Goggerwenig ist eine Ortschaft in der Gemeinde St. Georgen am Längsee im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Lage Goggerwenig liegt im Süden des Bezirks St. Veit an der Glan, östlich des Bezirkshauptorts, im Westen der Gemeinde St. Georgen im Längsee, in der Katastralgemeinde Goggerwenig. Die Ortschaft umfasst: das von der Seeberg Straße (B 82) durchschnittene Dorf Goggerwenig, das in Hanglage am Übergang vom Nordrand des Zollfelds zum St. Veiter Hügelland liegt den Gutshof Keutschachhof nordwestlich des Dorfs den Pirkerhof nordwestlich des Dorfs eine kleine Häusergruppe westlich des Dorfs an der Seeberg Straße, nahe von Tschirnig einige Häuser südwestlich des Dorfs, an der Glan bzw. an der Klagenfurter Schnellstraße nahe bei Glandorf drei Häuser östlich des Dorfs, an der Seeberg Straße, nahe Krottendorf

Geschichte mini|Pirkerhof mit Privatkapelle mini|Keutschacherhof Der Ort wird 1402 als Pökerwenik erwähnt, 1426 als Pogkerwenig. Der Name leitete sich vom slowenischen Podkrvenice ab, das Unterrotenstein bedeutet und wohl ein Gegenstück zum 4 km nordwestlich liegenden Ort Rottenstein war.Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig: Philologisch-Historische Klasse, Band 71. Akademie-Verlag 1950. S. 138.

Mitte des 17. Jahrhunderts kam der seither Keutschachhof (oder Keutschacherhof) genannte Gutshof nordwestlich des Dorfs durch Heirat an Wolf Sigmund von Keutschach aus der Familie der Keutschacher.

Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Goggerwenig liegend, gehörte der Ort in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Osterwitz. Bei Gründung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam der Ort an die Gemeinde St. Georgen am Längsee.

1912 wurde die Kronprinz Rudolf-Bahn durch den Ort gebaut. 1962 wurde ein Haus, das durch die Glanregulierung nur mehr über Glandorf erreichbar war, an die Gemeinde St. Veit an der Glan abgetreten.

Der Pirkerhof nordwestlich des Dorfs wurde in den letzten Jahrzehnten vom Uhrenproduzenten Alfred Riedl ausgebaut und um Nebengebäude erweitert; Weingärten wurden hier angelegt.

Persönlichkeiten Valentin Pogatschnigg (1840–1917), Verwaltungsjurist und Volkskundler Kärntens Martin Hoi (* 1974 in Klagenfurt), Kraftsportler.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1846: 132 EinwohnerValentin Streffleur: Straßen-Statistik des Österreichischen Kaiserstaats. Wien 1856. S. 104. 1869: 17 Häuser, 128 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 71. 1880: 17 Häuser, 141 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 56. 1890: 19 Häuser, 145 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 57. 1900: 19 Häuser, 139 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 76. 1910: 19 Häuser, 148 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 42. 1923: 19 Häuser, 143 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1934: 173 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17. 1961: 26 Häuser, 157 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 30 Gebäude (davon 28 mit Hauptwohnsitz) mit 31 Wohnungen; 98 Einwohner und 13 Nebenwohnsitzfälle; 29 Haushalte; 1 Arbeitsstätte, 12 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 118. 2011: 30 Gebäude, 90 Einwohner, 26 Haushalte, 4 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 31 Gebäude, 74 Einwohner, 28 Haushalte, 15 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 42. Zu den Betrieben im Ort gehören das Wirtshaus Gelter (Auszeichnung als GenussWirt des Jahres 2014) und die Mosterei Kelz.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (St. Georgen am Längsee) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ersterwähnung 1402