Der Märkische KünstlerbundZimmerninkat, Feldmann (2018), S. 122 war ein Kreis von Künstlern, der 1899Schwalenberger Malerkolonie, Hans Licht abgerufen am 9. Oktober 2020 als Reaktion auf die Gründung der Berliner Secession ein Jahr zuvor, von ehemaligen Schülern des Landschaftsmalers Eugen Bracht in Berlin gegründet worden ist.

Geschichte und künstlerische Ausrichtung Gegründet wurde der Bund von August AchtenhagenBei Barbara Maenning falsch als August Achtenbach angegeben. Laut Original: Julius Norden: „Der Märkische Künstlerbund.“ In: Westermanns Monatshefte Bd. 99, 1906, S. 368–377 kann nur August Achtenhagen gemeint sein., Fritz Geyer, Carl Kayser-Eichberg, Felix Krause (1843–1943), Louis Lejeune, Hans Pigulla (1869–1903), Theodor Schinkel (1871–1919) und Paul Halke (1866–1924). Barbara Maennig: Landschaften des Berliner Meisterschülers Johannes Hänsch (1875–1945). Ein Weg zur deutschen Landschaftsmalerei im Spannungsfeld akademischer Lehre und künstlerischer Ansätze der Moderne, Dissertation, Institut für Kunstwissenschaften und Ästhetik Berlin, Berlin 2003, S. 42, Fußnote 92 Bracht, der 1901 nach Auseinandersetzungen mit Kaiser Wilhelm II. um die Kunstauffassung der Berliner Akademie nach Dresden wechselte, hatte einen gemäßigten Impressionismus deutscher Prägung vertreten, dem auch seine Schüler anhingen. Sie näherten sich dabei den Auffassungen Max Liebermanns und der Secession an, hielten aber gleichwohl Distanz zu ihr. Einerseits fürchteten sie den endgültigen Bruch mit der Akademie und damit das Ausscheiden aus dem offiziellen Kunstbetrieb mit seinem Absatzmarkt. Andererseits erschien etlichen von ihnen der vor allem von Max Liebermann und Bruno Cassirer formulierte Anspruch der Secession als zu elitär., abgerufen am 9. Oktober 2020 Der Märkische Künstlerbund trat im Oktober 1899 mit einer Ausstellung in der renommierten Galerie Keller & Reiner, die vor allem Künstler des Jugendstils vertrat, erstmals an die Öffentlichkeit.

Ausstellungen 2005: Von der Schönheit des Unscheinbaren. Eugen Bracht und der Märkische Künstlerbund. Gruppenausstellung, 31 Teilnehmer; Galerie Barthelmess & Wischnewski, BerlinExhibition, artfacts.net, abgerufen am 9. Oktober 2020

Literatur Barbara Maennig: Landschaften des Berliner Meisterschülers Johannes Hänsch (1875–1945). Ein Weg zur deutschen Landschaftsmalerei im Spannungsfeld akademischer Lehre und künstlerischer Ansätze der Moderne, Dissertation, Institut für Kunstwissenschaften und Ästhetik Berlin, Berlin 2003 Regine Zimmerninkat, Joachim Feldmann: Wilhelm Blanke (1873–1936) und die Malerkolonie Steglitz. Wilhelm-Blanke-Archiv, Berlin 2018, ISBN 978-3-96111-952-3

Einzelnachweise

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