mini|Das umkämpfte Autonome Jugendzentrum in Zürich am 24. März 1981 Züri brännt ist ein Schweizer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1981 über die Jugendunruhen in der Schweiz und insbesondere in Zürich zu Beginn der 1980er Jahre.

Hintergrund

1980 bewilligte der Zürcher Stadtrat 60 Millionen Franken für die Sanierung des Opernhauses und lehnte zugleich die Forderungen nach einem selbstverwalteten Jugendzentrum ab. Dies führte zu einer bis dahin nicht gekannten Gewaltspirale zwischen Teilen der Bevölkerung und der Polizei mit mehreren hundert Verletzten auf beiden Seiten und Sachschäden in Millionenhöhe.

Produktion Die Aktivisten des Videoladens Zürich waren 1980 mit auf den Strassen der Zwinglistadt und zeichneten mit grobkörnigem S/W-Beta-Video die Zusammenstöße zwischen den Demonstranten und der Stadtpolizei Zürich auf. Letztere wurde dabei nach ihrer Hauptwache im Haus Urania als „Trachtengruppe Urania“ bezeichnet. „Züri brännt“ entwickelte sich zum Kultfilm der Schweizer Jugendbewegung und wurde auch außerhalb der Landesgrenzen aufgeführt, so auch 1981 bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin. 2015/2020 wurde der Film digitalisiert.

Rezeption

Weblinks

Züri brännt bei filmo.ch

Literatur Christoph Schaub, Mathias Knauer und Miklós Gimes: 26. Juli 1988 – Ein Gespräch (in: Rekonstruktion – Geschichten und Geschichte im Film, Cinema, unabhängige Schweizer Filmzeitschrift, 34.Jahrgang, Basel 1988, S. 32–50). Julia Zutavern: Züri brännt. In: Nils Güttler, Margarete Pratschke, Max Stadler (Hrsg.): Nach Feierabend 2016 – Wissen, ca. 1980, Diaphanes Verlag, Zürich und Berlin 2016, ISBN 978-3-03734-922-9, S. 79–89.

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1981 Kategorie:Schweizer Film Kategorie:Dokumentarfilm