Streckenverlauf, 6. Februar 1916Übersichtsplan der Feldbahnen (Argonnenbahn) im Bereiche des XVI. Armeekorps (Betriebsleitung Marcq) Betriebsamt I. Klein Zwickau der 34. Inf. Div., 6. Februar 1916
Die Argonnenbahn war eine während des Ersten Weltkriegs vom Deutschen Heer verlegte und betriebene Feldbahn in den Argonnen in Frankreich mit einer Spurweite von 600 mm.
Geschichte Argonnenbahn Die Pioniere des deutschen Heers bauten die Argonnenbahn als eine mit Dampf- und Benzollokomotiven betriebene Feldbahn für den Truppentransport und um die Front mit Baumaterial, Waffen, Munition und Nachschub zu versorgen. In der Gegenrichtung wurde sie genutzt, um Verwundete von der Toter-Mann-Mühle bis ins Feldlazarett 5 in Senuc zu befördern, und zwar auf Wagen, die nach der Kriegs-Sanitätsordnung zum Verwundetentransport hergerichtet waren.Das Sanitätswesen im Weltkrieg 1914–18. Stuttgart 1924.
Förderbahn Verletzte wurden auf den Wagen der von den Pionieren verlegten Förderbahn, die mit Pferden gezogen oder von Krankenträgern der Sanitätskompanie geschoben wurden, von den Truppenverbandplätzen an den Bataillons-Sanitätsunterständen zur Endhaltestelle der Argonnenbahn bei der Toter-Mann-Mühle transportiert. Dafür gab es 20 Rollwagen, die jeweils mit einem Eisengestell zum Aufhängen von je 2 Krankentragen an Spiralfedern ausgerüstet waren.
Streckenverlauf Die Argonnenbahn war ein Netzwerk von durch Förderbahnen miteinander verbundenen Feldbahnen der folgenden Klassen in verschiedenen Ausbaustufen: Kleinbahn für Dampfloks für Motorloks/Benzolloks Förderbahn für Pferde- und HandbetriebArgonnenbahn Ost (mit Link zu kmz-Datei).Argonnenbahn West (mit Link zu kmz-Datei).Kartenstelle XVI A. K.: Geheim! Technische Anlagen
Die Bahnhöfe der Argonnenbahn trugen leicht auszusprechende Decknamen. Sie waren meist nach Ortschaften in Sachsen und Westpreußen sowie den Offizieren Bruno von Mudra und Rudolf von Borries benannt.
Die westliche Stammstrecke führte von Klein-Zwickau (Kleinbahnhof Senuc) über die Hindenburg-Mühle (Lançon), das Charlepaux-Lager und den Bahnhof Tafelland (Binarville) zum Bahnhof Toter-Mann und von dort weiter nach Süden.Michael Prisille: Das verlorene Bataillon – Lost Battalion. 23. Dezember 2013.
Die auch Mudrabahn genannte östliche Stammstrecke verlief vom Bahnhof Apremont über den Bahnhof Beuthen zum Bahnhof Mudrahöhe, wo sie sich verzweigte. Eine Zweigstrecke führte nach Norden über das Lager Borrieswalde zum Lager Waldfriede bei Chatel, die andere Zweigstrecke führte nach Süden zum Lager Sachsenhain und zur Front.Michael Prisille: Das Lager Borrieswalde – Soldatenfriedhof Apremont. 6. September 2014.Mudrabahn.
Weblinks
Apremont sur Aire Argonnenbahn Toter-Mann-Mühle
Einzelnachweise
Kategorie:Bahnstrecke in Grand Est Kategorie:Feldbahn in Frankreich Kategorie:Militärbahn