Kleinförstchen, , ist ein Dorf in der Oberlausitz und Ortsteil der Gemeinde Göda im Zentrum des ostsächsischen Landkreises Bautzen. Es gehört seit 1974 zur Gemeinde Göda und liegt im Oberlausitzer Gefilde über dem Meeresspiegel westlich von Bautzen. Bis 1974 war es eine eigenständige Gemeinde mit Siebitz, Preske und Dreistern als Ortsteilen. Seit 1934 zählte auch Oberförstchen zur Gemeinde.
Nachbarorte sind Neubloaschütz und Dreistern im Norden, Oberförstchen im Nordosten, Siebitz im Süden und Preske im Nordwesten.
mini|center|upright=1.6|Luftbild von Kleinförstchen
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung als Parvum Forschin (parvum = „klein“) stammt aus dem Jahr 1374 oder 1382. Mindestens seit dem 15. Jahrhundert war das Dorf auch Herrensitz.
Im Jahre 1884 hatte der Ort nach der Statistik von Arnošt Muka 135 Einwohner, darunter 115 Sorben (85 %).Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 54.
An der Straße nach Preske erinnert ein schlichter Gedenkstein an den Volksdichter Pětr Młónk, der an dieser Stelle im Februar 1887 einen Schlaganfall erlitt und verstarb.
Persönlichkeiten Jan Hejna (1816–91) – Anführer des lokalen Bauernaufstandes 1848/49, Volksdichter
Einzelnachweise
Weblinks
Ortsteil Kleinförstchen In: Webauftritt der Gemeinde Göda.
Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen Kategorie:Ort in der Oberlausitz Kategorie:Geographie (Göda) Kategorie:Ort im sorbischen Siedlungsgebiet Kategorie:Ersterwähnung 1374 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1974