample aus Melanies People in the Front Row für ihren Song The Nosebleed Section. Im selben Jahr erschien Melanies Album Paled by Dimmer Light, eine Koproduktion von Peter und Beau Jarred Schekeryk. Melanie ging nahezu jährlich auf Tournee und wurde dabei oft von ihrem Sohn Beau Jarred auf der Gitarre begleitet.

Melanie starb am 23. Januar 2024 im Alter von 76 Jahren in Nashville. Bis kurz vor ihrem Tod hatte sie noch an einem neuen Album gearbeitet.

Diskografie

Studio- und Livealben

Weitere Studio- und Livealben 1968: Born to Be 1971: All the Right Noises – Soundtrack 1971: Live at Montreux 1973: Please Love Me 1974: As I See It Now 1975: Sunset and Other Beginnings 1976: Photograph 1978: Phonogenic / Not Just Another Pretty Face 1979: Ballroom Streets 1982: Arabesque 1983: Seventh Wave 1985: Am I Real or What 1987: Melanie 1989: Cowabonga 1991: Precious Cargo 1993: Freedom Knows My Name 1993: Silver Anniversary Unplugged 1995: Old Bitch Warrior 1996: Unchained Melanie 1996: Her Greatest Hits Live & New 1997: Lowcountry 1997: On Air 1997: Antlers 2002: Moments from my Life 2002: Crazy Love 2004: Paled by Dimmer Light 2005: Photograph Double Exposure 2010: Ever Since You Never Heard of Me

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1971: Please Love Me 1971: The Best of Melanie 1973: The Very Best of Melanie 1975: From The Beginning / Twelve Great Performances 1977: The Best of Melanie [2LP] [Buddah] 1981: Spotlight On Melanie 1988: Her Songs [SWI] 1988: Melanie’s Back in Town – 20 Greatest Hits [CAN] 1988: The Best of Melanie [1LP] [Buddah] 1988: The Very Best of Melanie 1990: The Best of Melanie [Rhino] 1991: Ruby Tuesday 1991: The Best of Melanie [Music Club] 1992: Beautiful Songs for Beautiful People [NLD] 1993: All the Hits …And More [DEU] 1993: A Portrait of Melanie (inkl. Nickel Song, Ruby Tuesday, Mr. Tambourine Man, Lay Lady Lay) 1997: Encore Collection 1997: The Very Best of Melanie: Acoustic Blue 1997: Golden Hits Collection 1998: The Very Best of Melanie [Camden] 1998: Melanie Magic (The Ultimate Collection) 1999: Beautiful People: The Greatest Hits of Melanie 1999: Ring the Living Bell: A Collection 2000: Shine On – The Latest and Greatest [DEU] 2004: The Greatest Hits Legacy 2006: Beautiful Hits 2008: Evergreen Selection

Singles

Weitere Singles

Weblinks

melaniesafka.com Melanie Music Society Melanie’s Place Amerikanische Fan-Seite Melanie & The Edwin Hawkins Singers:

Einzelnachweise

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