Der Gäbelbach ist ein 12 km langer Bach im Schweizer Kanton Bern. Er ist ein mittelsteiles, mittleres Fliessgewässer des kollinen, karbonatischen MittellandsFliessgewässertypisierung der Schweiz – Gewässertyp Nr. 15. Bundesamt für Umwelt (BAFU). und ein orographisch linker und westsüdwestlicher Zufluss der Aare im Schweizer Mittelland. Er ist namensgebend für das Quartier Gäbelbach.

Geographie Verlauf

Der Gäbelbach entspringt auf einer Höhe von etwa im «Forst» auf dem Gebiet des Quartiers Oberbottigen-Riedbach.

Er durchfliesst die Gemeinden Mühleberg, Neuenegg, Frauenkappelen und Bern. Das Quartier Gäbelbach ist nach ihm benannt, und der Bach bildet im Tal die nördliche Grenze. Im sogenannten Gäbelbachdelta bei der Eymatt mündet er schliesslich auf einer Höhe von linksseitig in die Aare.

Der etwa 12 Kilometer lange Lauf des Gäbelbachs endet ungefähr 155 Höhenmeter unterhalb des Ursprungs seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 13 ‰.

Einzugsgebiet Das 25,68 km² grosse Einzugsgebiet des Gäbelbachs liegt im Schweizer Mittelland und wird durch ihn über die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt im Südosten an das Einzugsgebiet des Stadtbachs, der in die Aare mündet; im Süden an das des Wileringbächli, das über die Sense in die Saane entwässert; im Südwesten an das des Talbach, der über die Saane in die Aare entwässert; und im Westen an das der Saane direkt.

Das Einzugsgebiet besteht zu 48,4 % aus bestockter Fläche, zu 41,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 9,9 % aus Siedlungsfläche und zu 0,2 % aus unproduktiven Flächen.

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt , die minimale Höhe liegt bei und die maximale Höhe bei Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Gäbelbach. Bundesamt für Umwelt (BAFU).

Die Flächenverteilung

Zuflüsse Geissgrabe (rechts) Juchlishusbächli (links) (Bach aus dem) Chlyneforst (rechts) Wolfegrabe (links) Ruplisgrabe (links) Schallersbächli (rechts) Riedbach (rechts) Stürlere (links) JordebachMündet in den Mülikanal, eine rechte Abzweigung des Gäbelbachs. (rechts)

Hydrologie Bei der Mündung des Gäbelbachs in die Aare beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 470 l/s. Sein Abflussregimetyp ist pluvial inférieur Abrufbar unter , und sein AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 25.

Nutzung der Wasserkraft Im Eichholz zweigt ein Mühlgraben ab, der durch sein unterschiedliches Gefälle zum Antrieb von Mühlen genutzt wird. An der Mündung des Gäbelbachs in die Aare liegen Gebäude der Mühle Augsburger, die dort seit mehreren Jahrhunderten angesiedelt ist. Bis 1862 bestanden zwei Mühlen – eine Kundenmühle für die Bauern und eine Handelsmühle. 1862 baute die Familie Augsburger beide um, erstellte den Jordenweiher und erhielt so für zwei Turbinen einen höheren Wasserdruck. Die untere Mühle umfasste ursprünglich auch einen Bauernhof. Östlich davon entstand eine Wohnsiedlung, die das Erscheinungsbild wesentlich verändert hat.

Weblinks Gäbelbach auf naturbernwest.ch Gäbelbach auf schweizerfluss.ch Wandern im Gäbelbachtal auf zeitlupe.ch

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Bern)