Jürgen Seydel (* 12. September 1917; † 3. August 2008) gilt als der Vater des Karate in Deutschland.
1939 begann Seydel mit dem Judo-Training an der Universität Bonn. 1955 erfuhr er durch einen Artikel in einer französischen Zeitschrift von dem bis dahin in Deutschland unbekannten Karate. 1957 gründete Seydel nach den Angaben der JKA den ersten Karate-Club Deutschlands in Bad HomburgAnfänge von Jürgen Seydel und eröffnete bald darauf ein Studio in Usingen.Rex und Elisabeth Mansfield: ELVIS in Deutschland. Collectors Service, Bamberg 1981, ISBN 3-922932-00-2, S. 72. Hier lehrte er aus einem Lehrbuch von Henry Plée und mit dem Wissen, das er sich auf Lehrgängen angeeignet hatte. 1959 bestand er die Prüfung zum 1. Dan. Bis 1965 war er damit der einzige Danträger Deutschlands. Seydels prominentester Schüler war der in Deutschland stationierte G. I. Elvis Presley.Kurzer Lebenslauf und Briefe von Elvis Presley an Jürgen Seydel
Jürgen Seydel wurde für seine Verdienste rund um das Karate in Deutschland von Bundespräsident Richard von Weizsäcker mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.Bundesverdienstkreuz für Jürgen Seydel. In: Deutscher Karateverband (Hrsg.): karate magazin. Nr. 2, 1989, S. 16 ().
Veröffentlichungen Jugenderinnerungen und Kriegsreportagen – Kamen : Karthause-Schmülling, 2007, 1. Aufl. Karate – Bad Homburg v. d. H. : Kratschmer
Literatur Werner Lind: Das Lexikon der Kampfkünste. China, Japan, Okinawa, Korea, Vietnam, Thailand, Burma, Indonesien, Indien, Mongolei, Philippinen, Taiwan u. a. Sportverlag, Berlin 1999, ISBN 3-328-00838-1, (Edition BSK).
Weblinks Biographie von Jürgen Seydel im Budo Studien Kreis Karatepionier Jürgen Seydel Chronik aus dem Deutschen Karate Verband
Einzelnachweise
Kategorie:Karateka (Deutschland) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Wikipedia:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Ausprägung ungeklärt) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1917 Kategorie:Gestorben 2008 Kategorie:Mann