Sâncrăieni alte Schreibweise Sîncrăieni [] (veraltet Ciuc-Sâncraiu; Csíkszentkirályi) ist eine Gemeinde im Kreis Harghita, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Sâncrăieni im Kreis Harghita mini|Katholische Kirche in Sâncrăieni Sâncrăieni befindet sich östlich des Harghita-Gebirges – ein Teilgebirge der Ostkarpaten – in der historischen Region Szeklerland. Am Oberlauf des Flusses Olt (Alt), an der Nationalstraße DN12 und an der Bahnstrecke Sfântu Gheorghe–Siculeni–Adjud befindet sich der Ort Sâncrăieni fünf Kilometer südlich der Kreishauptstadt Miercurea Ciuc (Szeklerburg).
Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Sâncrăieni, wurde 1333 erstmals urkundlich erwähnt.
Auf dem Gemeindegebiet in den Ostausläufern des Harghita-Gebirges sind Erdwälle und Gräben vermerkt, aber noch keinem Zeitalter zugeordnet. Auf dem Berg Harom wird eine Burgruine dem Mittelalter zugeordnet. Ansonsten werden noch einige archäologische Funde unterschiedlichen Zeitalter zugeordnet.Repertoriul Arheologic al României – Sâncrăieni, abgerufen am 21. September 2020 (rumänisch).
Im Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) werden auf dem Areal Karimósarka Besiedlungen aus dem Spätmittelalter bis zurück in die Bronzezeit datiert. Und auf dem Areal Borvísdomb werden Besiedlungen der Latènezeit bis in die Jungsteinzeit zugeordnet.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
Auch die Adelsfamilie der Andrássys hatte ihre Wurzeln in Szekler-Land. Gemäß der Familienchronik lebten die Andrássys bis zum XVI. Jahrhundert in dieser Ortschaft, dessen ungarische Form (Csík – Szent-Király) sie auch in ihren Familiennamen als Namenszusatz aufgenommen haben.
Im Königreich Ungarn gehörte Sâncrăieni dem Stuhlbezirk Kászonalcsík in der Gespanschaft Csík (). Nach dem Ersten Weltkrieg wurde anhand des Vertrages von Trianon Siebenburgen von Ungarn abgetrennt und kam an Rumänien. Die Ortschaft gehörte anschließend dem historischen Kreis Ciuc und ab 1950 dem heutigen Kreis Harghita an.
Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere Mineralwasserquellen und in einer Abfüllanlage wird das Mineralwasser mit der Bezeichnung „Perla Harghitei“ abgefüllt.
Bis 2004 gehörte zu Sâncrăieni auch die südliche Nachbargemeinde Sântimbru (Csikszentimre) an.
Bevölkerung Die Bevölkerung in Sâncrăieni entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnische Zusammensetzung Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 1696 69 1593 - 34 1941 1976 1 1973 1 1 1977 2682 46 2599 2 35 2002 2478 41 2414 - 23 2011 2526 32 2332 2 160 2021 2476 26 2225 - 225 (36 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet von Sâncrăieni die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1977 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (119) wurde 1920, der Roma (123) wurde 2011 und die der Deutschsprechenden (12) wurde 1930 registriert.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 675 kB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Sehenswert sind in Sâncrăieni die katholische Kapelle Ziua DomnuluiAngaben zur katholischen Kapelle in Sâncrăieni bei biserici.org, abgerufen am 21. September 2020 (rumänisch). und die katholische Kirche Sf. ȘtefanAngaben zur katholischen Kirche in Sâncrăieni bei biserici.org, abgerufen am 21. September 2020 (rumänisch). beide im 15. Jahrhundert errichtet und im 18. Jahrhundert erneuert, das Pfarrhaus Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet und ein Steinkreuz von 1746, stehen alle unter Denkmalschutz.
Städtepartnerschaft Die Gemeinde Sâncrăieni pflegt eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Igal.Angaben zu Städtepartnerschaften auf der Website der Gemeinde Igal, abgerufen am 11. Juni 2021.
Weblinks
Die Gemeinde Sâncrăieni bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1333