Die NBA-Saison 1979/80 war die 34. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Freitag, den 12. Oktober 1979, und endete regulär nach 902 Spielen am Sonntag, den 30. März 1980. Die Postseason begann am Mittwoch, den 2. April, und endete am Freitag, den 16. Mai, mit 4—2 Finalsiegen der Los Angeles Lakers über die Philadelphia 76ers.

Saisonnotizen Die größte Neuerung war die Einführung des Drei-Punkte-Feldtors. Der Besitzer der Harlem Globetrotters, Abe Saperstein, wollte einst so etwas wie den Home Run des Basketballs erschaffen und führte die Dreierlinie ins Regelwerk seiner American Basketball League (ABL) im Jahre 1961 ein. Populär wurde der Dreierwurf ab dem Ende der 1960er Jahre in der American Basketball Association (ABA).N. N.: Season Review: 1979-80. Magic Johnson, Larry Bird usher in new era of NBA prosperity. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch). Der New Orleans Jazz zog von Louisiana nach Utah und behielt den Teamnamen absurderweise bei. Der Utah Jazz verzückte fortan Salt Lake City. Das Team wechselte mit den Indiana Pacers die Division und damit die Conference. Eine weitere Neuerung war, dass nur noch zwei Spiele gegen Gegner der jeweils anderen Conference bestritten wurden, gegen Gegner der eigenen Conference hingegen sechs, um so die Zahl der Lokalderbys zu erhöhen. Erster Draft-Pick in der NBA-Draft 1979 wurde Spartan Magic Johnson von der Michigan State University für die Los Angeles Lakers. Larry Bird, der Rookie of the Year von den Sycamores der Indiana State University, war als Junior in der Draft des Vorjahres an sechster Stelle von den Boston Celtics ausgewählt worden. Bird entschied sich aber, sein Studium abzuschließen und den Celtics erst nach seinem Senior-Jahr beizutreten. Beide Spieler waren 1979 im Finale der NCAA Division I Basketball Championship aufeinander getroffen, dem College-Basketball-Spiel mit den höchsten Einschaltquoten der Geschichte. Ihre Rivalität und ihr Enthusiasmus sollte die Liga im nächsten Jahrzehnt bestimmen, wiederbeleben und zu neuer Popularität führen. Mit ihren jeweiligen Teams gewannen sie acht der folgenden neun Meisterschaften und machten drei davon untereinander aus.N. N.: 1979 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch). Das 30. All-Star-Game fand am Sonntag, den 3. Februar 1980, vor 19.035 Zuschauern im Capital Centre von Landover, Maryland statt. Billy Cunninghams Eastern All-Stars besiegten Lenny Wilkens’ Western All-Stars mit 144—136 nach Verlängerung. Kareem Abdul-Jabbar gelangen 6 Blocks, die meisten aller All-Star-Spiele, allerdings mit Verlängerung. All-Star Game MVP wurde George Gervin von den San Antonio Spurs.N. N.: 1980 NBA All-Star Game. East 144, West 136 (OT). Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch). Am 28. März gab es die wenigsten Freiwurfversuche zweier Teams im Spiel der Lakers gegen die Clippers: 3 und 9 (Stand: 2020).

Abschlusstabellen Pl. = Rang, = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern Conference Atlantic Division

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div. 1. Boston Celtics 82 61—21 .744 — 35—6 18—23 17—7 2. Philadelphia 76ers 82 59—23 .720 2 36—5 23—18 19—5 3. Washington Bullets 82 39—43 .476 22 24—17 15—26 9—15 4. New York Knicks 82 39—43 .476 22 25—16 14—27 8—16 5. New Jersey Nets 82 34—48 .415 27 22—19 12—29 7—17

Central Division Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div. 1. Atlanta Hawks 82 50—32 .610 — 32—9 18—23 21—9 2. Houston Rockets 82 41—41 .500 9 29—12 12—29 20—10 3. San Antonio Spurs 82 41—41 .500 9 27—14 14—27 14—16 4. Cleveland Cavaliers 82 37—45 .451 13 28—13 9—32 16—14 5. Indiana Pacers 82 37—45 .451 13 26—15 11—30 15—15 6. Detroit Pistons 82 16—66 .195 34 13—28 6—35 4—26

Western Conference Midwest Division Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div. 1. Milwaukee Bucks 82 49—33 .598 — 28—13 21—20 15—9 2. Kansas City Kings 82 47—35 .573 2 30—11 17—24 18—6 3. Denver Nuggets 82 30—52 .366 19 24—17 6—35 10—14 4. Chicago Bulls 82 30—52 .366 19 21—20 9—32 8—16 5. Utah Jazz 82 24—58 .293 25 17—24 7—34 9—15

Pacific Division Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Div. 1. Los Angeles Lakers 82 60—22 .732 — 37—4 23—18 19—11 2. Seattle Supersonics 82 56—26 .683 4 33—8 23—18 18—12 3. Phoenix Suns 82 55—27 .671 5 36—5 19—22 19—11 4. Portland Trailblazers 82 38—44 .463 22 26—15 12—29 13—17 5. San Diego Clippers 82 35—47 .427 25 24—17 11—30 13—17 6. Golden State Warriors 82 24—58 .293 36 15—26 9—32 8—22

Ehrungen Most Valuable Player 1979/80: Kareem Abdul-Jabbar, Los Angeles Lakers Rookie of the Year 1979/80: Larry Bird, Boston Celtics Coach of the Year 1979/80: Bill Fitch, Boston Celtics Executive of the Year 1979/80: Red Auerbach, Boston Celtics J. Walter Kennedy Citizenship Award 1979/80: Austin Carr, Cleveland Cavaliers All-Star Game MVP 1980: George Gervin, San Antonio Spurs NBA-Finals MVP 1980: Magic Johnson, Los Angeles Lakers

All-NBA First Team: Julius Erving, Philadelphia 76ers Larry Bird, Boston Celtics Kareem Abdul-Jabbar, Los Angeles Lakers George Gervin, San Antonio Spurs Paul Westphal, Phoenix Suns All-NBA Second Team: Dan Roundfield, Atlanta Hawks Marques Johnson, Milwaukee Bucks Moses Malone, Houston Rockets Dennis Johnson, Seattle Supersonics Gus Williams, Seattle Supersonics

All-Rookie Team: Larry Bird, Boston Celtics Magic Johnson, Los Angeles Lakers Bill Cartwright, New York Knicks Calvin Natt, Portland Trailblazers David Greenwood, Chicago Bulls

All-Defensive First Team: Bobby Jones, Philadelphia 76ers Dan Roundfield, Atlanta Hawks Kareem Abdul-Jabbar, Los Angeles Lakers Dennis Johnson, Seattle Supersonics Don Buse, Phoenix Suns * (tie) Micheal Ray Richardson, New York Knicks * (tie) All-Defensive Second Team: Scott Weldman, Kansas City Kings Kermit Washington, Portland Trailblazers Dave Cowens, Boston Celtics Quinn Buckner, Milwaukee Bucks Eddie Johnson, Atlanta Hawks

Führende Spieler in Einzelwertungen + Kategorie Spieler Mannschaft Wert Punkte/Spiel ∆ George Gervin San Antonio Spurs 33,1 PpS Wurfquote † Cedric Maxwell Boston Celtics 60,4 % Freiwurfquote ‡ Rick Barry Houston Rockets 93,5 % Dreipunktquote 🀛 Fred Brown Seattle Supersonics 44,3 % Assists/Spiel ▲ Micheal Ray Richardson New York Knicks 10,2 ApS Steals/Spiel ▶︎ Micheal Ray Richardson New York Knicks 3,23 SpS Blocks/Spiel ◀︎ Kareem Abdul-Jabbar Los Angeles Lakers 3,41 BpS Rebounds/Spiel ▼ Swen Nater San Diego Clippers 15,0 RpS ∆ 70 Spiele oder 1400 Punkte erforderlich. † 300 Körbe erforderlich. Maxwell nahm 750 Schüsse und traf 457 mal. ‡ 125 verwandelte Freiwürfe erforderlich. Barry traf 143 von 153. 🀛 25 Körbe erforderlich. Brown nahm 88 Schüsse und traf 39 mal. ▲ 70 Spiele oder 400 Assists erforderlich. ▼ 70 Spiele oder 800 Rebounds erforderlich. ▶︎ 70 Spiele oder 125 Steals erforderlich. ◀︎ 70 Spiele oder 100 Blocks erforderlich.

Mit 379 beging Darryl Dawkins von den New Jersey Nets die meisten Fouls. Tree Rollins von den Atlanta Hawks sowie James Edwards und George McGinnis von den Indiana Pacers waren mit jeweils zwölfmal am häufigsten fouled out. Seit der Saison 1969/70 werden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ nicht länger die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt, sondern die Quote pro Spiel.Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch). Norm Nixon von den Los Angeles Lakers stand in 82 Einsätzen 3226 Minuten auf dem Parkett. Das ist eine Quote von 39,3 Minuten pro Spiel, beides Saisonbestwerte. Den besten Punkteschnitt der Saison hatte George Gervin mit 33,1 Punkten pro Spiel. Bei 2585 Punkten in 78 Einsätzen hatte er auch die insgesamt meisten Punkte. Rick Barry verwandelte mit der besten Freiwurfquote die insgesamt einhundertelftmeisten Freiwürfe. Mit 572 bei einer Quote von 75,3 % warf World B. Free für die San Diego Clippers die meisten Freiwürfe. Micheal R. Richardson gewährte bei der besten Quote von 10,1 Assists pro Spiel mit 832 Assists die insgesamt meisten der Liga in 82 Spielen. Micheal R. Richardson hatte neben der besten Stealrate von 3,23 Steals pro Spiel die insgesamt meisten Steals mit 265 in 82 Spielen. Die meisten Balleroberungen eines Rookies hatte Dudley Bradley von den Indiana Pacers mit 211 bei einer Quote von 2,57 Steals pro Spiel. Kareem Abdul-Jabbar blockte insgesamt 280 Korbwürfe in 82 Spielen und hatte damit 3,41 Blocks pro Spiel. Viermal gewann Abdul-Jabbar die Blockerkrone der Saison. Niemand führte die Liga öfter an. In seiner Karriere hatte er 3189 Blocks. Nur Hakeem Olajuwon und Dikembe Mutombo blockten öfter. Swen Nater hatte bei einer Quote von 15,0 Rebounds pro Spiel mit 1216 Rebounds die insgesamt meisten in 81 Spielen. Er stellte auch den Saisonrekord für die meisten Defensivrebounds mit 864 auf. Mit 18 gelangen ihm am 14. Dezember gegen die Nuggets die meisten Defensivrebounds innerhalb einer einzigen Halbzeit. Moses Malone errang mit 573 die meisten Offensivrebounds. Nur im Vorjahr gab es in einer Saison mehr Offensivrebounds, ebenfalls durch Malone. Er hatte die meisten Karriere-Offensivrebounds (6731), führte die Liga achtmal an, davon zwischen 1976 und 1983 siebenmal in Folge, hat den höchsten Offensivreboundschnitt bei mindestens 400 (5,1 ORpS) und hatte die bisher meisten Offensivrebounds eines Spiels mit 21 gegen die Seattle Supersonics am 11. Februar 1982 (Stand: 2020).

Playoffs-Baum

Playoffs-Ergebnisse Die Playoffs begannen am 2. April und wurden in der Eröffnungsrunde, in der die Conference-Dritten gegen die Conference-Sechsten und die Conference-Vierten gegen die Conference-Fünften um den Einzug in die Conference-Halbfinals spielten, nach dem Modus Modus „Best of Three“ ausgetragen. Die Divisionssieger hatten ein Freilos in der ersten Runde, dem Conference-Ersten wurde der Sieger aus dem Spiel Conference-Vierter gegen Conference-Fünfter zugeteilt. In den Conference-Halbfinals, den Conference-Finals und den NBA-Finals galt der „Best of Seven“-Ausscheidungs-Modus.

Caldwell Jones von den Philadelphia 76ers errang 185 Rebounds. Rookie Magic Johnson von den Los Angeles Lakers gewährte 151 Assists in der Postseason, Teamkamerad Kareem Abdul-Jabbar erzielte 479 Punkte.

Der neu eingeführte Drei-Punktewurf machte Furore und sorgte für die meisten Dreier (7) und die meisten Dreierversuche (19) der Washington Bullets in einer Zwei-Spiele-Playoff-Serie gegen die Philadelphia 76ers. Kevin Grevey steuerte 5 und 10 bei. In derselben Serie kam es durch die Sixers zu den meisten Balleroberungen (23). Sixer Bobby Jones verwandelte 8 Freiwürfe ohne Fehlwurf, was zuvor lediglich vier Spielern gelungen war.

Die höchste Freiwurfquote einer Vierer-Serie gab es durch Rick Barrys Houston Rockets gegen die Boston Celtics mit 88,2 %.

Das zweitgrößte Hallenpublikum der NBA-Geschichte erschien am 15. April zum Western Conference-Halbfinalspiel der Milwaukee Bucks bei den Seattle Supersonics. 40.172 suchten den Kingdome auf.

Die meisten Playoff-Blocks einer Sechs-Spiele-Serie stellten die Sixers in den Finals mit 60 (Stand: 2020).

Eastern Conference-Eröffnungsrunde Philadelphia 76ers 2, Washington Bullets 0 Mittwoch, 2. April: Philadelphia 111 – 96 Washington Freitag, 4. April: Washington 104 – 112 Philadelphia

Houston Rockets 2, San Antonio Spurs 1 Mittwoch, 2. April: Houston 95 – 85 San Antonio Freitag, 4. April: San Antonio 106 – 101 Houston Sonntag, 6. April: Houston 141 – 120 San Antonio