Leliceni [] (veraltet Cic-Sîn-Lelec oder Sânlelec; ) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Sie besteht aus den 4 Dörfern: Fitod (), Hosasău (Hosszúaszó), Leliceni (Csíkszentlélek) und Misentea (Csíkmindszent).

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Leliceni im Kreis Harghita Die Gemeinde Leliceni befindet sich östlich des Harghita-Gebirges in der historischen Region Szeklerland. Am Bach Misentea, ein Zufluss des Olt (Alt) und an der Kreisstraße (drum județean) DJ 123B befindet sich der Ort Leliceni fünf Kilometer südöstlich der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg).

Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Leliceni wurde 1333 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Gemeindegebiet wird im eingemeindeten Dorf Misentea ein Archäologischer Fund der Jungsteinzeit zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Misentea, abgerufen am 28. August 2023 (rumänisch).

Im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) werden in Leliceni auf dem Areal Kőhegy () und Bánátus Besiedlungen bis zurück in die Bronzezeit vermerkt.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte Leliceni dem Stuhlbezirk Kászonalcsík in der Gespanschaft Csík (), anschließend dem historischen Kreis Ciuc und ab 1950 dem heutigen Kreis Harghita an.

Bis 2004 gehörte Leliceni der südlich gelegenen Nachbargemeinde Sâncrăieni (Csíkszentkirály) an.

Bevölkerung Die Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Leliceni entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 1525 - 1499 9 17 1977 1853 25 1828 - - 2002 1721 13 1695 - 13 2011 2010 32 1935 - 43 2021 2471 78 2192 - 201 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Leliceni die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren, der Rumänen und die der Roma (96) 2021 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumäniendeutschen wurde 1850 im heutigen Gemeindezentrum registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische KircheAngaben zur katholischen Kirche in Leliceni bei biserici.org, abgerufen am 24. September 2020 (rumänisch). "Biserica Sfântul Duh" (deutsch: Kirche zum Heiligen Geist) wurde im 15. Jahrhundert errichtet und im 19. Jahrhundert erneuert, sie steht unter Denkmalschutz. Der geflügelte Altar mit der Inschrift „Insignia Filiorum Czakó 1510“, welcher 1510 darin errichtet wurde, befindet sich heute im Ungarischen Nationalmuseum. Neben der Kirche steht eine 500 Jahre alte Winterlinde (Tilia cordata) , welche 2011 zum "Europäischen Baum des Jahres"2011 - European Tree of the Year: Lime in Leliceni gewählt wurde. Am Ortsausgang Richtung Miercurea Ciuc steht das "Blutige Gesicht", ein 5,5 m hohes kegelförmiges Denkmal als Erinnerung an eine Schlacht zwischen den Székelys und den Tataren im Jahre 1694. Im eingemeindeten Dorf Misentea die katholische Kirche A Tuturor Sfinților 1330 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Hosasău (Hosszúaszó) die katholische Kapelle Xántus welche 1990 erneuert wurde.Angaben zur katholischen Kapelle in Hosasău bei biserici.org, abgerufen am 24. September 2020 (rumänisch).

Persönlichkeiten

Péter Ágoston, Jesuitenmönch und Prediger, wurde 1617 in Leliceni geborenAngaben zu Péter Ágoston bei mek.oszk.hu, abgerufen am 9. Februar 2021 (ungarisch). Ádám Bocskor, bekannter Franziskaner-Mönch, geboren 1737 in Leliceni, wurde 1762 zum Priester geweiht.Angaben zu Ádám Bocskor bei mek.oszk.hu, abgerufen am 9. Februar 2021 (ungarisch). Vazul Bándi, Historiker am katholischen Márton Áron-Gymnasium in Șumuleu Ciuc (Schomlenberg),Angaben zu Vazul Bándi bei Márton Áron-Gymnasium in Șumuleu Ciuc, abgerufen am 9. Februar 2021 (rumänisch). 1847 in Leliceni geboren Attila Ambrus, ehemaliger Eishockeyspieler und als der "Whiskey-Bandit" bekanntgewordene Bankräuber, geboren 1967 in Fitod bei Leliceni, dessen Karriere 2017 verfilmt wurde: "The Whiskey Bandit"Kritik zu "Whiskey-Bandit" auf filmstarts.de

Partnerschaften Die Gemeinde Leliceni unterhält Partnerschaften mit den ungarischen Ortschaften Fülöpjakab, Mindszent, Nyársapát, Pusztaederics, Tolmács und Ludányhalászi, und dem slowakischen Kolíňany.Angabe zu Partnerstädten auf der Website der Gemeinde, abgerufen am 28. August 2023 (ungarisch).

Weblinks

Die Gemeinde Leliceni bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1333