Das Bezirksgericht München rechts der Isar war ein Bezirksgericht im Königreich Bayern und der Vorläufer des Landgerichts München I, das von 1857 bis 1879 existierte. Das Bezirksgericht hatte seinen Sitz in der Landeshauptstadt München.
Geschichte Mit Gesetz vom 1. Juli 1856Gesetz vom 1. Juli 1856. RBl. 901. wurde das Justizwesen in Bayern neu geordnet. Die bisherigen Kreis- und Stadtgerichte wurden aufgehoben und 34 neue Bezirksgerichte traten an ihre Stelle. Sie waren für die Städte, in denen sie ihren Sitz hatten, sowie für die in ihrem Sprengel befindlichen Standesherren Gerichte erster Instanz. Für alle anderen Angelegenheiten waren sie Gerichte der zweiten Instanz in Kriminal- und Zivilrechtssachen.
Das Bezirksgericht München rechts der Isar umfasste
die Landeshauptstadt München rechts der Isar, insbesondere Au, Haidhausen und Giesing das Landgericht Dorfen das Landgericht Erding das Landgericht Freising das Landgericht Miesbach das Landgericht Moosburg das Landgericht Tegernsee das Landgericht Wolfratshausen sowie das Landgericht München rechts der Isar.
Mit dem Inkrafttreten des deutschen GerichtsverfassungsgesetzesGerichtsverfassungsgesetz in der Fassung vom 27. Januar 1877. (RGBl. S. 41) wurde 1879 das Bezirksgericht München rechts der Isar, wie alle anderen bayerischen Bezirksgerichte, aufgelöst. Sein Nachfolger in der Funktion als Gericht der zweiten Instanz war das Landgericht München I.
Literatur Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. 1983, ISBN 3406096697, S. 121–122, 606.
Einzelnachweise
München rechts der Isar Kategorie:Gericht (München) Kategorie:Gerichtsgründung 1857 Kategorie:Aufgelöst 1879