Das Bezirksgericht Wasserburg a. Inn war ein Bezirksgericht im Königreich Bayern, das von 1857 bis 1879 existierte. Es hatte seinen Sitz in Wasserburg am Inn.

Geschichte Mit Gesetz vom 1. Juli 1856RBl. 901 wurde das Justizwesen in Bayern neu geordnet. Die bisherigen Kreis- und Stadtgerichte wurden aufgehoben und 34 neue Bezirksgerichte traten an ihre Stelle. Sie waren für die Städte, in denen sie ihren Sitz hatten, sowie für die in ihrem Sprengel befindlichen Standesherren Gerichte erster Instanz. Für alle anderen Angelegenheiten waren sie Gerichte der zweiten Instanz in Kriminal- und Zivilrechtssachen. Mit dem Inkrafttreten des deutschen GerichtsverfassungsgesetzesGVBl. 355 wurde 1879 das Bezirksgericht Wasserburg a. Inn wie alle anderen bayerischen Bezirksgerichte aufgelöst.

Der Sprengel des Bezirksgerichts Wasserburg umfasste ab 1. Oktober 1857 die Landgerichte Altötting, Burghausen, Ebersberg, Haag, Mühldorf, Neumarkt, Trostberg und Wasserburg.Königlich Allerhöchste Verordnung zum Vollzuge des Gesetzes vom 1. Juli 1856, einige Bestimmungen über die Gerichtsverfassung und das gerichtliche Verfahren in den Landestheilen diesseits des Rheines betreffend. Vom 12. August 1857 (Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, Nr. 44, Spalte 1009/1010) Digitalisat

1862 trat das Landgericht Trostberg zum Bezirksgericht Traunstein.Königlich Allerhöchste Verordnung zum Vollzuge des Gesetzes vom 10. November 1861, die Gerichtsverfassung betr. Vom 24. Februar 1862 (Regierungs-Blatt für das Königreich Bayern, No. 11, ab Spalte 369, vgl. Beilage, Spalte 11–14) Digitalisat

Literatur Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 121–122, 606.

Einzelnachweise

Wasserburg a. Inn Kategorie:Organisation (Wasserburg am Inn) Kategorie:Gerichtsgründung 1857 Kategorie:Aufgelöst 1879