mini|hochkant=1.4|Stolpersteine in Triest Die Liste der Stolpersteine in Triest enthält die Stolpersteine in Triest. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen aus dieser Region, die von Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers. Ihre Bezeichnung lautet auf Italienisch: Pietre d’inciampo.
Die ersten Verlegungen in Triest fanden am 23. Januar 2018 statt.
Verlegte Stolpersteine Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen. Stadtgebiet Im Stadtgebiet von Triest wurden bisher insgesamt 113 Stolpersteine verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEALLEGRAACCO SEMOGEBOREN 1895VERHAFTET 4.12.1943DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDET Via Giuseppe Vidali 8 (1895–1943/45)CDEC: Acco, Allegra, abgerufen am 14. April 2022 120px HIER WOHNTEDARIO DAVID ACCOGEBOREN 1927VERHAFTET 25.11.1943DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET 6.2.1944 Via Luigi Ricci 2 (1927–1944)CDEC: Acco, Dario David, abgerufen am 30. März 2023 120px HIER WOHNTEELIO ADESGEBOREN 1870VERHAFTET 20.1.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 2.2.1944 Via dei Cunicoli 7 (1870–1944)CDEC: Ades, Elio, abgerufen am 30. März 2023 120px HIER WOHNTEENRICO ALMAGIÀGEBOREN 1878VERHAFTET 29.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 11.12.1943 Piazza Virgilio Giotti 1 (1878–1943)CDEC: Almagià, Enrico, abgerufen am 13. April 2022 120px HIER WOHNTEENRICHETTA ALPRONGEBOREN 1866VERHAFTET 20.2.1944DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via Domenico Rossetti 43 (1866–1944/45)CDEC: Alpron, Enrichetta, abgerufen am 13. April 2022 120px HIER WOHNTEERNESTO ALPRONGEBOREN 1873VERHAFTET 20.2.1944DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via Domenico Rossetti 43 (1873–1944/45)CDEC: Alpron, Ernesto, abgerufen am 13. April 2022 120px HIER WOHNTELAURAAUSTERLITZGEBOREN 1916VERHAFTET 8.3.1944DEPORTIERT 1944AUSCHWITZBEFREIT Via Guglielmo Marconi, 16 (1916–) 120px HIER WOHNTEDIAMANTINABARNESTEINGEBOREN 1897VERHAFTET 22.10.1943DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDETVia del Toro 18 wurde im Jahr 1867 in Istanbul geboren. Man weiß kaum etwas über Diamantina Barnestein – einzig, dass sie im Jahr 1944 von Triest ins KZ Auschwitz deportiert wurde. Sie überlebte die Shoah nicht. 120px HIER WOHNTEENRICHETTABARUCH POLACCOGEBOREN 1872VERHAFTET 20.1.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 2.2.1944 Corso Italia, 12 (1872–1944) 120px HIER WOHNTEBRUNO BELLELIGEBOREN 1906VERHAFTET 19.11.1943INTERNIERT BOZENDEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via Severi, 7 (1906–1944/45) 120px HIER WOHNTELAZZARO BELLELIGEBOREN 1906VERHAFTET 19.11.1943DEPORTIERT 1943AUSCHWITZERMORDETVia Petronio 19 wurde am 10. Juni 1906 in Alexandria in Ägypten geboren. Seine Eltern waren Alessandra Cantoni und Pietro Belleli. Lazzaro heiratete Maria Pugliese. Am 19. November 1943 wurde Lazzaro Belleli in Triest festgenommen und war daraufhin im Gefängnis der Stadt in Haft. Kurze Zeit später, am 7. Dezember wurden er und seine Eltern Alessandra und Pietro mit dem Transport Nr. 21 T von Triest ins KZ Auschwitz deportiert. Nach vier Tagen, am 11. Dezember kam der Transport im KZ an. Lazzaro Belleli wurde vom NS-Regime ermordet, ebenso wie seine Eltern.120px HIER WOHNTEEUGENIO GIACOBBEBERGERGEBOREN 1867VERHAFTET 20.8.1944DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET Piazza Virgilio Giotti 1 wurde am 9. September 1867 in Pécs, im Süden Ungarns geboren. Seine Eltern waren Regina Breuer und Giulio Berger. In den 1890er Jahren zog Eugenio, genannt Giacobbe, nach Triest. Er arbeitete dort bei der Versicherungsanstalt Assicurazioni Generali. Eugenio heiratete zuerst eine Katholikin, Elvira Marcovich, und hatte einen Sohn namens Bruno (1905) mit ihr. Später heiratete Eugenio eine Jüdin, Adele Rumpler. Im Jahr 1921 erlangte Eugenio Berger die italienische Staatsbürgerschaft. Allerdings wurde sie ihm 1938, nach Inkrafttreten der Italienischen Rassengesetze wieder entzogen – und so auch seiner ganzen Familie (seiner Ehefrau, seinem Sohn, seiner Schwiegertochter und seinem Enkel). Eugenio und sein Sohn Bruno versuchten, die Entscheidung anzufechten. Eugenio argumentierte damit, dem Faschismus immer treu und ein aktiver Irredentist gewesen zu sein, das mache ihn zu einem durch und durch italienischen Patrioten. Bruno hingegen argumentierte, dass er nicht als Jude bezeichnet werden könne, da sein Vater Eugenio zwar einer sei, seine Mutter Elvira Marcovich allerdings arische römisch-katholische Italienerin und er dadurch nach der Geburt getauft. Die beiden Männer versuchten verzweifelt, einen Lichtblick in der aussichtslosen Situation zu finden, jedoch scheiterten alle ihre Versuche. Am 20. August 1944 wurde Eugenio Berger zusammen mit seiner Frau Adele in Venedig festgenommen. Daraufhin waren beide im KZ Risiera di San Sabba in Triest inhaftiert, bis sie (vermutlich im Januar 1945) ins KZ Auschwitz deportiert wurden. Einige Quellen geben an, dass Eugenio und seine Frau direkt nach ihrer Ankunft im KZ Auschwitz am 2. Februar 1945 ermordet wurden. Fest steht, dass Eugenio Giacobbe Berger und seine Frau Adele Rumpler die Shoah nicht überlebten. 120px HIER WOHNTEVITTORIO ZADOCKBISSONGEBOREN 1891VERHAFTET 30.12.1943DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via Giulia 26 (1891–1944/45)CDEC: Bisson, Vittorio Zadock, abgerufen am 14. April 2022 120px HIER WOHNTEEMILIO CALÒGEBOREN 1884VERHAFTET 2.12.1943INTERNIERT FOSSOLIDEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via della Madonna Del Mare, 2 (1884–1944/45) 120px HIER WOHNTEGIUSEPPEFELICE CALÒGEBOREN 1923VERHAFTET 2.12.1943INTERNIERT FOSSOLIDEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET Via della Madonna Del Mare, 2 (1923–1944/45) 120px HIER WOHNTEROSINA CALÒGEBOREN 1922VERHAFTET 2.12.1943INTERNIERT FOSSOLIDEPORTIERT 1944AUSCHWITZBERGEN-BELSENERMORDET Via della Madonna Del Mare, 2 (1922–1944/45) 120px HIER ARBEITETECARLOCALZI (KALC)GEBOREN 1904VERHAFTET 10.12.1943DEPORTIERT 1944DACHAUNATZWEILER-STRUTHOFERMORDET 19.7.1944 Via San Maurizio 8 (1904–1944)Primorski dnevnik: Spotikavci tudi za slovenske antifašiste, 11. Januar 2022 120px HIER WOHNTEEGON BRUNNERJG. 1888EINGELIEFERTPSYCHRIATRISCHES KRANKENHAUSVERHAFTET 28.3.1944RISIERA DI SAN SABBAERMORDET 29.3.1944 Piazza del Ponterosso, 6 (1888–1944) 120px HIER WOHNTEDAVIDE CESANAGEBOREN 1916VERHAFTET 29.10.1943DEPORTIERT 1943AUSCHWITZBUCHENWALDGESTORBEN 29.4.1945 Via XXX Ottobre 5 (1916–1945)CDEC: Cesana, Davide, abgerufen am 13. April 2022 120px HIER WOHNTEGIACOMO CESANAGEBOREN 1914VERHAFTET 11.6.1944DEPORTIERT 1944AUSCHWITZMAUTHAUSEN-GUSENERMORDET 3.2.1945 Via XXX Ottobre 5 (1914–1945)CDEC: Cesana, Giacomo, abgerufen am 13. April 2022 120px HIER WOHNTERACHELE CESANAGEBOREN 1919VERHAFTET 29.10.1943DEPORTIERTAUSCHWITZERMORDET 11.12.1943 Via XXX Ottobr 5 (1919–1943)CDEC: Cesana, Rachele, abgerufen am 13. April 2022 HIER WOHNTEBALDO CRISMANIJG. 1922VERHAFTET 8.11.1944DEPORTIERTDACHAUBEFREIT Foro Ulpiano, 5 (1922–2003) 120px HIER WOHNTEGINA DUBINSKYGEBOREN 1918VERHAFTET 30.11.1943DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDET 26.2.1944Via del Monte 1Triest, eigentlich Regina Selde Dubinsky, wurde am 17. April 1918 in der österreichischen Stadt Linz geboren. Ihre Eltern waren Ljuba Strilzov und Saul Dubinsky. Am 30. November 1943 wurde Gina Dubinsky zusammen mit ihrem Vater verhaftet (genauer Ort unklar) und daraufhin im Gefängnis von Macerata festgehalten. Später überstellte man sie ins Durchgangslager Fossoli. Am 22. Februar 1944 wurde Gina mit dem Transport Nr. 08 ins KZ Auschwitz deportiert. Bei ihrer Ankunft in Auschwitz am 26. Februar 1944 wurde Gina Dubinsky sofort ermordet. Auch ihre Eltern überlebten die Shoah nicht. 120px HIER WOHNTESAUL DUBINSKYGEBOREN 1885VERHAFTET 30.11.1943DEPORTIERT 1944AUSCHWITZERMORDETVia del Monte 1 wurde am 25. August 1885 in Poltawa, einer Stadt in der Ukraine geboren. Er war Sohn des Paares Ljuba Gleichenghans und Davide Dubinsky.