mini|Das Savoiertor (rechts) und die Kathedrale (links) von Susa Die Porte de Savoie (Savoiertor, auch Paradiestor genannt; ) ist ein spätantikes Stadttor im italienischen Susa im Piemont.

Geschichte Die römische Stadt Segusio erhielt im 3. Jahrhundert nach Christus eine neue Stadtbefestigung, von der heute noch umfangreiche Überreste erhalten sind. An der Straße durch das Susatal, die in antiker Zeit von Italien nach Gallien führte und Segusio durchquerte, entstanden zwei Stadttore. Das noch heute gut erhaltene Tor auf der Westseite ist seit dem Mittelalter als Porte de Savoie bekannt, während vom Turinertor auf der Ostseite heute nur noch ein in andere Bauwerke integriertes Fragment sichtbar ist.

Die Passstraße durch Susa und nach Savoyen bildete im Mittelalter eine Nebenroute der Via Francigena. Heute führt sie zum Mont Cenispass, zum Col de Clapier und zum Montgenèvre-Pass und weiter nach Frankreich.

Zur Zeit von Markgräfin Adelheid von Susa und Markgraf Oderico Manfredi wurde im 11. Jahrhundert neben dem Stadttor die mittelalterliche Kathedrale von Susa gegründet.

Architektur Das Stadttor besteht aus einer mittleren Mauer mit mehreren Fensteröffnungen auf vier Geschossen und zwei seitlichen Rundtürmen, die in den drei Obergeschossen ebenfalls mehrere Öffnungen aufweisen.

Das Portal wurde 1750 umgebaut, wobei das ursprüngliche Torgewände entfernt und die Durchfahrt so verbreitert wurde, dass der neue Torbogen den ganzen Zwischenraum zwischen den runden Türmen einnimmt. Der rechte Seitenturm (von der Stadtseite gesehen) wurde außerdem verstärkt: Er erhielt eine konische Ummauerung.

Literatur Liliana Mercando (Hrsg.): La Porta del Paradiso. Un restauro a Susa. Stamperia artistica nazionale, Trofarello 1993.

Porte de Savoie Kategorie:Stadttor im Piemont Kategorie:Römisches Stadttor Kategorie:Römisches Bauwerk in Italien Kategorie:Baudenkmal im Piemont Kategorie:Erbaut im 3. Jahrhundert