mini|hochkant=1.6|Grenzverlauf zwischen Bulgarien und Serbien Die Grenze zwischen Bulgarien und Serbien trennt diese beiden Staaten. Sie ist seit dem Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union zugleich Außengrenze der EU sowie des Schengen-Raums.

Verlauf Im Norden nimmt die Grenze am Dreiländereck mit Rumänien in der Donau an der Einmündung des Timok ihren Anfang. Der Unterlauf des Timok bildet von dem bulgarischen Bregowo (bgS|Брегово) an die Grenze zwischen Bulgarien und Serbien. Die Grenze, die teilweise durch Wohngebiet der bulgarischen Minderheit in Serbien führt, setzt sich weiter südlich im Osten des Timok fort, verläuft durch den Westbalkan mit dem Naturpark Stara Planina und knickt bei Delejna nach Westen ab, schwenkt südlich des serbischen Crnomasinica nach Süden um und führt dann wieder nach Westen. Östlich der serbischen Zaječar (kyrillisch Зајечар) verläuft sie annähernd in Nord-Süd-Richtung und setzt sich dann nach Südosten fort. Auf der Srebrna Glava (1933 m) ändert sie ihre Richtung nach Südwesten. Östlich des serbischen Dimitrovgrad (kyrillisch Димитровград) werden die serbische Autobahn Autoput A4, die bisher an der Grenze endet (Teil der Europastraße 80; Grenzübergang nach Dragoman, kyrillisch Драгоман), und die Bahnstrecke Belgrad – Sofia – Istanbul gequert. Weiter nach Süden folgt sie dem Flüsschen Grabensko (Grabenska reka), von dem sie sich südlich des bulgarischen Dolna Neblja wieder löst und zunächst nach Südsüdwesten und später nach Westsüdwesten entlang dem Fluss Tran und der bulgarischen Gemeinde Tran weiter verläuft. Nördlich des serbischen Strezimirovci (mit Straßengrenzübergang) schwenkt die Grenze wieder auf einen nord-südlichen Verlauf und quert südlich des Grenzübergangs den Fluss Jerma. Sie führt im Osten am serbischen Bosilegrad (kyrillisch Босилеград) vorbei und erreicht rund 30 km südlich dieser Stadt das Dreiländereck mit Nordmazedonien.

Die Länge der Grenze wird mit 318 km angegeben.

Gemeinden an der Staatsgrenze (von Nord nach Süd) mini|Grenzübergang Dragoman-Dimitrovgrad mini|Grenzübergang bei Bosilegrad SERBIENborder|70px BULGARIENborder|70px OkrugBezirk Gemeinde Grenz-übertritt Grenz-übertritt Gemeinde OblastBezirk Bor 30px Negotin center|30px Timok center|30px 30px Bregowo Widin 30px Boynitsa Zaječar 30px Zaječar center|30px center|30px 30px Kula Balkangebirge 30px Makresh 30px Knjaževac 30px Belogradchik 30px Chuprene Pirot 30px Pirot 30px Chiprovtsi Montana 30px Georgi Damyanovo 30px Dimitrovgrad center|30px 30px Godetsch Sofia center|30px 30px Dragoman center|30px 30px Tran Pernik 30px Babušnica Jablanica 30px Crna Trava Pčinja 30px Surdulica center|30px 30px Treklyano Kjustendil 30px Bosilegrad center|30px center|30px 30px Kjustendil

Geschichte mini|hochkant=0.6|Ehemalige bulgarische Westgebiete Der Verlauf der Grenze geht ursprünglich auf den Berliner Kongress 1878 zurück. Eine Grenzkorrektur zugunsten Serbiens erfolgte durch den Vertrag von Neuilly-sur-Seine nach Beendigung des Ersten Weltkriegs. Dadurch kamen u. a. Dimitrovgrad (damals noch Caribrod) und Bosilegrad an Serbien. Von 1941 bis 1945 standen diese Gebiete vorübergehend wieder unter bulgarischer Verwaltung (vgl. Pariser Friedenskonferenz 1946).

Siehe auch Ehemalige Bulgarische Westgebiete

Siehe auch Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens

Literatur Fred M. Shelley: Shapes: The Story Behind the World's Borders, S. 23–24 (eingeschränkter Zugang unter https://books.google.es/books?id=5qlXatHRJtMC&pg=PA24&lpg=PA24&dq=serbia+bulgaria+boundary&source=bl&ots=Ji_NiVZkzd&sig=vGhYGGJbW20ENQU6np6F3mwx_ks&hl=ca&sa=X&ved=2ahUKEwjY4_3FvJfdAhWmJcAKHRmtByYQ6AEwCnoECAQQAQ#v=onepage&q=serbia%20bulgaria%20boundary&f=true )

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