Die Seenotrettungsstation Langballigau ist ein Stützpunkt von Freiwilligen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), für die im Kreishafen von Langballigau ein Seenotrettungsboot (SRB) bereit liegt. Bei einem Seenotfall im Revier erfolgt im Regelfall die Alarmierung der Retter durch die Zentrale der DGzRS in Bremen, wo die Rettungsleitstelle See (MRCC Bremen) ständig alle Alarmierungswege für die Seenotrettung überwacht.
Aktuelle Rettungseinheit
Am Bootsanleger des kleinen Hafens liegt seit 1999 die 9,5 Meter lange Werner Kuntze, die zur 3. Generation von SRB der DGzRS gehört und der 3. Neubau dieser Klasse ist. Wie alle Boote der DGzRS ist auch SRB 49 als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus seewasserbeständigem Aluminium gebaut.
Sein vollständig geschlossenes Steuerhaus bietet genügend Platz zur Versorgung und Unterbringung von Geretteten unter Deck sowie dem Schutz der Besatzung und der eingebauten Technik vor Wind und Wellen. Wie schon die Vorgängertypen erleichtert eine Bergungspforte in Wasserspiegelhöhe die Aufnahme von im Wasser treibenden Personen. Durch den geringen Tiefgang von 0,96 Meter sind die Boote ideal geeignet für die Flachwassereinsätze in der Förde. Ein starker Motor ermöglicht mit dem Schleppsystem von 1,5 Tonnen Nenntragfähigkeit auch das Ab- bzw. Freischleppen von größeren Schiffen.
Einsatzgebiet mini|links|Neues Stationsgebäude von 1998 am Hafen Durch die Lage des Hafens am Ausgang der Flensburger Förde reicht die Zuständigkeit der Seenotretter von Flensburg bis zur Geltinger Bucht mit dem Leuchtturm Kalkgrund im Osten und in Richtung Norden über die Grenze bis in die süddänische Inselwelt rund um Sonderburg. In Zusammenarbeit mit dem dänischen Seenotrettungsdienst werden regelmäßig auch grenzüberschreitende Rettungseinsätze gefahren. Neben Angelbooten sind hauptsächlich Segler im Revier die „Kunden“ der freiwilligen Helfer. Dabei bewähren sich auch die regelmäßigen Übungen in Zusammenarbeit mit den Helfern der DLRG-Wachstation in Norgaardholz.
Für die Freiwilligen der Station hat die Gesellschaft 1998 am Hafen ein neues Gebäude direkt gegenüber von der Steganlage errichtet. Bei einem Seenotfall im Seegebiet erfolgt eine Zusammenarbeit mit den Rettern der Nachbarstation:
Boot der Seenotrettungsstation Gelting
Geschichte Mit Stationierung der Kaatje wurde 1975 die Rettungsstation im Hafen von Langballigau neu eingerichtet. Jahrbuch 1976, Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Bremen Das SRB der 7-Meter-Klasse hatte vorher auf der Seenotrettungsstation Hörnum gelegen. Schon ein Jahr später erhielt die Station die neun Meter lange Fritz Behrens, ebenfalls ein SRB der 1. Generation. 1981 wurde das Boot umgetauft auf Arthur Menge, da der bestehende Name für einen neuen Seenotkreuzer verwendet werden sollte. Mit Ankunft der Werner Kuntze kam das 9-m-Boot zur Station in Schleswig.
Historie der Seenotrettungsboote
Stationierung von Seenotrettungsbooten Zeitraum Schiffsname Reg.-Nr. Länge oder Klasse Anz. Motoren ges. Leistung Geschw. vorige Station Verlegung nach oder Verbleib 1976 → 1977 Kaatje KRST 17 7-m-Klasse (I) 1 → 54 PS 10,0 kn von Hörnum → Damp 1977 → 1999 Fritz BehrensArthur Menge KRST 24 9-m-Klasse 1 → 150 PS 15,0 kn Neubau → Schleswig seit 1999 Werner Kuntze SRB 49 9,5-m-Klasse 1 → 320 PS 18,0 kn Neubau auf Station
Siehe auch Liste der Seenotrettungseinheiten der DGzRS Liste der Seenotrettungsstationen der DGzRS Karte und Tabelle aller Stationen der DGzRS
Weblinks Die Seenotretter - Wer wir sind, DGzRS – Die Seenotretter Teams & Stationen: Langballigau, DGzRS – Die Seenotretter
Einzelnachweise
Langballigau Kategorie:Langballig Kategorie:Gegründet 1975