Beilschmiedia mannii ist eine Pflanzenart aus der Gattung innerhalb der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Sie ist in West- bis Zentralafrika verbreitet.
Beschreibung Vegetative Merkmale Beilschmiedia mannii wächst als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 35 Meter.
Die wechselständig bis fast gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist mit einer Länge von bis 1,5 Zentimeter relativ kurz. Die einfache, ganzrandige, weichledrige, kahle Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 30 Zentimeter eiförmig bis verkehrt-eiförmig mit stumpfem oder spitzem bis zugespitztem oberen Ende. Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale Die kurz gestielten Blüten sind in kleinen und achselständigen, rispigen Blütenständen angeordnet. Die kleinen, duftenden, zwittrigen Blüten sind dreizählig mit einfacher Blütenhülle. Die sechs gelb-grünen Blütenhüllblätter stehen in zwei Kreisen. Es sind neun kurze Staubblätter in drei Kreisen, die inneren drei mit Drüsen, sowie innen drei Staminodien vorhanden. Der kurze Stempel ist oberständig.
Die bei Reife grün-rötlichen Beeren sind bei einer Länge von bis 5,5 Zentimeter eiförmig bis ellipsoid und enthalten nur einen Samen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.
Vorkommen Es gibt Fundortangaben für Kamerun, die Elfenbeinküste, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Gabun, Ghana, Guinea, Liberia, Nigeria, Benin, Togo und Sierra Leone. Die Bestände nehmen fortlaufend ab.
Taxonomie Die Erstbeschreibung erfolgte 1864 unter dem Namen (Basionym) Oreodaphne mannii durch Carl Daniel Friedrich Meisner in De Candolle: Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ..., Band 15, Teil 1, Seite 130. Die Neukombination zu Beilschmiedia mannii wurde 1895 durch Benjamin Daydon Jackson in Index Kewensis Plantarum Phanerogamarum ..., Band 2, Teil 2, Seite 1269 veröffentlicht. Jackson übernahm den Namen von George Bentham und Joseph Dalton Hooker.
Verwendung
Die Samen und die Früchte sind essbar. Die Samen werden geröstet und dann gemahlen oder gekocht. Die Früchte werden meist zu Saucen verarbeitet.
Die Blüten werden als Gewürz verwendet.
Das mittelschwere, ansprechende und beständige, aromatisch duftende aber schlecht zu bearbeitende Holz wird für verschiedene Anwendungen genutzt. Es ist als Kanda bekannt.
Literatur Jean Gérard, Daniel Guibal et al.: Atlas des bois tropicaux. Éditions Quæ, 2016, ISBN 978-2-7592-2550-7, S. 443 ff, .
Weblinks Beilschmiedia mannii bei PROTA. Beilschmiedia mannii bei Useful Tropical Plants.
Beilschmiedia mannii bei Phytoimages. Beilschmiedia mannii bei Botanic Garden Meise, The Digital Flora of Central Africa (nur als 7 Meter hoher Baum).
Einzelnachweise
Kategorie:Lorbeergewächse Kategorie:Lauraceae Kategorie:Baum Kategorie:Exotisches Schalenobst Kategorie:Exotische Frucht Kategorie:Holzart