mini|hochkant=1.4|Werksiedlung Stahlwerkstrasse (2020) Die Werksiedlung Stahlwerkstrasse der Georg Fischer AG (GF) in Schaffhausen ist eine ehemalige Arbeitersiedlung, die durch die Karlsruher Architektengemeinschaft «Curjel & Moser» im Heimatstil geplant wurde. Die von 1910 bis 1911 als Arbeiterkolonie Schwarzadlergut errichtete Anlage ist im Kulturgüterschutz-Inventar der Schweiz als «Kulturgut von regionaler Bedeutung» (B-Objekt, KGS-Nr. 14511) klassifiziertKGS-Nr. 14511. In: und ist Teil des «Ortsbilds von nationaler Bedeutung» im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS).Nr. 56 in Die Ortsbilder von nationaler Bedeutung. Ortsbildaufnahmen Schaffhausen. (ISOS, Nr. 3050; PDF) im Geoportal der Bundesverwaltung.
Lage Die Siedlung befindet sich auf der «Breite», einem Plateau über dem Mühlental, das noch im 21. Jahrhundert von den ehemaligen Werksanlagen der Georg Fischer AG geprägt wird. Der nahe «Felsenstieg» ist ein Treppenweg, der von den Werksiedlungen der «Breite» direkt zum «Werk III» führt.
Im Frühjahr 1948 liess Georg Fischer eine weitere Werksiedlung für Arbeiter und Angestellte mit 44 Wohnungen im Nordosten der Anlage errichten.R. Bäny: Unser Wohnungsbau. In: +GF+ Mitteilungen. Nr. 21 (Dezember 1947). S. 67. (PDF; 7,8 MB)
Geschichte Die Wohnquartiere am Rand der «Breite» wurden in den Jahren 1895 bis 1930 errichtet. Georg Fischer war 1906–1907 Bauherr der Werksiedlung «Schwarzadlergüetli» mit hoher «architektonischer und historischer» Qualität.Ortsbildaufnahmen Schaffhausen. (ISOS, Nr. 3050) Nr. 11.3. Wenige Jahre später sollte auch die nordwestlich anschliessende Stahlwerkstrasse erschlossen werden.
«Curjel & Moser» planten zu gleicher Zeit das Kunsthaus Zürich und den Badischen Bahnhof in Basel. Die U-förmige Anlage in der Stahlwerkstrasse umfasst eine Reihe von 11 Häusern unterschiedlicher Haustypen, die vom Heimatstil geprägt sind. Die zwei- bis dreigeschossigen Häuser sind giebel- oder traufständig. Im nach Norden geöffneten Innenhof mit Gärten befinden sich zwei Waschhäuser. Die Schauseite der «imposanten» Anlage ist nach Süden ausgerichtet, ihre Ansicht ist heute durch «hässliche neue Garagenfronten» beeinträchtigt.Ortsbildaufnahmen Schaffhausen. (ISOS, Nr. 3050) Nr. 11.0.59.
Südlich der Anlage befand sich noch in den 1980er Jahren eine grosse Freifläche mit Pflanzgärten.Ortsbildaufnahmen Schaffhausen. (ISOS, Nr. 3050) Nr. 11.0.60. Erst in jüngster Zeit wurde die gegenüberliegende Strassenseite mit Reihenhäusern im Stil des Minimalismus bebaut.
Literatur
Siehe auch Liste der Kulturgüter in Schaffhausen
Weblinks
Konzernarchiv der Georg Fischer AG: Gesamtansicht von Süden (1911–1920) (GFA 16/2870)
Fussnoten
Kategorie:Bauwerk in Schaffhausen Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Schaffhausen Kategorie:Sozialer Wohnungsbau (Schweiz) Kategorie:Georg Fischer AG Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren Kategorie:Curjel & Moser