rechts|mini|300x300px|Das Verspeisen der Goldstrieme kann zu Halluzinationen führen, die mehrere Tage anhalten.
Halluzinogene Fische sind Fischspezies, insbesondere ichthyo-allyeinotoxische Fische,api.aerzteblatt.de, S. A 1156. deren Verzehr vermutlich zu halluzinogenen Effekten führt.
Eigenschaften Verschiedenen Fischspezies wird nachgesagt, nach dem Verzehr halluzinogene Effekte zu verursachen. Die auslösenden Stoffe sind unbekannt. Beispielsweise wird der Goldstrieme, die zu der Familie der Meerbrassen gehört, häufig nachgesagt, halluzinogen zu sein.L. Orsolini, M. Ciccarese, D. Papanti, D. De Berardis, A. Guirguis, J. M. Corkery, F. Schifano: Psychedelic fauna for psychonaut hunters: a mini-review. In: Frontiers in Psychiatry. Band 9, 2018, Nr. S. 153, .Laith A. Jawad (2017) Dangerous Fishes of the Eastern and Southern Arabian Peninsula, Chapter: Hallucinogenic fish, pages 177–185, Springer International. Diese weit verbreiteten Küstenfische sind für gewöhnlich im Mittelmeer und bei Spanien sowie entlang der westlichen und südlichen Küste Afrikas zu finden.Froese, Rainer and Pauly, Daniel, eds. (2013). "Sarpa salpa" in FishBase. October 2013 version. Gelegentlich kann man sie auch in britischen Gewässern finden. Sie können halluzinogene Wirkung verursachen, die der von LSD ähnelt. Allerdings gleichen die Effekte meist denen von Delirantia als denen von den Serotoninhaushalt beeinflussenden Psychedelika wie etwa LSD. 2006 erlebten zwei Männer, die offenbar den Fisch gegessen hatten, mehrere Tage lang anhaltende Halluzinationen (ein Effekt, der typisch für einige natürlich vorkommenden Delirantia ist). Die Wahrscheinlichkeit von Halluzinationen hängt von der Jahreszeit ab.de Haro L, Jouglard DE, Thomas MJ and David JM (1994) "Intoxications de type ciguatera after eating the Sparidae in Mediterranean". In Boudoresque, CF, Meinsez A and Gravez V. (Eds) First International Workshop on Caulerpa taxifolia GIS Posidonie Publ., France, pp. 271–274. Die Goldstrieme ist im Arabischen bekannt als "der Fisch, der Träume macht".
Zu anderen zur Herstellung von Halluzinogenen fähigen Fischen gehören verschiedene Spezies der Steuerbarsche. Es ist unbekannt, ob die Toxine von dem Fisch selbst oder von Meeresalgen in ihrer Nahrung produziert werden. Andere halluzinogene Fische sind die Kaninchenfische, die in Réunion "der Fisch, der berauscht" genannt werden, und Mulloidichthys flavolineatus, der in Hawaii als "der Häuptling der Geister" bekannt ist.
Ursachen der Halluzinationen Das aktive Mittel, das Halluzinationen im Menschen verursacht, und dessen Herkunft ist strittig. Einige Autoren denken, es könnte von Toxinen von Mikroalgen kommen, die sich im Fleisch des Fisches ansammeln. Toxine der Caulerpa prolifera im Mittelmeer scheinen verantwortlich zu sein, ebenso wie das Seegras Neptungras. Wenn Pflanzenfresser Blätter von Seegras essen, dann verdauen sie die Epiphyten und giftigen Dinoflagellaten, die auf den Blättern leben. Der deutsche Anthropologe Christian Rätsch hält es für möglich, dass die Goldstrieme das Halluzinogen DMT enthält.
Halluzinogene Spezies als halluzinogen bekannte FischspeziesDietFamilieBildSpeziesMaximale LängeGemeldete OrteAnmerkungenWeitere
QuellePflanzenfresser Riffbarsche90x90pxAbudefduf septemfasciatusGilbertinselnKaninchenfische90x90pxSiganus argenteusMauritius90x90pxSiganus corallinusMauritius90x90pxSiganus luridusIsrael90x90pxSiganus rivulatusMauritius Israel (vermutet)Spanier E, Finkelstein Y and Raikhlin-Eisenkraft B (1989) "Toxicity of the saupe, Sarpa salpa (Linnaeus, 1758), on the Mediterranean coast of Israel" Journal of Fish Biology, 34: 635–636. 90x90pxSiganus spinusRéunionMeerbrassen90x90pxSarpa salpaTunesienChevaldonne P (1990) "Ciguatera and the saupe, Sarpa salpa (L.), in the Mediterranean: a possible misinterpretation" Journal of fish biology, 37: 503–504. FrankreichIsraelSteuerbarsche90x90pxKyphosus cinerascensHawaii90x90pxKyphosus vaigiensisHawaii90x90pxKyphosus bigibbusNorfolkinselehemals Kyphosus fuscusDoktorfische90x90pxAcanthurus triostegusHawaiiAllesfresserMeerbarben90x90pxMulloidichthys flavolineatusHawaiiehemals Mulloidichthys samoensis.90x90pxUpeneus taeniopterusHawaiiehemals Upeneus argeMeeräschen90x90pxMugil cephalusHawaii90x90pxNeomyxus leuciscusHawaiiehemals Neomyxus chaptalliFleischfresserSägebarsche90x90pxEpinephelus corallicolaGilbertinseln
Ichthyoallyeinotoxismus Ichthyoallyeinotoxismus, oder auch halluzinogener Fischrausch, ist ein medizinisches Syndrom, das einen bedrängenden Rausch beschreibt, der durch den Konsum eines halluzinogenen Fisches hervorgerufen wurde. "Die häufigsten Anzeichen sind Schläfrigkeit, Koordinationsverlust und Halluzinationen." Auch Magen-Darm-Beschwerden können auftreten. Die Symptome entwickeln sich in wenigen Minuten bis zu zwei Stunden und können 24 Stunden oder länger anhalten. Es sind keine tödlichen Zwischenfälle bekannt.
Psychedelische Fische mini|Mandarinfisch Im Unterschied zu halluzinogenen Fischen verursachen psychedelische Fische nach dem Verzehr keine Halluzinationen. Die Bezeichnung wird in der aquaristischen Fachliteratur für Zierfische verwendet, deren Farbgebung an Psychedelische Kunst erinnert. Beispiele sind der Mandarinfisch und der nahe verwandte Synchiropus picturatus., Practical fishkeeping, 4 May 2011.
Siehe auch Entheogen Giftfisch
Weblinks Dolphins 'getting high' on puffer fish, zoologist Rob Pilley says news.com.au, 30. Dezember 2013. Karin Schneeberger: LSD der Meere. Goldstrieme: Der Fisch, der Halluzinationen auslösen kann. Auf: www.tierwelt.ch.
Einzelnachweise
Kategorie:Ichthyologie Kategorie:Halluzinogen