mini|hochkant=1.3|Stolpersteine in Rom Die Liste der Stolpersteine in den römischen Außenbezirken enthält die Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig in den Außenbezirken von Rom verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.

Stolpersteine liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers. Die ersten Verlegungen in Rom erfolgten am 28. Januar 2010. Die italienische Übersetzung des Begriffes Stolpersteine lautet: pietre d’inciampo.

Stolpersteine in Rom Rom ist mit mehr als 330 Stolpersteinen nach Amsterdam, Rotterdam, Hilversum, Salzburg, Prag und Oslo jene Stadt außerhalb Deutschlands, in der die meisten Stolpersteine verlegt wurden. Im historischen Zentrum der Stadt, heute Municipio Roma I liegen mit 221 die meisten Stolpersteine. Im Municipio II finden sich 56 Stolpersteine. In den verschiedenen Außenbezirken der Stadt wurden bisher 104 Stolpersteine verlegt (Stand: Juli 2024).

In den Municipi VI, IX, XI und XV wurden bislang keine Stolpersteine verlegt.

Municipio III Im Municipio III, wurden bisher acht Stolpersteine an vier Adressen verlegt.

Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEFERDINANDO AGNINIGEBOREN 1924VERHAFTET 24.2.1944ERMORDET 24.3.1944FOSSE ARDEATINEVia Monte Tomatico, 4Rom III 120px HIER WOHNTETERESA DI CASTROGEBOREN 1908VERHAFTET 16.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDETVia Maiella 15Rom III wurde am 6. Mai 1908 in Rom geboren. Ihre Eltern waren Giulia und Adolfo di Castro. Sie heiratete Leo Funaro und hatte zwei Söhne mit ihm, Dario (1930) und Adolfo (1936). Am 16. Oktober 1943 wurde Teresa di Castro in Rom festgenommen und war daraufhin im Militärgefängnis der Stadt in Haft. Am 18. Oktober wurde sie von dort aus mit dem Transport Nr. 02 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie am 23. Oktober 1943 ankam. Teresa di Castro überlebte die Shoah nicht. 120px HIER WOHNTEADOLFO FUNAROGEBOREN 1936VERHAFTET 16.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 23.10.1943Via Maiella 15Rom III wurde am 26. November 1936 in Rom als zweiter Sohn des Paares Teresa di Castro und Leo Funaro geboren. Er hatte einen älteren Bruder namens Dario (1930). Am 16. Oktober 1943 wurde Adolfo Funaro gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder Dario in Rom verhaftet. Am 18. Oktober 1943 wurde die Familie am 18. Oktober 1943 mit dem Transport Nr. 02 ins KZ Auschwitz deportiert. Bei seiner Ankunft im KZ am 23. Oktober 1943 wurde der erst 6-jährige Adolfo Funaro mit dem Buchstaben S registriert und sofort ermordet. 120px HIER WOHNTEDARIO FUNAROGEBOREN 1930VERHAFTET 16.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDETVia Maiella 15Rom III wurde am 20. April 1930 in Rom als erster Sohn des Paares Teresa di Castro und Leo Funaro geboren. Als er sechs Jahre alt war, kam sein jüngerer Bruder Adolfo Funaro auf die Welt. Am 16. Oktober 1943 wurde Dario Funaro gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder in Rom verhaftet. Am 18. Oktober 1943 wurde die Familie mit dem Transport Nr. 02 ins KZ Auschwitz deportiert. Bei seiner Ankunft im KZ am 23. Oktober 1943 wurde Dario Funaro mit dem Buchstaben S registriert und sofort ermordet – ebenso wie sein Bruder Adolfo. 120px HIER WOHNTELEO FUNAROGEBOREN 1898VERHAFTET 16.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET FEB. 1944WARSCHAUVia Maiella 15Rom III wurde am 27. Februar 1898 in Rom als erstes Kind des Paares Perla Cava und Dario Funaro geboren. Leo Funaro hatte drei Geschwister: Giuditta (1899), Ada (1909) und Ettore (1911). Leo Funaro heiratete Teresa Di Castro und hatte zwei Söhne mit ihr: Dario (1930) und Adolfo (1936). Am 16. Oktober 1943 wurde Leo Funaro gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinen beiden Söhnen in Rom verhaftet. Am 18. Oktober 1943 wurde die Familie mit dem Transport Nr. 02 ins KZ Auschwitz deportiert, wo der Transport am 23. Oktober 1943 ankam. Leo Funaro starb dort am 31. Januar 1944. 120px HIER WOHNTEORLANDOORLANDI POSTIGEBOREN 1926VERHAFTET 3.2.1944ERMORDET 24.3.1944FOSSE ARDEATINEVia Monte Nevoso, 14Rom III 120px HIER WOHNTERENZO PIASCOGEBOREN 1925VERHAFTET 3.2.1944ERMORDET 24.3.1944FOSSE ARDEATINEVia di Valle Melaina, 34Rom III 120px HIER WOHNTEANTONIO PISTONESIGEBOREN 1925VERHAFTET 6.2.1944ERMORDET 24.3.1944FOSSE ARDEATINEVia di Valle Melaina, 34Rom III

Die Verlegungen im Municipio III erfolgten an folgenden Tagen: 16. Januar 2015: Via Maiella, 15 20. Januar 2021: Via Monte Nevoso, 14; Via Monte Tomatico, 4 10. Januar 2023: Via di Valle Melaina, 34

Municipio IV Im Municipio IV wurden bisher zwei Stolpersteine an zwei Adressen verlegt.

Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEFAUSTO IANNOTTIGEBOREN 1927VERHAFTET AUS POLITISCHEN GRÜNDEN24.10.1943DEPORTIERTKZ MAUTHAUSENTOT 30.4.1945EBENSEE Via del PeperinoRom IV wurde 1927 in L’Aquila geboren. Am 20. Oktober 1943 fuhr er auf seinem Fahrrad am Forte Tiburtina vorbei, als Partisanen soeben das Fort überfielen, um sich der italienischen Waffen zu bemächtigen, die dort gelagert waren. Die Partisanen wurden von den deutschen Besatzern überwältigt und auch Fausto Iannotti wurde verhaftet. Jahrzehntelang ging man davon aus, dass er gemeinsam mit den neun Partisanen ermordet worden sei. Erst spätere Forschungen ergaben, dass er in das KZ Mauthausen deportiert wurde und Ende April 1945 sein Leben im Außenlager Ebensee verlor.Chi era costui?: Fausto Iannotti, abgerufen am 24. Oktober 2020 120px HIER WOHNTEANTONIO RISIGEBOREN 1901VERHAFTET 22.10.1943DEPORTIERTMAUTHAUSENERMORDET 2.12.1944SCHLOSS HARTHEIM Via Flora, 22Rom IV

Die Verlegungen im Municipio IV erfolgten an folgenden Tagen: 11. Januar 2012: Via del Peperino 20. Januar 2021: Via Flora, 22

Municipio V Im Municipio V wurden 28 Stolpersteine an 26 Adressen verlegt.