Die Goetheschule ist eine Regelschule in Eisenach in Thüringen. Die Schule bietet die Möglichkeit, am Ende der Klassenstufe 9 den Hauptschulabschluss bzw. den Qualifizierenden Hauptschulabschluss und am Ende der Klassenstufe 10 den Realschulabschluss zu erreichen. Gegründet als Charlottenschule, wurde sie 1950 nach Johann Wolfgang von Goethe benannt.
Lage Die Schule liegt im Zentrum des Stadtgebietes von Eisenach, am Südrand der Altstadt, südlich des Marktes und der Esplanade am Pfarrberg.
Geschichte Das Schulgebäude wurde ab 1882 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Hahn auf einem Teil des in mehreren Terrassen angelegten Schlossparks der wenig später abgetragenen Charlottenburg erbaut. Am 6. März 1884 wurde die Schule als Mädchenschule mit dem Namen Charlottenschule eingeweiht und bereits kurz darauf aufgestockt und um einen Seitenflügel ergänzt. Ein weiterer Erweiterungsbau erfolgt 1910, verbunden mit dem Einbau einer Zentralheizung und sanitärer Anlagen. Ab 1918 wurden auch Knaben an der Schule unterrichtet. 1928 besuchten 795 Schüler die Bildungseinrichtung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule 1950 in Goetheschule umbenannt. 1968 erfolgten Sanierungsarbeiten am Dachgestühl und eine Erneuerung der Heizung. Anfang 1980 wurde eine Entwurfsstudie gefertigt für die bauliche Erweiterung für Unterrichtsräume, Cafeteria usw. Im Schulnetz der Stadt Eisenach wurde die Goetheschule in der DDR als 6. Polytechnische Oberschule geführt. Mit der Neustrukturierung der Bildungslandschaft in Thüringen ab dem Schuljahr 1991/92 wurden die Oberstufen der 6. und 7. polytechnischen Oberschule (Goetheschule und benachbarte Georgenschule) in die 3. und 4. Staatliche Regelschule in Trägerschaft der Stadt Eisenach überführt, sogleich zur 4. Staatliche Regelschule Goetheschule verschmolzen und seither als solche im Eisenacher Schulnetzplan geführt.
Seit 1999 erhielt die Schule jährlich die Auszeichnung Umweltschule in Europa. 2007 erhielt sie erstmals das Prädikat „Berufswahlfreundliche Schule“, 2013 und 2017 die Auszeichnung „Starke Schule-Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“.
Das Schulgebäude steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Eisenach (Kernstadt).Eintrag im Denkmalbuch des Freistaates Thüringen
Rektoren 1891: Dr. Bliedner 1920: Langlotz 1924: W. Walther 1925: Weidenbach 1928: A. Göpel 1943–1945: Geßner 1945–1956: Gruber 1956: H. Otto 1957–1958: Lempio 1958–1959: Bartko 1960–1986: Heinz Mund 1986–1989: Dr. Schmidt 1989–1991: Amstein 1991–2018: Petra Hötzel seit 2019: Julia Durner
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Schulgebäude in Eisenach Kategorie:Schule in Eisenach Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Eisenach Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus Kategorie:Bauwerk des Historismus in Thüringen Kategorie:Kulturdenkmal in Eisenach Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1884