mini|Reshma Saujani (2018) Reshma Saujani (* 18. November 1975, Chicago) ist eine US-amerikanische Anwältin, Autorin und Politikerin. Sie gründete die gemeinnützige Organisation Girls Who Code.

Leben Saujani wuchs nach eigenen Angaben als „braves Mädchen“ im Rahmen einer Gujarati-Gruppe mit indischen Wurzeln auf, das „niemanden enttäuschen“ wollte.Maren Keller: Wie Eltern ihren Töchtern Mut beibringen können: „Lasst eure Mädchen von Schaukeln fallen!“. Spiegel Online, 15. Oktober 2020, abgerufen am 17. Oktober 2020. Um die Erwartungen ihrer Eltern zu erfüllen, studierte sie Jura, graduierte 1997 an der University of Illinois, der Harvard Kennedy School (Master) und der Yale Law School, von denen sie mehrere Auszeichnungen erhielt.

Sie schlug eine Karriere als Anwältin in einer großen Kanzlei ein – ein Lebensweg, der sie jedoch nicht glücklich machte. Im Alter von 33 Jahren änderte sie ihr Leben grundlegend und widmete sich ab 2010 der Politik, wo sie als erste Frau mit indisch-amerikanischem Hintergrund für den US-Kongress kandidierte.

Wirken Eine breite Bekanntheit in den Vereinigten Staaten erlangte sie im Jahr 2016 durch einen seither über 53 Millionen Mal aufgerufenen TED-Vortrag, in dem sie dazu aufrief, Mädchen statt zu Perfektionismus zu Mut zu erziehen. Sie kritisiert seither die vorherrschende Erziehung von Mädchen. So sagte sie: „Ich denke, Mädchen werden dazu erzogen, perfekt zu sein und keine Risiken einzugehen. Sie sollen gute Noten schreiben, aber sich am Klettergerüst nicht zu hoch hinauf wagen, weil sie fallen und sich weh tun könnten.“Leonie Feuerbach: Erziehung mit Folgen: „Jungen sollen mutig und Mädchen perfekt sein“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Oktober 2020, abgerufen am 17. Oktober 2020.

Auch ihre Rede zur Abschlussfeier des Smith Colleges im Jahr 2023 über das Hochstapler-Syndrom wurde über 18 Millionen Mal angesehen.

Die von Saujani 2012 gegründete gemeinnützige Organisation Girls Who Code setzt sich für eine höhere Chancengleichheit im IT-Bereich ein. Die Organisation findet sich unter den Worthy 100, was bedeutet, dass es eine der erfolgreichsten gemeinnützigen Organisationen mit über 1000 Mitarbeitern ist, die mehr als 760.000 Mädchen beim Erlernen der notwendigen Fähigkeiten in diesem Bereich unterstützt hat.

Im Zuge der Corona-Pandemie gründete die Aktivistin im Jahr 2021 Moms First, bei der sie in den USA für bezahlten Mutterschaftsurlaub, finanzierbare Kinderbetreuung und eine Umgebung eintrat, die Mutterschaft nicht bestraft.

Saujani ist unter anderem Vorstandsmitglied bei Organisationen wie Girls Who Code, dem Kuratorium der Harvard University, dem Economic Club of New York, dem International Rescue Committee und war Co-Vorsitzende des ersten Global Futures Council des Weltwirtschaftsforums zur Zukunft der Pflegeökonomie.

Saujani verfasste mehrere Bücher.

2026 produzierte sie den Dokumentarfilm No Country for Mothers mit und arbeitete mit dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani zusammen, um die Kinderbetreuung in der Stadt finanziell möglich zu machen.

Auszeichnungen

Saujani erhielt folgende Auszeichnungen: Größte Führende der Welt vom Fortune Magazine 40 von 40 vom Fortune Magazine Erfinder des Jahres vom Wall Street Journal Magazine Mächtigste weltverändernde Frauen vom Forbes Magazine Frauen mit Einfluss von InStyle 100 kreativste Personen von Fast Company Trägerin des Harold W. McGraw, Jr. Preises in Bildung und Erziehung

Veröffentlichungen 2013: Women Who Don’t Wait in Line: Break the Mold, Lead the Way. ISBN 0-544-02778-7 (englisch) 2017: Girls Who Code: Learn to Code and Change the World. ISBN 0-425-28753-X (englisch) 2020: Mutig, nicht perfekt: Warum Jungen scheitern dürfen und Mädchen alles richtig machen müssen. ISBN 3-8321-8129-6 2024: Pay up: The Future of Women and Work (and Why It's Different Than You Think). ISBN 978-1-982-19158-0.

Einzelnachweise

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