mini|Sd.Kfz. 247 mit Fgst. des l.gl.Lkw (o) mini|Krupp-FahrgestellTyp L 2 H 143 Das Sd.Kfz. 247 war ein leicht gepanzertes Militärfahrzeug für die Kommandeure motorisierter Verbände der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Beschreibung Es wurde in zwei als Typ A und Typ B bezeichnete Baureihen als Vierrad- bzw. Sechsradfahrzeug auf verschiedenen Fahrgestellen gebaut. Das Sd.Kfz. 247 wurde auch als „Schwerer geländegängiger gepanzerter Personenkraftwagen“ bezeichnet. Zur Wartung und zum Betrieb der Fahrzeuge sind zahlreiche Dienstvorschriften bekannt. Die Fahrzeuge wurden später in unterschiedlichen Einsätzen genutzt. Zum Unternehmen Barbarossa sind 9 Stück des Typ A verzeichnet. Es waren Fahrzeuge des Typ B beim XIV. Panzerkorps und in Aufklärungsabteilungen wie „KStN 1109“ (Ostfront, Italien und Westfront) und „KStN 1162“ (Balkan). Im 21. Jahrhundert ist keines der Fahrzeuge als Original erhalten; es sind lediglich Nachbauten (Replikas) bekannt.

Krupp Version (Typ A) Die erste Baureihe (A) wurde von Krupp in einer Kleinserie von 10 Fahrzeugen hergestellt und auch gelegentlich als Standartenwagen bezeichnet. Auf das Chassis des 6×4-LKW L 2 H 143 („Krupp-Protze“) wurde 1937 ein relativ einfacher, oben offener Panzeraufbau gesetzt. Es existiert ein Foto eines Sd.Kfz. 247 Typ A mit gehobener Innenausstattung, die komfortabler als militärische Normalversionen ausfällt. In der Fahrzeugmitte war eine Halterung montiert, in der die Standarte eines Verbandes bei einer Parade oder bei Bedarf ein Scherenfernrohr montiert werden konnte. Die Geländegängigkeit war de facto gering, da nur die beiden Hinterachsen angetrieben wurden. Schon die Krupp-Protzen hatten damit Schwierigkeiten, was durch das Gewicht des Panzeraufbaues nicht besser wurde. Nach Literaturangaben waren die Fahrer angewiesen, auf Straßen und Wegen zu bleiben.

Daimler-Benz-Version (Typ B) Die zweite Baureihe (B) baute die Daimler-Benz AG in einer Serie von 58 Fahrzeugen in den Jahren 1941 und 1942. Die ursprüngliche Bestellung von 1938 wurde aufgrund von Entwicklungsschwierigkeiten erst spät ausgeliefert. Das Erscheinungsbild war völlig anderes als bei der Ausführung A, da das Fahrzeug mit Allradantrieb (4×4) auf dem Fahrgestell des "Schweren Einheits-Pkw I c" von Horch aufbaute (Einheitsfahrgestell II) und somit eher mit den Vierrad-Panzerspähwagen (Sd.Kfz. 221) verwandt war. Das Fahrzeug bot sechs Mann Platz. Es sind die Varianten B1 und B2 mit unterschiedlichen Motoren bekannt.

Technische Daten Version Länge × Breite × Höhe Gewicht Motor Leistung Höchst-geschwindigkeit Reich-weite Typ A 5,20 m × 1,96 m × 1,70 m 5,2 t Krupp M305 (luftgekühlter 3,5-Liter-4-Zylinder-Boxermotor) 66 PS (48 kW) 70 km/h 350 km Typ B(B1/B2) 5,00 m × 2,00 m × 1,80 m 4,46 t Horch Achtzylinder-V-Motor; 3,5-Liter-Ottomotor Horch Achtzylinder-V-Motor; 3,8-Liter-Ottomotor 75 PS (55 kW)81 PS (60 kW) 80 km/h 400 km

Literatur

Weblinks

Projekt Bataillon Königgrätz Hradec Králové: Detailrecherche mit technischen Daten und Replikationsbericht (), bei batakhk.webnode.cz Originalfotographien Sd.Kfz. 247 bei worldwarphotos.info Einzelnachweise

Kategorie:Aufklärungspanzer der Wehrmacht Kategorie:Krupp Kategorie:Mercedes-Benz Group Kategorie:Sonderkraftfahrzeug der Wehrmacht