Hintere Schnaid, amtlich Schnaid (hintere), ist ein Gemeindeteil der Stadt Wallenfels im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Dorf liegt in Hanglage nördlich der Thiemitz. Es entspringen beim Ort der Vordere und Hintere Rotenbach sowie ein namenloser Bach, alle sind rechte Zuflüsse der Thiemitz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Mittlere Schnaid (0,8 km südwestlich) bzw. nach Lorchenmühle zur Kreisstraße KC 2 (0,7 km südöstlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildeten Hintere, Mittlere und Vordere Schnaid und Lorchenmühle eine Realgemeinde, bestehend aus 14 Anwesen (2 Höfe, 6 Halbhöfe, 4 halbe Güter, 1 Haus, 1 Mahlmühle). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Wallenfels aus. Das Vogteiamt Wallenfels hatte die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 506.
Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde die Hintere Schnaid dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wallenfels zugewiesen. Im Jahr 1818 folgte die Zuordnung zur Ruralgemeinde Schnaid. Am 1. Januar 1972 wurde Hintere Schnaid im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Wallenfels eingegliedert.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 598.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 68 88 83 85 128 124 129 172 140HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 wurden diese als Wohngebäude bezeichnet. 4 9 12 17 22 24 37Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Thomas in Wallenfels gepfarrt, im 19. Jahrhundert war die Pfarrei Mariä Geburt in Steinwiesen zuständig,J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 159. seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist es wieder St. Thomas. Die Protestanten sind nach St. Michael (Bernstein am Wald) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Wallenfels) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach