Mimetika (Latinisierung von ) sind chemische Verbindungen, die an den gleichen Rezeptor binden wie der eigentliche Wirkstoff. Direkte Mimetika lösen ein zelluläres Signal aus und werden als Agonisten bezeichnet. Wird der Rezeptor hingegen lediglich blockiert, so spricht man von Antagonisten.Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie: Arzneimittelwirkungen verstehen - Medikamente gezielt einsetzen. S. 82ff.
Beispiele Auf den Parasympathikus wirken: direkte Parasympathomimetika (Acetylcholin, Carbachol, Pilocarpin) indirekte Parasympathomimetika (Neostigmin, Physostigmin) Parasympatholytika (Atropin, Ipratropium, Scopolamin)
Auf den Sympathikus wirken: direkte Sympathomimetika (Noradrenalin, Adrenalin, Xylometazolin, Salbutamol) indirekte Sympathomimetika (Amphetamin, Kokain, Reboxetin) Sympatholytika (Prazosin, Propranolol)
Ausgewählte Beispiele β2-Mimetika werden bei Asthma bronchiale eingesetzt Lysergsäurediethylamid ist ein Psychotomimetikum
Siehe auch Analogon
Literatur Claudia Dellas: Last Minute Pharmakologie. Urban & Fischer, 2015, ISBN 978-3-437-29800-4. Eduard Kurt Liebler: Peptidische Proteinmimetika zum sequenzspezifischen Knicken von DNA. Cuvillier Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-86537-521-9. Heinz Lüllmann, Klaus Mohr, Lutz Hein: Pharmakologie und Toxikologie: Arzneimittelwirkungen verstehen – Medikamente gezielt einsetzen. Ein Lehrbuch für Studierende der Medizin, der Pharmazie und der Biowissenschaften, eine Informationsquelle für Ärzte, Apotheker und Gesundheitspolitiker. Thieme, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-13-368517-7.
Einzelnachweise
Kategorie:Pharmakologie