Judengraben ist ein Gemeindeteil der Kreisstadt Kronach im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).
Geographie Das Dorf liegt am Rande einer Anhöhe, die in Richtung Westen bereits in das Tal des Föritzbächleins abfällt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Brunnschrott (0,9 km nordöstlich) bzw. nach Ellmershaus (0,5 km südöstlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Judengraben 6 Anwesen. Das Hochgericht übten die Rittergüter Schmölz-Theisenort und Küps-Theisenort im begrenzten Umfang aus. Sie hatten ggf. an das bambergische Centamt Kronach auszuliefern. Grundherren waren das Rittergut Schmölz-Theisenort (4 Fronsölden) und das Rittergut Küps-Theisenort (2 Fronsölden).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 481.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Judengraben dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Theisenort und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Gehülz zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde Judengraben im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Kronach eingegliedert.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 581f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 38 26 25 27 20 18 17 14 52HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 5 4 4 3 3 3 15Quelle
Religion Der Ort war ursprünglich katholisch und nach St. Johannes der Täufer (Kronach) gepfarrt. Seit der Gründung der Pfarrei St. Bonifatius (Gehülz) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Katholiken dorthin gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach