Schrammesmühle ist ein Wohnplatz des Marktes Marktrodach im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).

Geographie Die ehemalige Einöde liegt am Mühlbach. Sie ist mittlerweile in der Unterrodacher Ortsstraße Am Mühlbach aufgegangen. Diese mündet nördlich in die Ernst-Dreefs-Straße (= Bundesstraße 173). Im Osten befindet sich eine Photovoltaikanlage.

Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Schrammesmühle zur Realgemeinde Unterrodach. Das Hochgericht übte das Seniorat von Redwitz im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Kronach auszuliefern. Das bayreuthische Vogteiamt Seibelsdorf beanspruchte ebenfalls das Hochgericht. Das Rittergut Nagel-Oberlangenstadt war der Grundherr der Mahl- und Schneidmühle.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 515f.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Schrammesmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Unterrodach und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Unterrodach zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Marktrodach gebildet, in die die ehemalige Gemeinde Unterrodach eingegliedert wurde.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 604f.

Baudenkmäler Am Mühlbach 8: Schrammesmühle

Am Mühlbach 10: Zweigeschossiger Satteldachbau, 18. Jahrhundert, Erdgeschoss aus Sandsteinquadern mit geohrten Rahmungen, Obergeschoss zweite Hälfte des 18./ erste Hälfte des 19. Jahrhunderts massiv ausgebaut, Nordostgiebel verschiefert. Stallteil verändert.T. Breuer: Landkreis Kronach, S. 263. Das Haus listete Tilmann Breuer in dem Buch Landkreis Kronach von 1964 mit seiner ursprünglichen Hausnummer als Kunstdenkmal auf. Es wird in der Denkmalschutzliste nicht geführt, da es entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurde.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961Einwohner 12 28 24 20 7 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1961 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 4 2 1 Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Andreas (Seibelsdorf) gepfarrt. Seit der Gründung der Pfarrei St. Michael (Unterrodach) am 31. März 1804 sind die Lutheraner dorthin gepfarrt.

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Marktrodach) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach