Entmannsdorf ist ein Wohnplatz der Kreisstadt Kronach im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).
Geographie Das einstmalige Dorf ist als Ortsstraße Entmannsdorf (B 303) im neu gebildeten Gemeindeteil Gehülz aufgegangen. In direkter Nachbarschaft befinden sich Breitenloh (östlich), Giessübel (nördlich), Brunnschrott (südlich) und Bürg (westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1323/1328 im ersten bambergischen Amtsurbar erstmals urkundlich erwähnt.Bernd Graf: Der Name Gehülz – ein komplexes Kapitel der Haßlacherberg-Historie. In: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach, Band 26, 2013, ISBN 978-3-9803467-9-5, S. 148
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Entmannsdorf aus 9 Anwesen. Das Hochgericht übten die Rittergüter Schmölz-Theisenort und Küps-Theisenort im begrenzten Umfang aus. Sie hatten ggf. an das bambergische Centamt Kronach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Schmölz-Theisenort. Grundherren waren das Rittergut Schmölz-Theisenort (4 Fronsölden, 3 Häuser) und das Rittergut Küps-Theisenort (2 Fronsölden).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 470.
Mit dem Gemeindeedikt wurde Entmannsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Theisenort und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Gehülz zugewiesen. Am 1. Mai 1978 wurde Entmannsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in Kronach eingegliedert.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 581f.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970Einwohner 29 99 115 153 171 202 224 280 266HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1961 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 10 19 18 23 28 47 Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Kronach) gepfarrt. Seit der Gründung der Pfarrei St. Bonifatius (Gehülz) in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind die Katholiken dorthin gepfarrt.
Literatur
Weblink
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Kronach) Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Ersterwähnung 1323