Josef Ignatz Kaufhold (* 6. November 1869 in Düsseldorf; † nach 1940) war ein deutscher Architekt.
Leben und Wirken mini|hochkant|Kirche St. Michael in Kasbach-Ohlenberg mini|hochkant|Apsis der Kirche St. Eduard in Berlin-Neukölln mini|hochkant|Kirche St. Antonius in Dorsten-Holsterhausen Josef Kaufhold wurde am 6. November 1869 in Düsseldorf geboren. Er war der älteste der drei Söhne von Josef Kaufhold und dessen Ehefrau Friederike, geb. Rademacher.Familysearch, Datenbank „Deutschland Geburten und Taufen, 1558-1898“, eingesehen am 22. Mai 2023. Über die Jugendjahre und den Ausbildungsweg Kaufholds ist bisher nichts bekannt.
Zeitweise arbeitete Josef Kaufhold mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder August Kaufhold (1871–1941) zusammen, der ebenfalls Architekt war und sich in Berlin niedergelassen hatte. Wie sein Bruder arbeitete auch er als Kirchenarchitekt. Gemeinsam entwarfen die Brüder die Pläne für die Kirche St. Eduard in Berlin-Neukölln.
In der Fachzeitschrift Der Baumeister wurde Anfang 1904 berichtet, Kaufhold habe bei einem Architekturwettbewerb um die Gestaltung einer neuen katholischen Kirche in Mayen unter den 48 eingereichten Entwürfen einen vierten Preis gewonnen.
Bei der Ausstellung christlicher Kunst im Kunstpalast Düsseldorf 1909 war Josef Kaufhold ebenfalls vertreten. Der Kunsthistoriker Oskar Doering, der in der Münchner Allgemeinen Rundschau über die Ausstellung berichtete, bezeichnete Kaufhold als Vertreter des „rheinisch-romanischen Stils“. Nach Doerings Auffassung zählten seine Kirchenentwürfe zu den hervorgehobenen Architekturbeiträgen der Ausstellung und wurden im selben Atemzug wie ein Entwurf des weitaus bekannteren Theodor Fischer genannt.
In der Jahresmappe 1916 der Gesellschaft für christliche Kunst wurde Kaufhold zu den „tüchtigen Vertretern der christlichen Baukunst“ gezählt. Bei den Beispielen dafür, wie individuell sich die Lösung der Aufgabe eines Kirchenbaus je nach den verschiedenen örtlichen Erfordernissen gestalten kann, wurde die von ihm entworfene „malerische Casbacher Kapelle“ (= Kirche St. Michael in Kasbach-Ohlenberg) angeführt.
Zu seinen weiteren bekannten Kirchenbauten zählt die Kirche St. Antonius in Dorsten-Holsterhausen (1912–1913).
Bis 1941 war Josef Kaufhold unter der Wohnadresse Kronprinzenstraße 27 in Düsseldorf als Architekt gemeldet.Adressbücher Düsseldorf 1900, 1940 und 1941. Danach verliert sich seine Spur. Sein Todesdatum und -ort sind nicht bekannt.
Bauten (Auswahl) 1905–1906: römisch-katholische Kirche St. Michael in Kasbach-Ohlenberg 1906–1907: römisch-katholische Kirche St. Eduard in Rixdorf (Berlin-Neukölln) 1912–1913: römisch-katholische Kirche St. Antonius in Dorsten-Holsterhausen(im Stil der neugotischen Backsteinbauweise; nach früh eingetretenen Bauschäden Mitte der 1950er Jahre teilweiser Neubau nach Plänen von Otto Bongartz; unter Denkmalschutz)Manfred Ludes: St. Antonius im Umbau. In: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck, Jahrgang 1955, S. 108.
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Einzelnachweise
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