Die NBA-Saison 1968/69 war die 23. Saison der National Basketball Association (NBA). Sie begann am Dienstag, den 15. Oktober 1968, mit dem Spiel der Chicago Bulls bei den New York Knickerbockers und endete regulär nach 574 Spielen am Montag, den 24. März 1969. Die Postseason begann am Mittwoch, den 26. März, und endete am Montag, den 5. Mai, mit 4—3 Finalsiegen der Boston Celtics über die Los Angeles Lakers.

Saisonnotizen Es ging weiter aufwärts mit Basketball und der Liga: Zwei neue Franchises feierten mit den Milwaukee Bucks und den Phoenix Suns Premiere. Gleichzeitig siedelten die St. Louis Hawks nach Atlanta um. Gegen die Teams der eigenen Division wurde sieben- oder sechsmal gespielt, gegen die Teams der anderen sechsmal. Lediglich die Milwaukee Bucks spielten achtmal gegen die Seattle SuperSonics und die Phoenix Suns.N. N.: Season Review: 1968-69. The legendary Bill Russell retires with 11 championships in 13 seasons. Auf: National Basketball Association—Website; New York, NY, 24. August 2017. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch). Erster Draft-Pick in der NBA-Draft 1968 wurde Cougar Elvin Hayes von der University of Houston für die San Diego Rockets. Er stellte nicht nur einen Einsatzrekord für Rookies auf, sondern wurde auch Scoring Champion der Saison. Zweiter Draft-Pick der Baltimore Bullets, Cardinal Wes Unseld von der University of Louisville, wiederholte Wilt Chamberlains Kunststück, im gleichen Jahr sowohl Most Valuable Player als auch Rookie of the Year zu werden.N. N.: 1968 NBA Draft. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch). Das 19. All-Star-Game fand am Dienstag, den 14. Januar 1969, vor 12.348 Zuschauern im Baltimore Civic Center von Baltimore, Maryland statt. Gene Shues Eastern All-Stars besiegten Richie Guerins Western All-Stars mit 123—112. All-Star Game MVP wurde zum dritten Mal Oscar Robertson von den Cincinnati Royals.N. N.: 1969 NBA All-Star Game. East 123, West 112. Auf: Basketball Reference—Website; Philadelphia, PA, 2000—2020. Abgerufen am 20. August 2020 (in Englisch).

Abschlusstabellen Pl. = Rang, = Für die Playoffs qualifiziert, Sp = Anzahl der Spiele, S—N = Siege—Niederlagen, % = Siegquote (Siege geteilt durch Anzahl der bestrittenen Spiele), GB = Rückstand auf den Führenden der Division in der Summe von Sieg- und Niederlagendifferenz geteilt durch zwei, Heim = Heimbilanz, Ausw. = Auswärtsbilanz, Neutr. = Bilanz auf neutralem Boden, Div. = Bilanz gegen die Divisionsgegner

Eastern Division

Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div. 1. Baltimore Bullets 82 57—25 .695 — 29—9 24—15 4—1 26—14 2. Philadelphia 76ers 82 55—27 .671 2 26—8 24—16 5—3 23—17 3. New York Knickerbockers 82 54—28 .659 3 30—7 19—20 5—1 26—14 4. Boston Celtics 82 48—34 .585 9 24—12 21—19 3—3 23—17 5. Cincinnati Royals 82 41—41 .500 16 15—13 16—21 10—7 20—20 6. Detroit Pistons 82 32—50 .390 25 21—17 7—30 4—3 13—27 7. Milwaukee Bucks 82 27—55 .329 30 15—19 8—27 4—9 7—29

Western Division Pl. Mannschaft Sp S—N % GB Heim Ausw. Neutr. Div. 1. Los Angeles Lakers 82 55—27 .671 — 32—9 21—18 2—0 30—10 2. Atlanta Hawks 82 48—34 .585 7 28—12 18—21 2—1 26—14 3. San Francisco Warriors 82 41—41 .500 14 22—19 18—21 1—1 20—20 4. San Diego Rockets 82 37—45 .451 18 25—16 8—25 4—4 20—20 5. Chicago Bulls 82 33—49 .402 22 19—21 12—25 2—3 19—21 6. Seattle Supersonics 82 30—52 .366 25 18—18 6—29 6—5 15—23 7. Phoenix Suns 82 16—66 .195 39 11—26 4—28 1—12 8—30

Ehrungen Most Valuable Player 1968/69: Wes Unseld, Baltimore Bullets Rookie of the Year 1968/69: Wes Unseld, Baltimore Bullets Coach of the Year 1968/69: Gene Shue, Baltimore Bullets All-Star Game MVP 1969: Oscar Robertson, Cincinnati Royals NBA-Finals MVP 1969: Jerry West, Los Angeles Lakers

All-NBA First Team: Billy Cunningham, Philadelphia 76ers Elgin Baylor, Los Angeles Lakers Wes Unseld, Baltimore Bullets Earl Monroe, Baltimore Bullets Oscar Robertson, Cincinnati Royals All-NBA Second Team: John Havlicek, Boston Celtics Dave DeBusschere, New York Knickerbockers Willis Reed, New York Knickerbockers Hal Greer, Philadelphia 76ers Jerry West, Los Angeles Lakers All-Rookie Team: Wes Unseld, Baltimore Bullets Elvin Hayes, San Diego Rockets Bill Hewitt, Los Angeles Lakers Art Harris, Seattle Supersonics Gary Gregor, Phoenix Suns All-Defensive First Team: Dave DeBusschere, New York Knickerbockers Nate Thurmond, San Francisco Warriors Bill Russell, Boston Celtics Walt Frazier, New York Knickerbockers Jerry Sloan, Chicago Bulls All-Defensive Second Team: Rudy LaRusso, San Francisco Warriors John Havlicek, Boston Celtics Bill Bridges, Atlanta Hawks Tom Sanders, Boston Celtics Jerry West, Los Angeles Lakers

Führende Spieler in Einzelwertungen Kategorie Spieler Mannschaft Wert Punkte Elvin Hayes San Diego Rockets 2327 Wurfquote † Wilt Chamberlain Los Angeles Lakers 58,3 % Freiwurfquote ‡ Larry Siegfried Boston Celtics 86,4 % Assists Oscar Robertson Cincinnati Royals 772 Rebounds Wilt Chamberlain Philadelphia 76ers 1712 † 230 Körbe nötig. Chamberlain nahm 1099 Schüsse und traf 641 mal. ‡ 230 Freiwürfe nötig. Siegfried traf 336 von 389.

Elvin Hayes von den San Diego Rockets stand mit 3695 Minuten in 82 Spielen am längsten auf dem Parkett. Er ist damit auch der Rookie mit den meisten Einsatzminuten. Walt Bellamy, der diesen Rekord in der Saison 1961/62 zuletzt gebrochen und seitdem innegehabt hatte, stellte seinerseits einen neuen Einsatzrekord auf: Durch seinen Transfer von den New York Knickerbockers zu den Detroit Pistons im Verlauf der Saison kam er auf insgesamt 88 Einsätze (Stand: 2020). Mit 329 beging Billy Cunningham von den Philadelphia 76ers die meisten Fouls. Art Harris von den Seattle Supersonics war mit 14 mal am häufigsten fouled out. Bis einschließlich dieser Saison 1968/69 wurden den Statistiken in den Kategorien „Punkte“, „Assists“ und „Rebounds“ die insgesamt erzielten Leistungen zu Grunde gelegt und nicht die Quote pro Spiel.Official NBA-Guide 2016-2017, herausgegeben von Brad Weinstein. Auf: NBA—Website; New York, 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (in Englisch). Elvin Hayes von den San Diego Rockets hatte mit 2327 Punkten in 82 Spielen den besten Punkteschnitt der Saison mit 28,4 Punkten pro Spiel. Seine Wurfquote betrug 44,7 %. Wilt Chamberlain führte die Liga insgesamt neunmal mit der besten Feldtorquote an. Shaquille O’Neal übertraf ihn um eine Saison. Fünfmal in Folge, wie in dieser Saison, gelang jedoch nur Chamberlain (Stand: 2020). Larry Siegfried verwandelte mit der besten Freiwurfquote die insgesamt neunundzwanzigstmeisten Freiwürfe. Mit 643 bei einer Quote von 83,8 % warf Oscar Robertson zum vierten Mal die meisten Freiwürfe. Oscar Robertson gewährte 9,8 Assists pro Spiel. Insgesamt kamen zehn Spieler auf eine vierstellige Zahl an Rebounds. Wilt Chamberlains 1712 Bretter bedeuteten eine Quote von 21,1 Rebounds pro Spiel. Er hatte in seiner Karriere insgesamt 13 mal 1000 oder mehr Rebounds und in dieser Saison zum zehnten Mal. Bill Russell hatte dafür als einziger zwölfmal in Folge 1000 oder mehr Rebounds und in seiner Abschiedssaison 1968/69 zum letzten Mal.

Playoffs-Baum

Playoffs-Ergebnisse Die Playoffs begannen am 26. März und wurden in der ersten Runde, den Division-Finals und den NBA-Finals nach dem Modus Modus „Best of Seven“ ausgetragen. Da jede Division nun sieben Teilnehmer besaß, gab es für die Divisionssieger nicht länger ein Freilos in der ersten Runde wie noch Jahre zuvor, stattdessen wurden sie mit den Divisionsdritten gepaart und die Zweiten mit den Vierten.

Wilt Chamberlain von den Los Angeles Lakers errang 444 Rebounds in der Postseason. Teamkamerad Jerry West gewährte 135 Assists und erzielte 556 Punkte. Wilt Chamberlains Wurfquote von 100 % bei mindestens 9 Feldtoren wurde nur neunmal in der NBA-Geschichte erreicht. Derweil verloren die Philadelphia Sixers zwischen 1968 und 1971 9 Playoff-Heimspiele in Folge.

Eastern Division-Halbfinals New York Knickerbockers 4, Baltimore Bullets 0 Donnerstag, 27. März: Baltimore 101 – 113 New York Sonnabend, 29. März: New York 107 – 91 Baltimore Sonntag, 30. März: Baltimore 116 – 119 New York Mittwoch, 2. April: New York 115 – 108 Baltimore

Boston Celtics 4, Philadelphia 76ers 1 Mittwoch, 26. März: Philadelphia 100 – 114 Boston Freitag, 28. März: Boston 134 – 103 Philadelphia Sonntag, 30. März: Philadelphia 118 – 125 Boston Dienstag, 1. April: Boston 116 – 119 Philadelphia Freitag, 4. April: Philadelphia 90 – 93 Boston

Western Division-Halbfinals Los Angeles Lakers 4, San Francisco Warriors 2 Mittwoch, 26. März: Los Angeles 94 – 99 San Francisco Freitag, 28. März: Los Angeles 101 – 107 San Francisco Montag, 31. März: San Francisco 98 – 115 Los Angeles Mittwoch, 2. April: San Francisco 88 – 103 Los Angeles Freitag, 4. April: Los Angeles 103 – 98 San Francisco Sonnabend, 5. April: San Francisco 78 – 118 Los Angeles

Atlanta Hawks 4, San Diego Rockets 2 Donnerstag, 27. März: Atlanta 107 – 98 San Diego Sonnabend, 29. März: Atlanta 116 – 114 San Diego Dienstag, 1. April: San Diego 104 – 97 Atlanta Freitag, 4. April: San Diego 114 – 112 Atlanta Sonntag, 6. April: Atlanta 112 – 101 San Diego Montag, 7. April: San Diego 106 – 108 Atlanta

Eastern Division-Finals Boston Celtics 4, New York Knickerbockers 2 Sonntag, 6. April: New York 100 – 108 Boston Mittwoch, 9. April: Boston 112 – 97 New York Donnerstag, 10. April: New York 101 – 91 Boston Sonntag, 13. April: Boston 97 – 96 New York Montag, 14. April: New York 112 – 104 Boston Freitag, 18. April: Boston 106 – 105 New York

Western Division-Finals Los Angeles Lakers 4, Atlanta Hawks 1 Freitag, 11. April: Los Angeles 95 – 93 Atlanta Sonntag, 13. April: Los Angeles 104 – 102 Atlanta Dienstag, 15. April: Atlanta 99 – 80 Los Angeles Donnerstag, 17. April: Atlanta 85 – 100 Los Angeles Sonntag, 20. April: Los Angeles 104 – 96 Atlanta

NBA-Finals Boston Celtics vs. Los Angeles Lakers

Jerry West von den Los Angeles Lakers erzielte 265 Punkte in sieben Finalspielen, nur 19 weniger als sein Teamkamerad Elgin Baylor in den NBA-Finals 1962. Er ist der einzige Spieler eines unterlegenen Teams, der jemals den in dieser Saison neu geschaffenen Preis des NBA-Finals MVP gewinnen konnte. Seine Lakers hatten mit 64,1 % die niedrigste Freiwurfquote einer Sieben-Spiele-Finalserie aller Zeiten. Beide Teams gewährten die wenigsten Assists am 27. April: Die Lakers 10 und die Celtics 11 (Stand: 2020).

Die Finalergebnisse: Mittwoch, 23. April: Los Angeles 120 – 118 Boston Freitag, 25. April: Los Angeles 118 – 112 Boston Sonntag, 27. April: Boston 111 – 105 Los Angeles Dienstag, 29. April: Boston 89 – 88 Los Angeles Donnerstag, 1. Mai: Los Angeles 117 – 104 Boston Sonnabend, 3. Mai: Boston 99 – 90 Los Angeles Montag, 5. Mai: Los Angeles 106 – 108 Boston

Die Boston Celtics werden mit 4—3 Siegen zum elften Mal NBA-Meister. Spielertrainer Bill Russell war in den 13 Jahren seiner Karriere an jeder der elf Meisterschaften als Spieler beteiligt. Niemand war häufiger Meister als Russell, nach dem auch der Preis des NBA-Finals MVPs benannt wurde. Er erklärte drei Monate nach dem finalen Sieg seinen Rücktritt.

Die Meistermannschaft der Boston Celtics Boston Celtics Jim Barnes, Emmette Bryant, Don Chaney, Mal Graham, John Havlicek, Bailey Howell, Rich Johnson, Sam Jones, Don Nelson, Bud Olsen,Bud Olsen absolvierte 7 Spiele und wurde zu den Detroit Pistons transferiert. Jim Barnes kam nach zehn Spielen von den Chicago Bulls und absolvierte 49 Spiele für die Celtics. Zum Personal gehörten außerdem Trainer Joe DeLauri, Teamarzt Dr. Thomas Silva, General Manager Red Auerbach und Präsident Jack Waldron. Bill Russell, Tom Sanders, Larry Siegfried Head Coach Bill Russell

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:NBA-Saison Kategorie:Basketballsaison 1968/69