|} Die Bahnstrecke Bourges–Miécaze ist eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende, eingleisige, zum Teil stillgelegte Eisenbahnstrecke in Frankreich mit ursprünglich 312 km Länge. Ein Stück der ehemaligen Strecke liegt heute im Wasser des Barrage de Bort-les-Orgues. Beide Streckenenden waren mit wichtigen Strecken in Ost-West-Richtung verbunden, die heute eher regionale Bedeutung haben. 50 Kilometer westlich parallel zu Bourges–Miécaze liegt die fast doppelt so lange Bahnstrecke Orléans–Toulouse, die doppelgleisig ausgebaut ist und auf der alle möglichen Arten von Zügen verkehren.
Geschichte Zunächst war nur der Abschnitt Bourges bis Montluçon geplant (nördlicher Abschnitt). Die Dauerkonzession für diese Bahnstrecke wurde noch vor dem Zusammenbruch der Grand-Central de France 1857 an diese erteilt, aber zum 11. April desselben Jahres an die Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée (PLM) zusammen mit weiteren Rechten veräußert. Die Vereinbarung zwischen dem Ministerium für öffentliche Arbeiten und der PLM wurde am 19. Juni 1872 per Dekret genehmigt.Décret impérial qui approuve la convention passée, le 11 avril 1857, entre le ministre de l’Agriculture, du Commerce et des Travaux publics, et la Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans: 19 juin 1857, Nr. 4796. Bulletin des lois du l’Empire Français, Serie XI, Band 10, Nr. 522, Paris 1857, Seite 244–274 Die Projektierung dieser Strecke steht konzeptionell und zeitlich in engem Zusammenhang mit der Bahnstrecke Eygurande-Merlines–Clermont-Ferrand und weiter bis Tulle, welche später in mehrere Strecken unterteilt wurde.
+ StreckengeschichteLigne Bourges - Miécaze. Fandom Zeitraum Abschnitt Strecken-länge [km] 1861–1882 Bourges–Montluçon 102,8 1882–1885 Bourges–Montluçon + Eygurande-Merlines–Largnac 151,5 1885–1887 Bourges–Auzances + Eygurande-Merlines–Largnac 196,1 1887–1891 Bourges–Largnac 244 1893–1954 Bourges–Miécaze 311,8 1954–1973 Bourges–Eygurande-Merlines + Singles–Miécaze 297,5 1973–2009 Bourges–Eygurande-Merlines + Bort-les-Orgues–Miécaze 278,6 seit 2009 Bourges–Eygurande-Merlines + Mauriac–Miécaze 237,3
Mit dem Freycinet-Streckenplan vom 17. Juli 1879 unter der laufenden Nummer 104 begann die Planung für den Abschnitt Montluçon bis Eygurande (mittlerer Teil).Dekret N° 8168 vom 17. Juli 1879: Bulletin des lois de la République Française, Serie XII, Band 19, Nr. 456, Paris 1879, Seite 6–12. Dieser Teil wurde wegen zu hoher Unterhaltskosten 2008 geschlossen, ist aber noch nicht entwidmet. In Eygurande begann das Streckennetz der Compagnie du chemin de fer de Paris à Orléans (PO), das sich von dort nach Westen ausdehnte. Zunächst war nicht klar, ob die PO auch weiter nach Süden expandieren sollte, doch beschränkte sich das Ministerium auf die Strecke zwischen Ussel nach Bort-les-Orgues, während die PLM von Eygurande über Bort hinaus bis zur Bahnstrecke Souillac–Viescamp-sous-Jallès fahren sollte (südlicher Abschnitt). Am 20. März 1893 wurde der Bau gesetzlich festgelegt. Mit dem Jahr des Staumauerbaus war dieser Abschnitt für immer unterbrochen, wurde stillgelegt und 1954 entwidmet.
Nach Fertigstellung der Strecke gab es attraktive Direktzüge von Paris nach Nîmes und Béziers. Eine projektierte und im Bau begonnene Umgehungsstrecke für den Schnitt, den der Stauwerksbau durch die Strecke zog, wurde nicht fertiggestellt, weil sich abzeichnete, dass diese durchgehende Strecke keine Zukunft hatte. Unterhaltsverschleppungen, Geschwindigkeitsreduzierungen und temporäre Schließungen machten die Benutzung so unattraktiv, dass ihre sukzessive Schließung absehbar war. Heute ist nur noch der Abschnitt Bourges–Montluçon für den Personenverkehr in Betrieb.
Champagnac-les-Mines und Largnac in der Gemeinde Ydes waren Verladepunkte für Eisenerz, das in dem dortigen, wichtigsten Grubengebiet der Auvergne bis Ende der 1950er Jahre ausgebeutet wurde.
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Einzelnachweise
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