Max Maschke (geboren 20. März 1869 in Kolberg, Deutschland; gestorben 15. April 1952 in São Paulo, Brasilien) war ein deutscher Augenarzt, der zwischen 1912Dr. Max Maschke in: Neue Kino-Rundschau, Nr. 153, 7. Februar 1920. S. 9f. und 1931 auch als Filmproduzent und gelegentlich auch als Filmregisseur gearbeitet hatte.
Leben und Wirken Max Maschke besuchte in Berlin das Königstädtische Gymnasium, an dem er 1887 das Abitur ablegte. Anschließend begann er ein Medizinstudium und spezialisierte sich dann auf Augenheilkunde. Er ließ sich in Wolfenbüttel nieder, wo er praktizierte, heiratete Johanna Samson und bekam mit ihr im Dezember 1903 eine Tochter.Max Maschke auf ns-spurensuche.de Maschke ging später nach Berlin, wo er vorübergehend einen Berufswechsel vornahm und die Firma Luna-Film-Industrie gründete, die er im September 1913 in die Filmproduktionsfirma Luna-Film GmbH umwandelte.Handelsregister Berlin HRB Nr. 12655
Maschke-Produktionen waren zunächst überwiegend leichtgewichtige Komödien und Lustspiele, die anfänglich vor allem von dem Luna-Film-Hausregisseur Franz Hofer inszeniert wurden, ehe dieser kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu Oskar Messter wechselte. Anschließend arbeitete Maschke mit sehr unterschiedlichen Filmemachern wie beispielsweise Harry Piel, Walter Schmidthässler und Max Mack zusammen und stellte, der schweren Zeit entsprechend, in den verbleibenden 1910er Jahren sehr viel ernstere und dramatischere Stoffe her. Zuletzt führte Max Maschke auch mehrfach Regie. Im April 1919 gründete er mit Georg Lessing und Gustav Schwab die Luna-Film-Verleih GmbH.Handelsregister Berlin HRB Nr. 16347 Im selben Jahr wurde er Geschäftsführer bei der Schaumann & Heymann GmbH in Mahlsdorf. Im Februar 1920 nahm Maschke eine Umwandlung in die Arena Film GmbH (1920–1937) vor und verlegte den Firmensitz nach Berlin.Handelsregister Berlin HRB Nr. 17851 Er schied bei den Luna-Gesellschaften ausHRB Nr. 12655 und 16347, Eintrag im Berliner Handelsregister am 17. April 1920 und gründete im Juni noch die kurzlebige Arena Film-GmbH KG.HRA Nr. 55686, Einträge im Berliner Handelsregister am 8. Oktober 1920 und 8. Oktober 1921 Nach zwei Filmen als Regisseur und Produzent übergab er die Geschäftsführung der Arena Film im Mai 1921 an den Schauspieler Otto Heegewaldt, der als Gesellschafter in die Firma eintrat.HRB Nr. 17851, Eintrag im Berliner Handelsregister am 21. Juli 1921 Gemeinsam mit Georg Maschke gründete er im November 1922 die Dr. Maschke & Co. GmbH (1922–1937).Handelsregister Berlin HRB Nr. 28094 1926 beteiligte sich Maschke an der Firma Chemo-Keramische GmbH bis zu deren Übernahme durch den Kaufmann Theodor Pacyna im November gleichen Jahres.Handelsregister Berlin HRB Nr. 38117 Gegenstand des Unternehmens war die Herstellung und der Verkauf von Gebrauchs- und Kunstgegenständen aus Steinguss.
1930/31 stellte er mit dem Bergfilm Der Todesweg auf die Bernina den letzten deutschen Stummfilm her.Im Branchenverzeichnis Berliner Handels-Register, Ausgabe 1931, Ullstein Verlag, Seite 516 war Maschke wieder als Geschäftsführer der Arena Film GmbH eingetragen. Am 6. Dezember 1932 trat er aus der jüdischen Gemeinde Berlins aus, musste aber wenig später, mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten, das Land verlassen. Der genaue Zeitpunkt seiner Emigration ist derzeit unbekannt, auch welchem Beruf er seitdem nachging. Zuletzt lebte Max Maschke im brasilianischen Exil, wo er auch verstarb.
Filmografie 1913: Wer ist der Täter? 1913: Das rosa Pantöffelchen 1913: Hurrah! Einquartierung! 1913: Die schwarze Natter 1913: Die schwarze Kugel 1914: Sein Störenfried 1914: Das Liebesbarometer 1914: Ein seltsames Gemälde 1914: Der unsichtbare Zeuge 1914: Fräulein Piccolo 1914: Deutsche Helden 1914: Weihnachtsglocken 1914 1915: Kammermusik 1915: Doktor Holm (auch Drehbuch) 1915: Ein verliebter Racker 1915: Das Geheimnis von D 14 1915: Der Weg zur Sühne 1915: Salonpiraten 1915: Manya, die Türkin 1915: Im Banne der Vergangenheit 1916: Im Dienste der Wissenschaft (Dokumentarfilm, auch Regie) 1916: Geopfert … 1916: Der blonde Chauffeur 1916: Das Rätsel der Stahlkammer 1917: Das Legat 1917: Die Nichte aus Amerika 1917: Siegende Sonne. Die schwarze Gasse (auch Regie) 1918: Die Erbin 1918: Lola Montez 1918/19: Kain (4 Teile) 1919: Der Fürst der Nacht (auch Regie) 1919: Die Marquise von O. 1919: Der letzte Untertan 1920: Don Juan, Weib und Hölle (auch Regie) 1921: Der König von Golconda (3 Teile, auch Regie) 1921: Das schüchterne Prinzesschen (nur Co-Regie) 1931: Der Todesweg auf die Bernina
Einzelnachweise
Weblinks Max Maschke auf thieme-connect.de
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