Heinrich Friedrich von Selasinsky, in der Genealogie und den Eigenangaben der Familie Heinrich Florian von Selasinsky, (* 18. Februar 1801Geb. 1800-Siehe Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. Gotha 1921, S. 846. in Hamm;Siehe Literatur: Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 742 f. † 4. März 1883 in Wiesbaden)HStAMR Best. 925 Nr. 2637, Standesamt Wiesbaden, Sterbenebenregister 1883, Nr. 191 v. 5. März 1883. war ein preußischer Landrat.
Leben und Herkunft Die Vorfahren gehören zum kassubisch-pommerelischen Adel und gehen auf Michael von Selasinsky (1701–1776) und seine Frau Barbara von Diezelski (1727–1777) zurück. Der Urahn war Gutsbesitzer in Schimmerwitz im Kreis Lauenburg i. Pom. Der Protestant Henrich Friedrich von Selasinsky (nach mehreren Quellen auch Heinrich FlorianSiehe u. a. Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. Sechzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 846.) war ein Sohn des Majors Johann von Selasinsky (1782–1836) und dessen Ehefrau Charlotte, geborene von Tholl. Er hatte zwei früh verstorbene Schwestern. Der Vater heiratete in zweiter Ehe Charlotte von Lentzke-Lentzke (1787–1842).
Bis zur Sekunda besuchte er ein Gymnasium in Soest und am 1. Juni 1816 erfolgte sein Eintritt als Avantageur in das 29. Infanterie-Regiment in Koblenz. Am 19. Januar 1818 wurde er Portepeefähnrich und am 16. Januar 1819 Seconde-Lieutenant. 1826 legte er nach einem autodidaktischen Studium die Prüfung zum Kreissekretär ab und 1828 schied er als Premier-Lieutenant mit Pension sowie der Aussicht auf Zivilversorgung aus dem Militärdienst aus. Noch 1828 erhielt er eine Anstellung als Kreissekretär in Saarlouis und 1834 bestand er das Landratsexamen. 1835 wurde er Mitglied der „Freimaurerloge der Vereinigten Freunde im Orient“ in Saarlouis. Zum 1. Juni 1837 wurde er mit Reskript vom 11. Juni 1837 zum kommissarischen Landrat des Landkreises Daun ernannt, die definitive Ernennung erfolgte 1840. Am 4. März 1851 wurde er mittels Versetzungserlaß zum Landrat des Landkreises Saarlouis ernannt. Nach 1873 als Geheimer Regierungsrat ausgezeichnet, schied er zum 1. Oktober 1874 auf eigenen Antrag aus dem Dienst.
Familie Selasinsky heiratete in erster Ehe vor 1829 Auguste Janin (* 5. August 1805 in Saarlouis; † 29. September 1866 ebenda) Tochter des Rittmeisters Claudius Joseph Janin und dessen Ehefrau Anna Maria Janin, geborene Gannal. In Berlin ehelichte er in der Folge Mathilde Clausius (* 11. Juli 1823 Bonn; † 18. August 1916 in Berlin). Aus erster Ehe hatte er eine Tochter und zwei Söhne, die keine nennenswerte Karriere einschlugen. Der 1829 geborene Sohn Ferdinand von Selasinsky war Leutnant a. D. und Stationsvorsteher. Die Tochter Emilie heiratete den späteren Oberstleutnant Erich von Wulffen, Wohnsitz in Dessau. Die Erben des Heinrich Friedrich (Heinrich Florian) von Selasinsky hinterließen keine direkte Nachfahren in die Neuzeit. Die Familie von von Selasinsky besteht über die Verwandtschaft und weitere Linien weiter.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha November 1941, S. 499 f. Bekanntheit erlangte der Oberst und folgend Eisen- und Stahlwerksdirektor Eberhard von Selasen-Selasinsky.Hans Friedrich von Ehrenkrook, Else von Bethmann, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck, Johann Georg von Rappard, Hans-Jürgen von Witzendorff: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1954. Band I, Band 9 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1954, S. 426 f.
Politik Selasinsky war ab 1849 Mitglied im Preußischen Abgeordnetenhaus für die Freikonservative Partei, das Mandat legte er 1851 nieder und von 1871 bis 1873 vertrat er den Wahlkreis Saarburg-Merzig-Saarlouis.Amtsblatt der Königlichen Preußischen Regierung zu Trier. No. 5, Trier, Donnerstag, 2. Februar 1871, S. 24.
Auszeichnungen 1857: Roter Adlerorden IV. KlasseKöniglich Preußische Ordens-Liste. 1886. Band 1 (Erster Theil), Reichsdruckerei, Berlin 1886, S. 221. 1866: Roter Adlerorden III. Klasse 1872: Roter Adlerorden II. Klasse
Literatur Fr. Kortkampf: Preußischer Landtags-Almanach. Band 11, Begründer: Georg Hirth, Preußen Landtag-XI. Legislaturperiode-I. Session, Selbstverlag Kortkammf-Verlag der Reichsgesetze, Berlin 1871, S. 105. Eberhard von Selasinsky: Zur Genealogie der von Selasinsky und der von Zelasinsky. In: Lorenz M. Rheude: Archiv für Stamm- und Wappenkunde. Monatsschrift. 4. Jahrgang 1903–1904, Organ des Roland-Verein zur Förderung der Stammkunde, Verlag Gebr. Vogt, Papiermühle b. Roda S.-A. 1904, S. 154. Otto von Selasinsky: Geschichte der Familie von Selasinsky. Berlin-Friedenau 1916. (Mit Stammtafeln). WorldCat Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1922. Sechzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1921, S. 846. Horst Romeyk: Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945. In: Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. Band 69, Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 742 f. Heinz Monz: Trierer biographisches Lexikon. In: Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz. Band 87, Selbstverlag d. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz – Koblenz/Landeshauptarchiv, Trier 2000, ISBN 3-931014-49-5, S. 430. (Ohne Auswertung)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Preußischer Landrat (Kreis Daun) Kategorie:Landrat (Landkreis Saarlouis) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 2. Klasse Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1801 Kategorie:Gestorben 1883 Kategorie:Mann