miniatur|Gut Freienwillen, Haupthaus miniatur|Gut Freienwillen, Seitenansicht Das adlige Gut Freienwillen (früher Langhbalgaard oder dänisch Langballegård) in Langballig ist eines der ältesten Güter in Nordangeln (Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein).

Geschichte Lange Nissen (* 1385 in Terkelstoft; † unbekannt) erhielt am 1. März 1433 um treuer Dienste willen, diesen Hof frei vom Herzog Adolph VIII. und durfte adliges Wappen und Schild führen. Der Besitzer konnte nach freiem Willen darauf schalten und walten. Zu dieser Zeit lag das Gut noch im Herzogtum Schleswig (bis 1864) und im Amt Grundhof. Freienwillen gehörte zwischen 1646 und 1676 zum nahegelegenen Wasserschloss Glücksburg, woran eine Tafel in der dortigen Kapelle erinnert. Kirchlich gehörte es zur Marienkirche in Grundhof.

Freienwillen war im 16. und 17. Jahrhundert im Besitz der Geschlechter von Ahlefeldt und Rantzau.

Liste der Besitzer seit 1540: 1540–1590: Schack und Claus von Ahlefeld 1590–1638: Geerd und Christian Rantzau 1638–1646: Peter Brandt 1646–1647: Herzog Philip von Glücksburg 1647–1671: dessen Tochter Hedwig 1671–1676: Herzog Christian 1676–1728: Carsten Lüders, dessen Sohn, der Landwirtschaftsreformer Philipp Ernst Lüders dort geboren wurde, 1728–1738: Christian August Lüders 1738–1808: Christian Lüders 1808–1902: Familie Vollertsen: erworben von Pastor Christoph Ludwig Vollertsen, ab 1817 Carl Friedrich Vollertsen (1792–1850), Emil Vollertsen (1821–1870), Hinrich Jürgens Vollertsen (1860–) 1902–1931: Wilhelm Hansen 1931–1964: Johannes Hansen 1964–1998: Wilhelm Hansen seit 1998: Sven Johannes Hansen

Freienwillen wurde über die Jahrhunderte verkleinert (parzelliert) und mehrfach verkauft. 1837 hatte es noch eine Größe von 554 Heitscheffel.Johannes von Schröder: Topographie des Herzogthums Schleswig. Band 1, Schleswig 1837, S. 274 Seit über 100 Jahren befindet sich das Gut im Besitz der Familie Hansen und wird in vierter Generation als landwirtschaftlicher Betrieb geführt.

Das Herrenhaus blieb, anders als die Wirtschaftsgebäude, erhalten.

Literatur Familienchronik des Kirchspiels Grundhof. Band II, Husum 2004, ISBN 3-89876-202-5 Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, 2015, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 167

Siehe auch Liste historischer Orte in Schleswig-Holstein

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Einzelnachweise

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